Max Benz

Remote-Work-Redakteur

Max Benz schreibt über Remote Work, Produktivität und Tools für ortsunabhängiges Arbeiten.
Vergleich

Remote-Jobbörsen im Vergleich: 18 Plattformen für Remote- und Homeoffice-Jobs

18 Remote-Jobbörsen im Vergleich: was sie kosten, wie viele Stellen wirklich für Deutschland offen sind und welche Filter helfen.

remote-job.net: Remote-Jobbörsen im Vergleich
17.161Stellen bei remote-job.net

Unsere Top 3 auf einen Blick

Platz 1, kostenlos remote-job.net
Kosten
kostenlos, ohne Konto
Stellen
17.161, rund 4.500 remote
Regionen
weltweit, DACH-Seiten
Details ansehen
Kuratiert, Deutschland-Seite Remotive
Kosten
Mitgliedschaft, Preis im Onboarding
Stellen
132.229
Deutschland
6.390 Treffer
Details ansehen
Größter kostenloser Pool Himalayas
Kosten
kostenlos, Plus 9 USD
Stellen
über 100.000
Deutschland
8.584 Treffer
Details ansehen

Remote-Jobbörsen sind Stellenportale, die ausschließlich oder überwiegend Jobs ohne Präsenzpflicht im Büro listen. Für Bewerber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz lohnen sich vor allem drei Arten: internationale Spezialbörsen wie Remotive, Himalayas oder We Work Remotely, deutschsprachige Börsen wie remotely.de oder RemoteDACH und klassische Portale wie StepStone oder LinkedIn mit Remote-Filter. Wir haben 18 Plattformen verglichen: was sie Bewerber kosten, wie viele Stellen sie laut eigener Angabe führen, für welche Länder die Jobs offen sind und welche Filter wirklich helfen. Die Zahlen stammen von den Websites und Schnittstellen der Anbieter selbst, abgerufen im Oktober 2026. Auf Platz 1 steht remote-job.net, unsere eigene Jobbörse. Warum, begründen wir offen im Abschnitt dazu.

Das Wichtigste in Kürze

  • Platz 1, kostenlos und ohne Konto: remote-job.net, unsere eigene Börse, mit 17.161 Stellen, deutscher Oberfläche und Regionsseiten. 4.558 Stellen sind weltweit offen, also auch für Bewerber aus Deutschland.
  • Kuratierte Auswahl mit Deutschland-Seite: Remotive prüft jede Anzeige vor der Veröffentlichung und zeigt 6.390 Remote-Jobs, für die ein Wohnsitz in Deutschland reicht. Der volle Zugang kostet eine Mitgliedschaft.
  • Größter kostenloser Pool mit Länderfilter: Himalayas. Über die öffentliche Schnittstelle zählten wir 8.584 Stellen, die auch Bewerbern aus Deutschland offenstehen.
  • Deutschsprachige Stellen mit deutschem Vertrag: remotely.de (rund 20.000 Remote- und Homeoffice-Jobs) und das kostenlose RemoteDACH mit Wohnsitz-Filter für Deutschland, Österreich und die Schweiz.
  • Vorsicht bei großen Zahlen: Auf StepStone liefert das Stichwort Homeoffice 53.632 Treffer, der Filter "Nur Home-Office" lässt davon 407 übrig.
  • Kostenlos ist nicht mehr selbstverständlich: We Work Remotely, Remote OK, Remotive, Working Nomads und FlexJobs verlangen für volle Bewerbungs- oder Suchfunktionen inzwischen ein Abo.

Remote-Jobbörsen im Überblick

Auf Platz 1 steht unsere eigene Jobbörse remote-job.net. Die übrigen 17 Remote-Jobbörsen in diesem Vergleich teilen sich in drei Gruppen: neun internationale Spezialbörsen mit englischsprachigen Stellen, drei deutschsprachige Remote-Börsen und vier klassische Jobportale, die Remote- oder Homeoffice-Stellen über einen Filter zeigen. Die Tabelle fasst zusammen, was Bewerber zahlen, wie viele Stellen die Börse selbst angibt und für welche Regionen die Anzeigen gedacht sind.

JobbörseKosten für BewerberStellen laut AnbieterRegionenBesonderheit
remote-job.netkostenlos, ohne Konto17.161, rund 4.500 nur remoteweltweit, Regionsseiten für Europa und DACHdeutsche Oberfläche, Regionsangabe je Stelle
RemotiveMitgliedschaft, Preis im Onboarding132.229weltweit, eigene Länderseitenjede Anzeige kuratiert
Himalayaskostenlos, Plus ab 9 US-Dollar im Monatüber 100.000weltweit, Länder- und Zeitzonenfilteroffene Schnittstelle mit Länderabfrage
We Work RemotelyBasic kostenlos, Pro 14,95 US-Dollar im Monat42.459 seit Startweltweit, Regionsfilterkeine gescrapten Anzeigen
EU Remote Jobskostenlos einsehbar496 für Deutschlandeuropäische ZeitzonenFilter für Sprache und Relocation
Remote OKkostenlos, Premium 14,95 US-Dollar im Monatüber 100.000weltweit, Regionsfilterkostenloser JSON- und RSS-Feed
Working Nomadskostenlos, Premium ab 6,67 US-Dollar im Monatüber 50.000 mit Premiumweltweit, Zeitzonenangabenkein Konto zum Bewerben nötig
Wellfoundkostenlos12.021 Remote-Treffervor allem USAGehalt und Equity in jeder Anzeige
Remote RocketshipAbo ab 8,20 US-Dollar im Monat10.966 für Deutschlandweltweit, deutsche OberflächeGhost-Job-Score
FlexJobs und Remote.coAbo ab 2,95 US-Dollar für 14 Tage242.264vor allem USAjede Anzeige von Menschen geprüft
Jobspressokostenlosüber 1.000vor allem USA und Kanadahandverlesene Stellen
remotely.deSuche kostenlos, Premium ab 19 Euro im Monat20.000Deutschland, teils Europatrennt Remote von Homeoffice
RemoteDACHkostenlos621Deutschland, Österreich, SchweizWohnsitz-Filter je Land
zuhausejobs.comPremium ab 7 Euro pro Woche1.146Deutschland, Österreichnur 100 Prozent Homeoffice
LinkedIn Jobskostenlos, Premium ab 29,98 Euro im Monatüber 9.000 für Remote in DeutschlandweltweitFilter Remote, Hybrid, Vor Ort
StepStonekostenlos407 mit Nur Home-OfficeDeutschlandFilter Home-Office-Optionen
Indeedkostenlos36.980 für RemoteDeutschlandFilter Homeoffice
Jobsuche der Bundesagentur für Arbeitkostenlos21.348 mit HomeofficeDeutschlandHomeoffice-Anteil in Prozent

Stand aller Zahlen: 15.10.2026. Stellenzahlen sind Eigenangaben der Börsen und schwanken täglich; Preise in US-Dollar rechnen die Anbieter je nach Land und Steuer um.

So haben wir verglichen

Jede Börse wurde direkt auf ihrer eigenen Website geprüft, nicht über Testberichte Dritter. Bei Himalayas und Remotive haben wir die Stellen zusätzlich über die öffentliche Schnittstelle bzw. die Länderseiten nach erlaubtem Wohnsitz gezählt. In den Vergleich kam eine Plattform nur, wenn sie für Bewerber aus dem DACH-Raum nutzbar ist und Stellen tatsächlich selbst listet. Zwei häufig genannte Adressen fielen dabei heraus: Die Jobbörse von getremote.de ist inzwischen in remotely.de aufgegangen, und Homeoffice.de ist ein Möbelshop, keine Jobbörse.

Platz 1 haben wir unserer eigenen Börse gegeben und begründen das in ihrem Abschnitt. Fünf Kriterien bestimmten die Reihenfolge innerhalb der Gruppen:

  • Erreichbarkeit aus Deutschland: Wie viele Stellen dürfen Bewerber mit Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz überhaupt annehmen?
  • Kosten: Ist die Suche kostenlos, und was kostet die Bewerbung?
  • Qualitätskontrolle: Prüft die Börse Anzeigen vor der Veröffentlichung, oder sammelt sie automatisch ein?
  • Filter: Lässt sich nach Land, Zeitzone, Gehalt und Anstellungsart filtern?
  • Transparenz: Nennt die Börse Herkunft, Gehalt und Standortanforderung jeder Stelle?

Wie viele Remote-Jobs stehen Bewerbern aus Deutschland offen?

Auf den großen internationalen Remote-Jobbörsen dürfen Bewerber aus Deutschland nur etwa jede 15. bis 20. Stelle annehmen. Bei Himalayas waren am 15.10.2026 von 128.782 Stellen 8.584 für einen Wohnsitz in Deutschland freigegeben, das sind 6,7 Prozent. Bei Remotive standen 6.390 Deutschland-Treffer 132.229 Stellen insgesamt gegenüber, also 4,8 Prozent. Mehr als die Hälfte der Anzeigen richtet sich auf beiden Börsen an Bewerber in den USA: 72.047 Stellen bei Himalayas (55,9 Prozent) und 78.753 bei Remotive (59,6 Prozent).

Balkendiagramm: Anteil der Remote-Stellen für Deutschland und die USA bei Himalayas und Remotive.
Große Stellenzahlen täuschen: Entscheidend ist, wie viele Stellen deinen Wohnsitz erlauben.

Der Grund ist rechtlich, nicht technisch. "Remote" heißt in den meisten Anzeigen nur, dass niemand ins Büro muss. Die Firma muss dich trotzdem in deinem Land anstellen können, mit Lohnsteuer, Sozialversicherung und Arbeitsvertrag nach dortigem Recht. Viele US-Firmen haben in Deutschland keine Gesellschaft und stellen deshalb nur in den USA ein. We Work Remotely schreibt das in seinen FAQ selbst: Viele Firmen dürfen nur in bestimmten Ländern oder Zeitzonen einstellen.

Diese Angaben in Stellenanzeigen entscheiden, ob eine Bewerbung aus Deutschland Sinn ergibt:

  • Worldwide oder Anywhere: Die Firma stellt in jedem Land ein, oft als freie Mitarbeit oder über einen Dienstleister.
  • Europe, EMEA oder EU: Wohnsitz in Europa genügt, manchmal mit Einschränkung auf einzelne Länder.
  • CET +/- 3 hours: Die Zeitzone zählt, nicht das Land. Wer in Deutschland lebt, passt fast immer.
  • USA only, US National oder eine Liste von US-Bundesstaaten: Für Bewerber aus Deutschland nicht erreichbar.
  • Germany, Austria, Switzerland: Die Firma kann in diesen Ländern anstellen.

Für die Jobsuche heißt das: Eine Börse mit 130.000 Stellen ist für dich nicht automatisch größer als eine mit 10.000. Entscheidend ist, ob sie nach erlaubtem Wohnsitz filtert. remote-job.net mit seinen Regionsseiten, Himalayas, Remote Rocketship, EU Remote Jobs und RemoteDACH tun das ohne Umweg, bei Remotive und Remote OK sind die Standort- und Zeitzonenfilter Teil des Bezahlzugangs.

Platz 1: remote-job.net, unsere eigene Jobbörse

remote-job.net ist die Jobbörse, die wir selbst betreiben. Dass sie hier vorne steht, ist eine Entscheidung in eigener Sache, deshalb legen wir offen, worauf sie beruht: Sie verbindet eine deutsche Oberfläche mit einem großen internationalen Stellenpool, den du ohne Konto und ohne Abo vollständig durchsuchen kannst. Bei den internationalen Börsen weiter unten fehlt meist eines davon, entweder die deutsche Oberfläche oder der freie Zugriff. Die deutschsprachigen Börsen haben dafür kaum internationale Stellen. Wo remote-job.net schwächer ist als andere, steht direkt dabei.

1. remote-job.net: kostenlos und ohne Konto, mit Regionsfilter auf Deutsch

remote-job.net zählt auf der Startseite 17.161 aktive Stellen, geordnet nach 15 Funktionen wie Logistik, Management, Vertrieb, Software Engineering oder Kundenservice. Nicht jede davon ist vollständig ortsunabhängig. Der Filter "Nur Remote-Positionen" grenzt die Liste auf rund 4.500 Stellen ein, die komplett remote laufen. Stellenlisten, Stellendetails, Firmenprofile und Filter funktionieren ohne Registrierung, beworben wird direkt beim Arbeitgeber.

Startseite von remote-job.net mit 17.161 aktiven Stellen und Funktionen wie Logistik und IT.
remote-job.net ordnet Stellen nach Funktion und Jobtitel. (Quelle: remote-job.net)

Für Bewerber aus Deutschland zählt vor allem die Regionsangabe. Rund vier von fünf Stellen sind einer Region zugeordnet, und für jede Region gibt es eine eigene Seite. Am 15.10.2026 standen dort 4.558 Stellen, die weltweit offen sind, davon 94 Prozent remote. Für Europa waren es 2.163 Stellen, für den DACH-Raum 402. Auf diesen beiden Seiten stehen allerdings viele Stellen vor Ort oder hybrid, remote sind nur 23 bzw. 13 Prozent. Wer aus Deutschland vollständig ortsunabhängig arbeiten will, startet am besten auf der Seite Remote-Jobs weltweit und setzt den Remote-Filter.

Die Oberfläche gibt es auf Deutsch und Englisch. Die Anzeigen selbst bleiben in der Sprache des Arbeitgebers, die meisten sind englisch. Auf den Funktions- und Regionsseiten filterst du zusätzlich nach Erfahrungsstufe von Entry bis Lead, nach Anstellungsart und nach Stellen mit Gehaltsangabe. Job-Alerts per E-Mail bietet remote-job.net derzeit nicht, und eine Prüfung jeder einzelnen Anzeige von Hand findet nicht statt.

  • Kosten: kostenlos, ohne Konto und ohne Abo
  • Stellen: 17.161 laut Startseite, rund 4.500 davon vollständig remote
  • Regionen: eigene Seiten unter anderem für weltweit (4.558), Europa (2.163) und DACH (402)
  • Filter: Stichwort, Arbeitsort, Nur Remote, Kategorie, Arbeitszeit, Erfahrungsstufe, Gehaltsangabe

Passt, wenn du auf Deutsch durch internationale Remote-Stellen stöbern und ohne Konto sehen willst, aus welcher Region du arbeiten darfst, zum Beispiel im Marketing. Eher nicht, wenn du automatische Alerts brauchst oder gezielt deutschsprachige Stellen mit deutschem Arbeitsvertrag suchst. Dafür sind remotely.de und RemoteDACH weiter unten stärker.

Internationale Remote-Jobbörsen

Internationale Remote-Jobbörsen haben die meisten vollständig ortsunabhängigen Stellen, fast alle auf Englisch und mit Schwerpunkt Software, Marketing, Vertrieb und Kundenservice. Gute Englischkenntnisse sind dort Voraussetzung, nicht Bonus. Die Reihenfolge folgt dem Nutzen für Bewerber aus dem DACH-Raum.

2. Remotive: kuratierte Remote-Jobs mit eigener Deutschland-Seite

Remotive gibt es seit 2014, gegründet von Rodolphe Dutel, und richtet sich vor allem an Fachleute aus Tech, Produkt, Marketing und Kundenservice. Die Börse schreibt über sich, dass sie jede veröffentlichte Stelle kuratiert. Für Bewerber aus dem DACH-Raum ist die Gliederung nach Ländern nützlich: Eigene Seiten zeigen, welche Stellen mit Wohnsitz in Deutschland (6.390), Österreich (331) oder der Schweiz (332) möglich sind, dazu 5.964 weltweit offene Stellen. Beworben wird direkt beim Arbeitgeber, Remotive schaltet sich nicht dazwischen.

Remotive-Startseite mit 132.229 Remote-Jobs und Filtern für Standort und Gehalt.
Remotive zeigt ohne Mitgliedschaft nur einen kleinen Teil der Stellen. (Quelle: Remotive)

Ohne Mitgliedschaft ist Remotive stark eingeschränkt. Die Startseite meldet 132.229 passende Stellen und weist darauf hin, dass Besucher ohne Zugang nur 0,4 Prozent davon sehen. Die öffentliche Schnittstelle liefert Stellen mit 24 Stunden Verzögerung. Die Mitgliedschaft gibt es monatlich, quartalsweise oder jährlich, den Preis zeigt Remotive erst im Anmeldeprozess an, weil er je nach Land variiert. Dafür siehst du Stellen 24 Stunden früher, bekommst eigene Job-Alerts und kannst nach Standort und Gehalt filtern.

  • Kosten: Mitgliedschaft, Preis abhängig von Land und Laufzeit
  • Stellen: 132.229 laut Startseite
  • Regionen: Länderseiten unter anderem für Deutschland, Österreich, Schweiz, Europa und weltweit
  • Filter: Kategorie, Karrierestufe, Anstellungsart, Standort und Gehalt mit Mitgliedschaft

Passt, wenn du gezielt in Tech oder Marketing suchst und für eine geprüfte, nach Land sortierte Auswahl zahlen willst. Eher nicht, wenn du ohne Abo auskommen musst, denn die kostenlose Ansicht reicht für eine ernsthafte Suche nicht aus.

3. Himalayas: größter kostenloser Pool mit Länderfilter

Himalayas startete 2020 als Remote-Jobbörse und hat sich inzwischen zu einer Plattform mit KI-Assistent entwickelt: Die Startseite wirbt mit einem Agenten, der passende Stellen sucht, den Lebenslauf anpasst und Bewerbungen verfolgt. Für die Jobsuche wichtiger ist der Unterbau. Jede Anzeige trägt eine Liste erlaubter Länder und Zeitzonen, und genau danach lässt sich filtern. Über die öffentliche Schnittstelle zählten wir 8.584 Stellen für Deutschland, 3.754 für Österreich und 3.761 für die Schweiz.

Startseite von Himalayas mit KI-Jobsuche und kostenlosem Profil.
Himalayas wirbt auf der Startseite mit einem KI-Agenten für die Jobsuche. (Quelle: Himalayas)

Bewerben, Profil, Bewerbungs-Tracker und wöchentliche Job-Alerts sind kostenlos. Himalayas Plus für 9 US-Dollar im Monat bringt tägliche Alerts und unbegrenzte KI-Werkzeuge, die Max-Stufe für 29 US-Dollar zusätzlich simulierte Vorstellungsgespräche. Die Bewerbung selbst läuft über den Link des Arbeitgebers. Eine manuelle Prüfung jeder Anzeige verspricht Himalayas nicht, Arbeitgeber können kostenlos inserieren.

  • Kosten: kostenlos, Plus 9 US-Dollar und Max 29 US-Dollar im Monat
  • Stellen: über 100.000 laut Startseite
  • Regionen: Länder- und Zeitzonenfilter, Standard bei neuen Anzeigen ist weltweit
  • Filter: Land, Zeitzone, Seniorität, Anstellungsart, Gehalt

Passt, wenn du international suchst und ohne Abo sehen willst, welche Stellen dir aus Deutschland offenstehen. Eher nicht, wenn du nur kuratierte Anzeigen willst oder keinen Wert auf KI-Funktionen legst, die die Oberfläche stark prägen.

4. We Work Remotely: die bekannteste Remote-Jobbörse

We Work Remotely, kurz WWR, listet seit 2013 Remote-Stellen und nennt 42.459 veröffentlichte Anzeigen sowie 6 Millionen Besucher im Monat. Arbeitgeber zahlen für eine Standardanzeige 299 US-Dollar, gescrapte Stellen von anderen Plattformen übernimmt WWR nach eigener Aussage nicht. In der aktuellen Liste standen zuletzt 409 Stellen, sortiert nach Programmierung, Design, DevOps, Kundenservice, Vertrieb und Marketing, Management und Finanzen sowie Produkt.

We Work Remotely Startseite mit 42.459 veröffentlichten Jobs und Kategorien.
We Work Remotely mit Kategorien und Regionsfilter für Europa. (Quelle: We Work Remotely)

Für WWR brauchst du ein Konto. Basic ist kostenlos und erlaubt Suchen, Speichern und das Hochladen des Lebenslaufs. Unbegrenzte Bewerbungen und bis zu fünf Job-Alerts gibt es mit WWR Pro für 14,95 US-Dollar im Monat bei 12 Monaten Laufzeit, der erste Monat kostet 2,95 US-Dollar. Anzeigen nennen den Standort als "Anywhere in the World" oder als Länderliste mit Flaggen, über den Regionsfilter lässt sich Europa auswählen.

  • Kosten: Basic kostenlos, Pro 14,95 US-Dollar im Monat mit 12 Monaten Bindung
  • Stellen: 42.459 seit Start, zuletzt 409 aktive in der Liste
  • Regionen: Regionsfilter, Länderangabe je Anzeige
  • Filter: Kategorie, Land, Gehalt, Skills, Vollzeit oder Vertrag

Passt, wenn du eine überschaubare Liste hochwertiger Anzeigen willst und Englisch sicher beherrschst. Eher nicht, wenn du mehrere Bewerbungen pro Woche schicken willst, ohne dich ein Jahr an Pro zu binden.

5. EU Remote Jobs: Remote-Jobs für europäische Zeitzonen

EU Remote Jobs begann 2018 als Facebook-Gruppe und ging 2019 als Jobbörse online. Sie beschreibt sich als größte Remote-Jobbörse für europäische Zeitzonen und kuratiert die Stellen nach eigener Angabe von Hand. Für Deutschland zeigte die Länderseite 496 aktive Stellen, für Großbritannien 1.206. Viele Anzeigen nennen das Gehalt in Euro, etwa als Monatsbrutto.

Die Filter sind die feinsten in diesem Vergleich: Standort mit Worldwide, EMEA, Europa und rund 80 Ländern, Anstellungsart bis zur 4-Tage-Woche, Erfahrungsstufe, Kategorie, Benefits, Technologien, Sprache und Relocation-Unterstützung. Stellenliste und Filter sind ohne Anmeldung sichtbar. Arbeitgeber zahlen ab 149 Euro pro Anzeige.

  • Kosten: ohne Konto einsehbar, keine Bezahlstufe für Bewerber ausgewiesen
  • Stellen: 496 für Deutschland laut Länderseite
  • Regionen: Europa, EMEA, weltweit, einzelne Länder
  • Filter: Standort, Anstellungsart, Erfahrung, Kategorie, Sprache, Benefits

Passt, wenn du in europäischen Arbeitszeiten bleiben und eine Stelle mit Gehalt in Euro finden willst. Eher nicht, wenn du eine sehr große Auswahl brauchst, denn die Zahl der Deutschland-Stellen liegt im dreistelligen Bereich.

6. Remote OK: großer Feed mit Gehaltsfilter

Remote OK wirbt mit über 100.000 Remote-Jobs von mehr als 10.000 Firmen und zeigt bei vielen Anzeigen eine Gehaltsspanne. Suchen und Ansehen sind kostenlos, ebenso ein JSON- und RSS-Feed ohne Anmeldung. Der Regionsfilter kennt Worldwide, Europa und weitere Regionen sowie eine Länderliste mit Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bewerbungen gehen über den Link oder die E-Mail-Adresse des Arbeitgebers.

Remote OK Jobliste mit Filtern für Ort, Gehalt und Benefits.
Remote OK zeigt bei vielen Anzeigen die Gehaltsspanne und die erlaubte Region. (Quelle: Remote OK)

Remote OK Premium kostet 14,95 US-Dollar im Monat bei 12 Monaten Bindung. Dafür siehst du neue Stellen, bevor sie öffentlich werden, filterst nach Zeitzone und Tech-Stack und bekommst sofortige Alerts. Das Bundle TopAccess für 29,95 US-Dollar umfasst zusätzlich Partnerplattformen. Eine Prüfung jeder Anzeige vor der Veröffentlichung beschreibt Remote OK nicht, das Team reagiert auf Meldungen von Nutzern.

  • Kosten: kostenlos, Premium 14,95 US-Dollar im Monat mit 12 Monaten Bindung
  • Stellen: über 100.000 laut Premium-Seite
  • Regionen: Regions- und Länderfilter, Zeitzonenfilter nur mit Premium
  • Filter: Mindestgehalt, Benefits, Kategorie, Ort

Passt, wenn Gehaltstransparenz für dich zählt und du ohne Konto stöbern willst. Eher nicht, wenn du nur geprüfte Anzeigen sehen willst; Werbe- und hervorgehobene Anzeigen sind in der Liste häufig.

7. Working Nomads: kuratierte Liste ohne Kontopflicht

Working Nomads wurde 2014 von Peter Marcely gegründet und kuratiert nach eigener Aussage Stellen, die wirklich vollständig remote sind, inklusive Prüfung der Arbeitgeber. Bewerben geht ohne Konto, auch kostenlose E-Mail-Alerts gibt es. Viele Anzeigen nennen statt eines Landes eine Zeitzone, etwa "CET (+/- 3 hours)", was für Bewerber in Deutschland gut passt.

Working Nomads Jobliste mit Filtern für Ort, Kategorie und Gehalt.
Working Nomads mit Suchfiltern und Standortangabe je Stelle. (Quelle: Working Nomads)

Die kostenlose Liste ist allerdings nur ein Ausschnitt. Premium schaltet laut Anbieter zehnmal mehr Stellen frei, insgesamt über 50.000 von mehr als 8.000 Firmen, dazu erweiterte Filter und persönliche Alerts. Premium kostet 17,95 US-Dollar im Monat, 39,95 US-Dollar pro Quartal oder 79,95 US-Dollar im Jahr.

  • Kosten: kostenlos, Premium 17,95 US-Dollar im Monat oder 79,95 US-Dollar im Jahr
  • Stellen: über 50.000 mit Premium
  • Regionen: Anywhere, Europa und weitere Regionen, oft mit Zeitzonenangabe
  • Filter: Kategorie, Ort, Positionstyp, Erfahrung, Gehalt

Passt, wenn du schnell und ohne Registrierung geprüfte Stellen durchsehen willst. Eher nicht, wenn du die volle Auswahl willst, aber kein weiteres Abo abschließen möchtest.

8. Wellfound: Startup-Jobs mit Gehalt und Equity

Wellfound hieß bis November 2022 AngelList Talent und verbindet Bewerber mit über 27.000 Startups. Jede Anzeige zeigt Gehaltsspanne und Equity vorab, und die Bewerbung geht direkt an Gründer oder Hiring Manager, nicht an externe Recruiter. Profil und Bewerbungen sind für Bewerber immer kostenlos.

Wellfound Startseite mit Bereichen für Unternehmen und Bewerber.
Wellfound verbindet Bewerber direkt mit Gründern und Hiring Managern. (Quelle: Wellfound)

Für Bewerber aus Deutschland ist die Auswahl kleiner, als die Gesamtzahl vermuten lässt. Die Remote-Seite meldete 12.021 Treffer, die Deutschland-Seite 490 und die Europa-Seite 3.220, darunter viele US-Firmen mit langen Standortlisten. Der Schwerpunkt liegt klar auf Startups in den USA.

  • Kosten: kostenlos
  • Stellen: 12.021 Remote-Treffer, 490 für Deutschland
  • Regionen: Länder- und Städteseiten, Schwerpunkt USA
  • Filter: Branche, Jobtitel, Standort, Remote oder vor Ort

Passt, wenn du in ein Startup willst und Gehalt sowie Unternehmensanteile vorab vergleichen möchtest. Eher nicht, wenn du eine Anstellung nach deutschem Recht suchst.

9. Remote Rocketship: Karriereseiten-Scanner mit deutscher Oberfläche

Remote Rocketship ging im November 2022 online und sammelt Remote-Stellen automatisch von den Karriereseiten der Unternehmen ein, laut eigener Angabe über 100.000 gescannte Seiten und über 180.000 aktive Stellen. Als einzige internationale Börse in diesem Vergleich hat sie eine deutsche Oberfläche. Unter dem Filter "Deutschland, Remote" zeigte sie 10.966 Stellen und 876 neue in der laufenden Woche.

Deutsche Startseite von Remote Rocketship mit Suche nach Remote-Jobs.
Remote Rocketship hat als einzige internationale Börse im Vergleich eine deutsche Oberfläche. (Quelle: Remote Rocketship)

Kostenlos kannst du nur stöbern. Alle Treffer, Filter und Alerts gibt es mit einem Abo für 29 US-Dollar im Monat, 59 US-Dollar pro Quartal oder 99 US-Dollar im Jahr, mit 14 Tagen Geld-zurück. Ein eigener Ghost-Job-Score soll Stellen markieren, die nur zum Schein ausgeschrieben sind, und ein Filter zeigt, ob eine Stelle auch auf LinkedIn steht.

  • Kosten: stöbern kostenlos, Abo 29 US-Dollar im Monat oder 99 US-Dollar im Jahr
  • Stellen: 10.966 für Deutschland laut deutscher Seite
  • Regionen: Land und Zeitzone filterbar
  • Filter: Mindestgehalt, Erfahrung, Ghost-Job-Score, Remote oder hybrid, Tech-Stack

Passt, wenn du viele Stellen direkt vom Arbeitgeber sehen willst, bevor sie auf großen Portalen landen. Eher nicht, wenn du auf menschliche Kuratierung Wert legst, denn die Auswahl entsteht maschinell.

10. FlexJobs und Remote.co: geprüft, aber kostenpflichtig

FlexJobs gibt es seit 2007, und ohne Abo geht dort nichts: Arbeitgeber, Details und Bewerbung sind nur mit bezahltem Zugang sichtbar. Dafür prüft FlexJobs nach eigener Aussage jede Anzeige von Hand und mit KI, über 200 Stunden täglich, und schließt Provisions- und Strukturvertriebsjobs aus. Arbeitgeber zahlen nichts, FlexJobs finanziert sich allein über die Bewerber.

FlexJobs Startseite mit Suche nach Homeoffice-Jobs und Hinweis auf 200.000 Stellen.
FlexJobs verspricht geprüfte Stellen ohne Werbung, verlangt aber ein Abo. (Quelle: FlexJobs)

Der Zugang kostet 2,95 US-Dollar für 14 Tage, danach 23,95 US-Dollar alle vier Wochen. Günstiger sind drei Monate für 29,85 US-Dollar oder ein Jahr für 71,40 US-Dollar, jeweils mit 14 Tagen Geld-zurück. Remote.co gehört zum selben Umfeld, FlexJobs führt die Seite als Partnerseite, und Preise sowie Garantie sind identisch. Die Startseite nennt 242.264 Stellen von 15.661 Firmen, der Großteil davon für Bewerber in den USA.

  • Kosten: ab 2,95 US-Dollar für 14 Tage, Jahreszugang 71,40 US-Dollar
  • Stellen: 242.264 laut Startseite
  • Regionen: Schwerpunkt USA, eigener Bereich für internationale Stellen
  • Filter: Kategorie, Ort, Karrierestufe, Arbeitszeitmodell, Gehalt, Sprache

Für Bewerber aus Deutschland lohnt sich FlexJobs nur, wenn du gezielt für US-Firmen auf Vertragsbasis arbeiten willst: Dann sind 71,40 US-Dollar im Jahr für geprüfte Anzeigen vertretbar. Wer eine Anstellung in Deutschland sucht, zahlt für eine Auswahl, die kaum passt.

Passt, wenn du aus den USA heraus oder für US-Firmen auf Vertragsbasis arbeiten willst und Scam-Schutz bezahlen möchtest. Eher nicht, wenn du in Deutschland angestellt werden willst; dafür ist der Anteil passender Stellen zu klein.

11. Jobspresso: handverlesen, aber kaum für DACH

Jobspresso aus Toronto listet seit 2015 Remote-Stellen in Tech, Marketing und Kundenservice, alle von Hand ausgewählt und auf Echtheit geprüft. Für Bewerber ist die Börse kostenlos, sie nennt über 1.000 offene Stellen. Unter den 20 neuesten Anzeigen auf der Startseite waren in unserer Zählung 17 nur für die USA oder Kanada ausgeschrieben, keine einzige nannte Deutschland.

Jobspresso Startseite mit Button zum Durchsuchen kuratierter Remote-Jobs.
Jobspresso listet handverlesene Remote-Stellen, meist für Nordamerika. (Quelle: Jobspresso)
  • Kosten: kostenlos
  • Stellen: über 1.000 laut Startseite
  • Regionen: überwiegend USA und Kanada
  • Filter: Kategorie und Suchfeld, kein Länder- oder Gehaltsfilter

Passt, wenn du in Nordamerika lebst oder als Freelancer international arbeitest. Eher nicht, wenn du eine Stelle mit Wohnsitz in Europa suchst.

Deutschsprachige Remote-Jobbörsen

Deutschsprachige Remote-Jobbörsen listen Stellen mit Arbeitsvertrag in Deutschland, Österreich oder der Schweiz, meist auf Deutsch ausgeschrieben. Sie sind kleiner als die internationalen Börsen, dafür passt fast jede Stelle rechtlich zum Wohnsitz. Wer vor allem deutschsprachige Remote-Jobs sucht, kommt mit zwei dieser Börsen plus einem klassischen Portal aus.

12. remotely.de: größte deutschsprachige Börse im Vergleich

remotely.de aus Berlin, betrieben von der Remotely.de GmbH, nennt 20.000 Remote- und Homeoffice-Jobs. Seit die Jobbörse von getremote.de in remotely.de aufgegangen ist, ist sie die größte deutschsprachige Remote-Börse in diesem Vergleich. Hilfreich ist die klare Trennung: Unter Remote Jobs stehen nur Stellen ohne verpflichtende Bürotage, unter Homeoffice Jobs auch hybride Modelle mit Bürotagen. Jede Stelle sagt, ob sie deutschlandweit, europaweit oder international möglich ist.

Startseite von remotely.de mit Jobsuche und Hinweis auf 20.000 Remote- und Homeoffice-Jobs.
remotely.de trennt Remote-Jobs ohne Bürotage von Homeoffice-Jobs. (Quelle: remotely.de)

Suche, Registrierung, Lebenslauf-Check und Gehaltscheck sind kostenlos. Der Such-Agent, der jeden Morgen neue passende Stellen per E-Mail schickt, gehört zu Premium. Premium kostet 19 Euro im Monat als monatlich kündbares Abo oder einmalig 49 Euro für drei Monate bzw. 129 Euro für ein Jahr.

  • Kosten: Suche kostenlos, Premium 19 Euro im Monat
  • Stellen: 20.000 Remote- und Homeoffice-Jobs laut Startseite
  • Regionen: Deutschland, je nach Stelle auch Europa oder international
  • Filter: Kategorie, Arbeitsmodell, Umkreis, Sprache

Passt, wenn du eine deutschsprachige Stelle mit klarer Remote-Regel suchst. Eher nicht, wenn dir tägliche Alerts wichtig sind, du aber nichts zahlen willst.

13. RemoteDACH: kostenlos mit Wohnsitz-Filter für drei Länder

RemoteDACH ist eine kleine, sorgfältig gebaute Börse von Gründer und Entwickler Tom Trögler. Bei jeder Stelle steht, aus welchen Ländern du arbeiten darfst und ob eine Workation erlaubt ist. Gezählt nach erlaubtem Wohnsitz waren es 615 Stellen für Deutschland, 384 für Österreich und 383 für die Schweiz, insgesamt 621 Stellen mit 24 neuen in den letzten sieben Tagen. Jede Stelle wird vor der Veröffentlichung geprüft.

RemoteDACH Startseite mit Stellenzahlen für Deutschland, Österreich und die Schweiz.
RemoteDACH zählt Stellen nach dem Land, aus dem du arbeiten darfst. (Quelle: RemoteDACH)

Für Bewerber ist alles kostenlos: Suchen, Merken, Job-Alerts und Bewerbungen. Die Filter decken Wohnsitz, Workation, Sprache, Erfahrung, Anstellungsart und "Mit Gehaltsangabe" ab. Der Filter "Nur Direktanzeigen" blendet Stellen aus, die RemoteDACH von anderen Börsen übernommen hat.

  • Kosten: kostenlos
  • Stellen: 621, davon 615 für Deutschland
  • Regionen: Deutschland, Österreich, Schweiz
  • Filter: Wohnsitz, Workation möglich, Direktanzeigen, Gehaltsangabe, Sprache

Passt, wenn du in Österreich oder der Schweiz lebst oder schnell sehen willst, welche Stellen dein Land erlauben. Eher nicht, wenn du eine große Auswahl in einer Nische brauchst.

14. zuhausejobs.com: nur 100 Prozent Homeoffice

zuhausejobs.com wird von Libiseller und Nowak in Wien betrieben und listet ausschließlich Stellen in Deutschland und Österreich, die vollständig von zu Hause machbar sind. Ein Büro darf es geben, Pflichtanwesenheit nicht, Außendienst wird abgelehnt. Die Stellen werden täglich im Netz gesucht und geprüft, aktuell 1.146 im Verzeichnis. Labels wie "Workation möglich" oder "für Quereinsteiger geeignet" helfen beim Sortieren.

zuhausejobs.com Startseite mit Suche und erster Stelle mit 100 Prozent Homeoffice.
zuhausejobs.com listet nur Stellen, die komplett von zu Hause machbar sind. (Quelle: zuhausejobs.com)

Ein Teil der Stellen ist frei sichtbar, der Rest erst mit Premium. Premium kostet 7 Euro pro Woche, 14 Euro im Monat oder 49 Euro im Jahr. Kostenlos ist ein wöchentlicher E-Mail-Newsletter mit neuen Homeoffice-Jobs.

  • Kosten: Premium 7 Euro pro Woche, 14 Euro im Monat oder 49 Euro im Jahr
  • Stellen: 1.146 laut Über-uns-Seite
  • Regionen: Deutschland und Österreich
  • Filter: Suchfeld, Land, Kategorien

Passt, wenn du eine Stelle ohne jeden Bürotag suchst, auch als Quereinsteiger. Wer neu im Homeoffice ist, findet passende Einstiege auch in unserem Ratgeber zu Homeoffice-Jobs für Quereinsteiger. Eher nicht, wenn du internationale Stellen suchst.

Klassische Jobbörsen mit Remote-Filter

Klassische Jobbörsen haben die meisten Stellen in Deutschland, mischen aber vollständig remote, hybrid und gelegentliches Homeoffice. Der Unterschied liegt im Filter: Wer nur das Stichwort "Remote" oder "Homeoffice" eingibt, bekommt vor allem Stellen mit ein, zwei Homeoffice-Tagen. Bei StepStone fanden wir für "Homeoffice" 53.632 Stellen, mit dem Filter "Nur Home-Office" blieben 407 übrig, also weniger als 1 Prozent.

Große Zahl 407 neben 53.632 Treffern und 34.155 Stellen mit teilweise Homeoffice auf StepStone.
Der Filter macht den Unterschied: weniger als 1 Prozent der Treffer sind vollständig im Homeoffice.

15. LinkedIn Jobs: Stellen plus Netzwerk, Filter Remote

LinkedIn listet unter "Remote in Deutschland" über 9.000 Stellen. Das ist eine Stichwortsuche; genauer wird es, wenn du in den Suchfiltern "Remote" auswählst statt "Hybrid" oder "Vor Ort". Job-Alerts für eine gespeicherte Suche gibt es nur mit eingeloggtem Konto. Der Vorteil gegenüber Spezialbörsen: Du siehst direkt, wer im Unternehmen arbeitet und wer die Stelle ausgeschrieben hat.

Das Basiskonto ist kostenlos. Premium Career kostet laut LinkedIn ab 29,98 Euro im Monat oder 179,88 Euro im Jahr und ist für die Jobsuche selbst nicht nötig.

  • Kosten: kostenlos, Premium Career ab 29,98 Euro im Monat
  • Stellen: über 9.000 für "Remote in Deutschland"
  • Filter: Remote, Hybrid oder Vor Ort; Alerts mit Login

So suchst du richtig: Stichwort für den Beruf eingeben, als Ort "Deutschland" wählen, dann in den Filtern nur "Remote" aktivieren und die Suche als Alert speichern.

16. StepStone: Home-Office-Optionen genau einstellen

StepStone, betrieben von The Stepstone Group GmbH, hat unter den klassischen Portalen den klarsten Homeoffice-Filter. Die Seiten für Remote (5.375 Stellen) und Homeoffice (53.632 Stellen) sind Stichwortsuchen und enthalten deshalb auch Anzeigen, die "remote" nur im Text erwähnen. Der Filter "Home-Office-Optionen" trennt "Teilweise Home-Office" (34.155) von "Nur Home-Office" (407).

StepStone Startseite mit Jobsuche nach Beruf und Ort.
Bei StepStone findest du den Filter Home-Office-Optionen erst in der Trefferliste. (Quelle: StepStone)
  • Kosten: kostenlos
  • Stellen: 407 mit "Nur Home-Office", 34.155 mit teilweise Homeoffice
  • Filter: Home-Office-Optionen, Gehalt, Arbeitszeit, Sprache, "Jobs per E-Mail"

So suchst du richtig: Beruf eingeben, Ort leer lassen oder "Deutschland" wählen, dann "Nur Home-Office" aktivieren. Für hybride Stellen in deiner Stadt ergänzt du den Ort und wählst "Teilweise Home-Office".

17. Indeed: viele Treffer, wenig Trennschärfe

Indeed meldete 36.980 Stellen für die Suche "remote" in Deutschland. Die Filterleiste enthält einen Punkt "Homeoffice", der aber hybride Modelle einschließt. Prüfe vor der Bewerbung in der Anzeige selbst, wie viele Bürotage verlangt werden.

Indeed Deutschland Startseite mit Suchfeldern für Jobtitel und Ort.
Indeed kombiniert Stichwortsuche und Homeoffice-Filter. (Quelle: Indeed)
  • Kosten: kostenlos
  • Stellen: 36.980 für "remote"
  • Filter: Homeoffice, Anstellungsart, Datum, Schnellbewerbung

18. Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit: Homeoffice-Anteil in Prozent

Die Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit führte 734.842 Stellen, davon 21.348 mit Homeoffice. Anders als die anderen Portale zeigt sie den Anteil an: Anzeigen tragen Labels wie "Homeoffice (bis zu 40 %)" oder "Homeoffice (bis zu 10 %)". Vollständig remote ist hier selten, für Teilzeit- und regionale Stellen mit Homeoffice-Anteil ist die Suche aber stark. Gehaltsangaben stehen in vielen Anzeigen, Alerts gibt es über "Jobs per E-Mail".

Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit mit Suchfeldern und Berufsfeldern.
Die Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit zeigt den Homeoffice-Anteil je Stelle. (Quelle: Bundesagentur für Arbeit)
  • Kosten: kostenlos
  • Stellen: 21.348 mit Homeoffice
  • Filter: Homeoffice möglich, Arbeitszeit, Ort und Umkreis, "Jobs per E-Mail"

Sind Remote-Jobbörsen kostenlos?

Bei neun der 18 Remote-Jobbörsen sind Suche und Bewerbung kostenlos: remote-job.net, Himalayas, EU Remote Jobs, Wellfound, Jobspresso, RemoteDACH, StepStone, Indeed und die Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit. Bei den übrigen reicht die Gratis-Version zum Stöbern, für volle Bewerbungs- oder Suchfunktionen verlangen sie ein Abo.

  • FlexJobs und Remote.co: ab 2,95 US-Dollar für 14 Tage, danach 23,95 US-Dollar alle vier Wochen; ohne Abo keine Bewerbung
  • We Work Remotely Pro: 14,95 US-Dollar im Monat, 12 Monate Laufzeit, für unbegrenzte Bewerbungen
  • Remote OK Premium: 14,95 US-Dollar im Monat, 12 Monate Laufzeit, für frühen Zugang und Zeitzonenfilter
  • Remotive: Mitgliedschaft mit länderabhängigem Preis, für die volle Stellenliste
  • Working Nomads Premium: 17,95 US-Dollar im Monat oder 79,95 US-Dollar im Jahr
  • Remote Rocketship: 29 US-Dollar im Monat oder 99 US-Dollar im Jahr
  • remotely.de Premium: 19 Euro im Monat, für den täglichen Such-Agenten
  • zuhausejobs.com Premium: 14 Euro im Monat, für alle Stellen
  • LinkedIn Premium Career: ab 29,98 Euro im Monat, für Zusatzfunktionen

Ein Abo lohnt sich, wenn du aktiv suchst und die Börse in deiner Nische klar mehr passende Stellen zeigt als die kostenlosen. Achte auf die Laufzeit: Bei We Work Remotely und Remote OK läuft Premium auch nach einer Kündigung bis zum Ende der 12 Monate weiter. Wer nur ein paar Wochen sucht, ist mit einem Monatsabo oder einer Börse mit Geld-zurück-Garantie besser bedient.

Welche Remote-Jobbörse passt zu dir?

Die beste Remote-Jobbörse hängt von deinem Beruf, deiner Sprache und deinem Wohnsitz ab. Kombiniere eine Spezialbörse mit einer deutschsprachigen Börse und einem klassischen Portal, dann deckst du die meisten passenden Stellen ab.

ProfilErste WahlZusätzlich prüfen
Ohne Konto auf Deutsch quer durch alle Funktionenremote-job.netHimalayas, RemoteDACH
Softwareentwicklung, DevOps, DatenHimalayasremote-job.net, Remotive, We Work Remotely
Marketing, Content, VertriebRemotiveremotely.de, LinkedIn
Kundenservice und Supportremotely.dezuhausejobs.com, Working Nomads
Startup-Jobs mit EquityWellfoundRemote Rocketship
Wohnsitz in Österreich oder der SchweizRemoteDACHEU Remote Jobs, Himalayas
Deutschsprachige Festanstellungremotely.deStepStone mit "Nur Home-Office", RemoteDACH
Einstieg ohne Berufserfahrungzuhausejobs.comJobsuche der Bundesagentur für Arbeit
Freiberuflich für internationale KundenWorking NomadsRemote OK, FlexJobs
Entscheidungsbaum: Drei Ja-Nein-Fragen führen zur passenden Remote-Jobbörse für Beruf und Wohnsitz.
Die erste Wahl ergänzt du mit einem klassischen Portal und dessen Remote-Filter.

Für den Einstieg ohne Erfahrung lohnt auch ein Blick auf realistische Wege ins Homeoffice in unserem Ratgeber zum Remote arbeiten, dort geht es um Modelle, Rechte und Pflichten.

Seriöse Remote-Jobs erkennen

Seriöse Arbeitgeber verlangen von Bewerbern kein Geld, weder für Schulungen noch für Equipment oder eine "Bearbeitungsgebühr". FlexJobs schreibt das in seinen Hinweisen zu Betrug ausdrücklich: Das Unternehmen fordert nie Geld für eine Stelle und kommuniziert nicht über WhatsApp oder Telegram. Remotive warnt, dass angebliche Recruiter-SMS in seinem Namen Betrug sind, weil die Börse selbst niemanden per SMS kontaktiert.

Diese Warnsignale tauchen bei unseriösen Remote-Angeboten immer wieder auf.

  • Vorkasse in jeder Form, etwa für Starter-Kits, Software oder Schulungen
  • Bewerbungsgespräch nur per Chat in Messenger-Apps, ohne Videotermin
  • ein Scheck oder eine Überweisung, mit der du Equipment kaufen und den Rest zurücküberweisen sollst
  • ein ungewöhnlich hohes Gehalt bei sehr vager Aufgabenbeschreibung
  • frühe Fragen nach Ausweiskopie, Bankdaten oder Steuer-ID vor einem Vertrag
  • eine Firma ohne Impressum, ohne Website oder mit frisch registrierter Domain

Prüfe die Firma vor der Bewerbung: Impressum, Handelsregister und echte Mitarbeiterprofile auf LinkedIn sind schnell gecheckt. Börsen mit Vorabprüfung wie FlexJobs, Remotive, Working Nomads, EU Remote Jobs, Jobspresso, RemoteDACH und zuhausejobs.com senken das Risiko, ersetzen den eigenen Blick aber nicht. Konkrete Beispiele für Maschen mit bekannten Firmennamen zeigt unser Beitrag über Homeoffice-Jobs bei Amazon.

Remote-Job bei einer Firma im Ausland: Vertrag und Zeitzone

Wer über eine internationale Remote-Jobbörse eine Stelle findet, arbeitet meist in einem von drei Modellen. Welches es ist, entscheidet über Sozialversicherung, Steuern und Kündigungsschutz.

  • Anstellung über eine deutsche Gesellschaft: Die Firma hat eine Niederlassung in Deutschland und stellt dich ganz normal nach deutschem Arbeitsrecht an.
  • Anstellung über einen Employer of Record: Ein Dienstleister wie Deel oder Oyster ist rechtlich dein Arbeitgeber in Deutschland, du arbeitest aber für die ausländische Firma.
  • Freie Mitarbeit: Du stellst Rechnungen als Selbstständiger. Das ist flexibel, du trägst aber Kranken- und Rentenversicherung selbst und musst auf Scheinselbstständigkeit achten.

Kläre im ersten Gespräch, welches Modell gilt und wie viele Stunden sich deine Arbeitszeit mit dem Team überschneiden soll. Bei US-Firmen von der Westküste liegen neun Stunden Zeitverschiebung zwischen Kalifornien und Deutschland, Termine fallen dann oft auf den Abend. Wer selbstständig startet, findet die Grundlagen im Ratgeber Freelancer werden. Wer aus dem Ausland arbeiten will, liest vorher unsere Seiten zu Workation und digitalen Nomaden.

So nutzt du Remote-Jobbörsen effizient

Richte auf zwei bis drei Börsen gespeicherte Suchen mit Alert ein und filtere von Anfang an nach erlaubtem Wohnsitz, statt täglich große Listen durchzusehen. Diese Schritte sparen am meisten Zeit.

  1. Wähle eine internationale und eine deutschsprachige Börse sowie ein klassisches Portal, passend zu deinem Profil aus der Tabelle oben.
  2. Stelle den Standortfilter auf Deutschland, Europa oder deine Zeitzone, bevor du nach Berufen suchst.
  3. Speichere die Suche als Job-Alert. Bei Himalayas, RemoteDACH, Working Nomads und StepStone ist das kostenlos.
  4. Schreib in den Lebenslauf deinen Wohnort, deine Zeitzone und ob du in Deutschland angestellt werden kannst. Recruiter internationaler Firmen filtern genau danach.
  5. Zeig in Anschreiben und Profil Erfahrung mit asynchroner Arbeit, etwa mit Tools wie Slack, Notion oder Jira, und nenne ein Beispiel für selbstständig geplante Projekte.
  6. Bewirb dich bei neuen Stellen früh. Bei Remotive und Remote OK sehen zahlende Mitglieder neue Anzeigen vor allen anderen.

Wie sich der Remote-Arbeitsmarkt insgesamt entwickelt, ordnet unser Beitrag Remote Jobs 2026: Warum sich der Markt still verändert ein. Arbeitgeber, die vollständig remote einstellen, sammelt die Übersicht zu 100 % Homeoffice-Jobs.

Häufige Fragen zu Remote-Jobbörsen

Welche Jobbörsen gibt es für Remote-Jobs?

Für Remote-Jobs gibt es Börsen mit deutscher Oberfläche und internationalem Stellenpool wie unsere eigene Börse remote-job.net, internationale Spezialbörsen wie Remotive, Himalayas, We Work Remotely, EU Remote Jobs und Remote OK, deutschsprachige Remote-Börsen wie remotely.de, RemoteDACH und zuhausejobs.com sowie klassische Portale wie LinkedIn, StepStone und Indeed mit Remote- oder Homeoffice-Filter. In diesem Vergleich stehen 18 davon mit Kosten und Stellenzahl.

Wo finde ich 100 Prozent Remote-Jobs in Deutschland?

Vollständig remote Stellen mit deutschem Arbeitsvertrag findest du am gezieltesten auf remotely.de im Bereich Remote Jobs, auf zuhausejobs.com und auf RemoteDACH mit dem Wohnsitz-Filter Deutschland. Auf StepStone hilft der Filter "Nur Home-Office", der aus 53.632 Homeoffice-Treffern 407 vollständig ortsunabhängige Stellen macht.

Was bedeutet remote in einer Stellenanzeige?

Remote bedeutet in einer Stellenanzeige, dass die Arbeit ohne Anwesenheit im Büro erledigt wird. Ob das von überall gilt, steht in der Standortangabe: "Worldwide" heißt weltweit, "Europe" oder "CET +/- 3 hours" heißt Wohnsitz in Europa, "US only" schließt Bewerber aus Deutschland aus. Homeoffice-Stellen können dagegen regelmäßige Bürotage vorsehen.

Sind Remote-Jobbörsen seriös?

Die bekannten Remote-Jobbörsen sind seriös, einzelne Anzeigen auf ihnen aber nicht immer. Börsen wie FlexJobs, Remotive, EU Remote Jobs oder RemoteDACH prüfen Anzeigen vor der Veröffentlichung. Ein sicheres Warnsignal ist jede Geldforderung des Arbeitgebers, etwa für Equipment oder Schulungen.

Kann ich mich aus Deutschland bei US-Firmen remote bewerben?

Ja, bewerben darfst du dich immer, angestellt wirst du aber nur, wenn die Anzeige Deutschland, Europa oder weltweit als Wohnsitz erlaubt und die Firma dich in Deutschland beschäftigen kann. Auf Himalayas und Remotive war das bei 4,8 bis 6,7 Prozent der Stellen der Fall. Viele US-Firmen stellen nur in den USA ein oder arbeiten mit Bewerbern aus dem Ausland ausschließlich auf freiberuflicher Basis.

Welche Remote-Jobbörse ist kostenlos?

Kostenlos suchen und bewerben kannst du unter anderem bei remote-job.net (auch ohne Konto), Himalayas, EU Remote Jobs, Wellfound, RemoteDACH, StepStone, Indeed und in der Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit. We Work Remotely, Remote OK, Working Nomads und remotely.de haben eine kostenlose Basisversion und kostenpflichtige Zusatzfunktionen.

Fazit

Die beste Strategie für Remote-Jobs aus dem DACH-Raum ist eine Kombination aus drei Remote-Jobbörsen: remote-job.net als kostenloser Einstieg auf Deutsch mit Regionsfilter, Remotive für eine kuratierte, nach Ländern sortierte Auswahl in Tech und Marketing, und remotely.de oder RemoteDACH für deutschsprachige Stellen mit deutschem Vertrag. Himalayas ergänzt das als großer kostenloser Pool mit Länderfilter. Auf LinkedIn und StepStone lohnt sich die Suche nur mit dem echten Remote-Filter, sonst landest du bei Stellen mit Bürotagen. Ein Abo zahlst du am besten erst, wenn die kostenlosen Börsen in deiner Nische ausgeschöpft sind, und dann mit kurzer Laufzeit.

Max Benz
Geschrieben von Max Benz

Remote-Work-Redakteur

Max Benz schreibt über Remote Work, Produktivität und Tools für ortsunabhängiges Arbeiten.

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