Slack kostet im Jahresabo zwischen 0 und 15 Euro pro Nutzer und Monat, je nach Tarif. Der Gratistarif reicht für kleine Teams mit kurzer Projektlaufzeit. Sobald ein Unternehmen den vollständigen Nachrichtenverlauf oder den Speicherort der Daten braucht, wird es teurer, und genau an diesen zwei Punkten überrascht die erste Rechnung viele Teams.
Dieser Überblick zeigt alle vier Slack-Tarife mit den aktuellen Preisen, rechnet die Kosten für ein Team mit zehn und mit 25 Personen durch und erklärt, wo die versteckten Kosten liegen, etwa bei der Datenhaltung in Deutschland.
Was kostet Slack pro Nutzer und Monat?
Slack hat vier Tarife: Free, Pro, Business+ und Enterprise+. Die Preise stammen von der offiziellen deutschen Preisseite von Slack und wurden am 2. Oktober 2026 live geprüft.
| Tarif | Preis bei jährlicher Zahlung | Preis bei monatlicher Zahlung |
|---|---|---|
| Free | 0 Euro | 0 Euro |
| Pro | 6,75 Euro pro Nutzer/Monat | 8,25 Euro pro Nutzer/Monat |
| Business+ | 15 Euro pro Nutzer/Monat | 18 Euro pro Nutzer/Monat |
| Enterprise+ | ab ca. 45 Euro pro Nutzer/Monat (Richtwert, individuelles Angebot) | nur über den Vertrieb |
Slack rechnet pro Kopf ab, nicht pro Team. Jede zusätzliche Person im Workspace erhöht die Rechnung linear, einen Mengenrabatt für kleine Teams gibt es nicht. Zum Vergleich: Für ein Team mit zehn Personen bedeutet das 67,50 Euro im Monat auf Pro und 150 Euro im Monat auf Business+, jeweils im Jahresabo. Die genaue Rechnung für größere Teams folgt weiter unten.
Slack Free im Detail: Was der Gratistarif wirklich bietet
Der Gratistarif ist dauerhaft kostenlos und ohne Nutzerlimit nutzbar. Die Einschränkungen liegen nicht bei der Teamgröße, sondern bei Funktionen und Speicherdauer.
- 90 Tage Nachrichtenverlauf, ältere Nachrichten werden nicht gelöscht, aber nicht mehr durchsucht oder angezeigt
- Bis zu 10 angebundene Apps aus dem Slack-App-Verzeichnis
- Huddles (Audio- und Videoanrufe) nur als Einzelgespräch, keine Gruppen-Huddles
- Slack Connect nur für 1:1-Direktnachrichten mit externen Personen, keine externen Gruppenkanäle
- Grundlegende KI-Funktionen wie Gesprächszusammenfassungen und Slackbot sind bereits enthalten
Für ein Projektteam, das wenige Monate zusammenarbeitet, reicht Free aus. Sobald ein Unternehmen Entscheidungen im Chat dokumentiert und später nachschlagen will, wird die 90-Tage-Grenze in der Praxis schnell zum Umstiegsgrund auf Pro.
Slack Pro im Detail: Preis und Funktionen
Pro kostet 6,75 Euro pro Nutzer und Monat im Jahresabo oder 8,25 Euro bei monatlicher Zahlung und hebt die wichtigsten Grenzen von Free auf.
- Unbegrenzter, durchsuchbarer Nachrichtenverlauf für jede Nachricht, Datei und Unterhaltung
- Unbegrenzte App-Integrationen statt der 10 Apps im Gratistarif
- Gruppen-Huddles statt nur Einzelgesprächen
- Externe Gruppennachrichten über Slack Connect mit bis zu 250 Organisationen
- SAML-basiertes Single Sign-on und SCIM-Benutzerverwaltung
Was Pro nicht bietet, ist die Wahl des Speicherorts für die Daten. Ein Unternehmen, das auf Pro läuft, hat keinen Einfluss darauf, in welcher Region Slack die Nachrichten speichert, dazu mehr im Abschnitt zum Datenstandort weiter unten.
Slack Business+ im Detail: Preis und Funktionen
Business+ kostet 15 Euro pro Nutzer und Monat im Jahresabo oder 18 Euro bei monatlicher Zahlung und ist damit mehr als doppelt so teuer wie Pro. Der Tarif richtet sich an Unternehmen mit konkreten Datenschutz- und Compliance-Anforderungen.
- Wahl der Datenregion, darunter ein Speicherort in Nürnberg
- Mehrere SAML-Verbindungen (Multi-SAML) statt einer einzelnen
- Compliance-Exporte für alle Nachrichten im Workspace
- Priorisierter Support mit kürzeren Reaktionszeiten
Der Sprung von 6,75 Euro auf 15 Euro pro Kopf ist der teuerste einzelne Schritt in der gesamten Slack-Preisliste, und er wird fast ausschließlich durch die Regionswahl ausgelöst, nicht durch zusätzliche Alltagsfunktionen.
Slack Enterprise+: Preis auf Anfrage
Enterprise+ richtet sich an große und regulierte Organisationen und wird individuell über den Vertrieb verhandelt. Slack selbst nennt auf der Preisseite einen Richtwert von etwa 45 Euro pro Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung, der tatsächliche Endpreis hängt aber von Teamgröße und Vertragskonditionen ab.
- Enterprise Key Management für eigene Verschlüsselungsschlüssel
- HIPAA-konfigurierbare Ablage für regulierte Branchen
- Datenexporte für einzelne Nutzer statt nur für den gesamten Workspace
- Bis zu zwölf SSO-Optionen und erweiterte EMM-Integration
Was kostet Slack im Team? Rechenbeispiele für 10 und 25 Personen
Weil Slack pro Kopf abrechnet, lässt sich die Teamrechnung direkt aus dem Preis pro Nutzer hochrechnen. Die folgende Tabelle zeigt die monatlichen Kosten bei jährlicher Zahlung für zwei typische Teamgrößen.
| Teamgröße | Pro (Jahresabo) | Business+ (Jahresabo) |
|---|---|---|
| 10 Personen | 67,50 Euro/Monat | 150 Euro/Monat |
| 25 Personen | 168,75 Euro/Monat | 375 Euro/Monat |
Bei einem Team mit zehn Personen liegt der Unterschied zwischen Pro und Business+ bei 82,50 Euro im Monat, also rund 990 Euro im Jahr, nur für die Regionswahl und die erweiterte Compliance. Bei 25 Personen wächst dieser Unterschied auf gut 2.480 Euro im Jahr.
Versteckte Kosten bei Slack
Drei Punkte sorgen in der Praxis am häufigsten für eine höhere Rechnung als ursprünglich erwartet.
- Der Einführungsrabatt gilt nur befristet. Slack wirbt zum Redaktionsschluss mit 50 Prozent Rabatt für die ersten drei Monate auf Pro oder Business+. Die Bedingung: Der Tarif muss innerhalb von sieben Tagen nach Erstellung des Workspace gebucht werden, und die Aktion gilt nur für monatliche Zahlung, nicht für Jahresabos oder Enterprise+. Ab dem vierten Monat greift der volle Listenpreis.
- Der Datenstandort ist ein Tarifsprung, kein Häkchen. Ein Speicherort in Deutschland setzt mindestens Business+ voraus. Für ein Team mit zehn Personen bedeutet das 1.800 Euro im Jahr statt 810 Euro auf Pro, ohne dass eine einzige neue Alltagsfunktion dazukommt.
- Inaktive Lizenzen laufen weiter mit. Slack berechnet jedes aktive Mitglied im Workspace. Wer deaktivierte Konten nicht regelmäßig entfernt, bezahlt weiter für Plätze von Personen, die das Unternehmen längst verlassen haben.
Slack und der Datenstandort Deutschland
Die Regionswahl auf Business+ deckt nicht automatisch alle Daten ab. Slack speichert Nachrichten, Dateien, Canvases und den Suchindex in der gewählten Region, zum Beispiel in Nürnberg. Profildaten, Kanal- und Workspace-Mitgliedschaften, Nutzungs- und Abrechnungsdaten sowie Analyse-Logs können weiterhin außerhalb der gewählten Region liegen. Gemeldete Inhalte darf Slack zur Durchsetzung seiner Nutzungsrichtlinien zusätzlich in den USA speichern.
Slack gehört seit der Übernahme 2021 zu Salesforce, einem US-amerikanischen Konzern. Das bedeutet, dass Slack unabhängig vom gewählten Speicherort grundsätzlich im Zugriffsbereich des US CLOUD Act bleibt. Für Unternehmen mit strengen Datenschutzvorgaben ist die Regionswahl auf Business+ deshalb ein Baustein, aber keine vollständige Lösung für jede Compliance-Anforderung.
Für wen lohnt sich welcher Slack-Tarif?
Welcher Slack-Tarif sich lohnt, hängt vom Nachrichtenverlauf und vom Datenstandort ab, nicht von der Teamgröße. Free passt für kurze Projekte und kleine Teams, die noch nicht auf einen lückenlosen Nachrichtenverlauf angewiesen sind. Sobald die 90-Tage-Grenze im Alltag stört, etwa weil Entscheidungen im Chat nachgeschlagen werden müssen, lohnt sich der Wechsel auf Pro.
Pro eignet sich für die meisten Teams, die Slack als tägliches Arbeitswerkzeug nutzen, ohne dass ein fester Datenstandort vorgeschrieben ist. Business+ lohnt sich konkret dann, wenn ein Unternehmen aus rechtlichen oder internen Gründen Daten in einer bestimmten Region halten muss, nicht allein wegen einzelner Zusatzfunktionen. Enterprise+ ist für große, regulierte Organisationen gedacht, die Funktionen wie eigene Verschlüsselungsschlüssel oder zwölf SSO-Optionen tatsächlich brauchen.
Wer Slack vor allem als Chat-App nutzt, ohne den App-Marktplatz oder Slack Connect im großen Stil einzusetzen, zahlt auf Business+ unter Umständen für Funktionen, die im Alltag ungenutzt bleiben.
Slack im Vergleich zu anderen Tools
Slack ist nicht das einzige Tool, bei dem der Datenstandort über den Tarif entscheidet. Microsoft Teams etwa bündelt Chat und Meetings in die bestehende Microsoft-365-Lizenz, die Kostenlogik unterscheidet sich dabei deutlich von Slacks Pro-Kopf-Abrechnung. Ein genauer Preisvergleich steht im Artikel zu den Microsoft Teams Kosten. Wer zusätzlich Notizen und Wissensdatenbanken sucht, findet die aktuellen Tarife im Artikel zu den Notion Kosten.
Häufige Fragen zu Slack Kosten
Was kostet Slack pro Nutzer?
Slack Pro kostet 6,75 Euro pro Nutzer und Monat im Jahresabo oder 8,25 Euro bei monatlicher Zahlung. Business+ liegt bei 15 Euro beziehungsweise 18 Euro pro Nutzer und Monat, Stand 2. Oktober 2026.
Ist Slack wirklich kostenlos nutzbar?
Ja, der Free-Tarif läuft dauerhaft und ohne Nutzerlimit. Er begrenzt allerdings den durchsuchbaren Nachrichtenverlauf auf 90 Tage, erlaubt maximal 10 angebundene Apps und beschränkt Huddles auf Einzelgespräche.
Welcher Slack-Tarif speichert Daten in Deutschland?
Die Wahl eines deutschen Speicherorts wie Nürnberg setzt mindestens den Business+-Tarif voraus. Bei Free und Pro fehlt die Regionswahl komplett, und selbst auf Business+ deckt sie nicht alle Datenarten ab.
Gibt es bei Slack einen Rabatt für den Einstieg?
Neue Workspaces erhalten zum Redaktionsschluss 50 Prozent Rabatt auf Pro oder Business+ für die ersten drei Monate, allerdings nur bei monatlicher Zahlung und nur, wenn der Tarif innerhalb von sieben Tagen nach Erstellung des Workspace gebucht wird. Jahresabos und Enterprise+ sind von der Aktion ausgenommen.
Wie viel kostet Slack für ein Team mit zehn Personen?
Ein Team mit zehn Personen zahlt im Jahresabo 67,50 Euro pro Monat auf Pro oder 150 Euro pro Monat auf Business+. Bei monatlicher Zahlung liegen die Beträge entsprechend höher, bei 82,50 Euro auf Pro und 180 Euro auf Business+.


