Der Markt für Projektmanagement-Tools ist unübersichtlich geworden. Über hundert Anbieter werben um Teams, die Aufgaben, Deadlines und Kommunikation an einem Ort bündeln wollen, und die Preise reichen von kostenlos bis mehrere hundert Euro im Monat. Manche Tools setzen auf einfache Kanban-Boards, andere auf detaillierte Ressourcenplanung oder auf die Kombination aus Aufgabenverwaltung und Dokumentation. Welches Tool passt, hängt stärker von der Teamgröße, dem Budget und den Datenschutz-Anforderungen ab als vom reinen Funktionsumfang.
Wir haben 15 der aktuell relevantesten Tools verglichen und jeden Preis im August 2026 direkt auf der Anbieterseite geprüft, ergänzt um zwei unabhängige Quellen dort, wo die Preisseite technisch nicht erreichbar war. Keine Schätzungen, keine veralteten Zahlen. Am Ende findet ihr eine Vergleichstabelle, 15 ausführliche Einzelbewertungen mit Vorteilen, Nachteilen und Preisen, eine Auswahl-Checkliste sowie Antworten auf die häufigsten Fragen zur Wahl des richtigen Tools.
Was sind Projektmanagement-Tools und wer braucht sie?
Projektmanagement-Tools sind Software-Anwendungen, die Aufgaben, Termine, Ressourcen und die Kommunikation eines Teams an einem zentralen Ort organisieren. Statt E-Mails, Tabellen und Haftnotizen zu jonglieren, sehen alle Beteiligten in einer Ansicht, wer woran arbeitet, welche Aufgabe als Nächstes ansteht und bis wann etwas fertig sein muss.
Die meisten Tools bieten dafür mehrere Grundfunktionen: Aufgabenlisten oder Kanban-Boards, Zeitpläne oder Gantt-Diagramme, Dateiablage, Kommentarfunktionen für die Team-Kommunikation und Berichte, die den Fortschritt sichtbar machen. Manche Anbieter ergänzen das um Zeiterfassung, Budgetkontrolle oder KI-gestützte Zusammenfassungen.
Sinnvoll sind solche Tools für fast jedes Team ab zwei Personen: Agenturen, Softwareteams, Marketingabteilungen, Freelancer mit mehreren Kunden und Unternehmen, die remote oder hybrid arbeiten. Je verteilter das Team, desto wichtiger die gemeinsame Übersicht. Eine live aktualisierte Ansicht ersetzt lose Statusmails und veraltete Tabellenversionen, was sich auch direkt auf die Produktivität im Homeoffice auswirkt.
Projektmanagement Tools im Vergleich: Preise, Gratisversion und Hosting
Bevor ihr euch durch alle 15 Tools lest, lohnt sich der schnelle Blick auf die wichtigsten Fakten nebeneinander. Die folgende Tabelle zeigt den Einstiegspreis pro Nutzer und Monat, ob eine Gratisversion existiert und wo die Anbieter ihre Server betreiben, soweit öffentlich angegeben.
| Tool | Startpreis | Gratisversion | Hosting / DSGVO | Am besten für |
|---|---|---|---|---|
| Asana | ab 10,99 $/Nutzer/Monat (jährlich) | ja, bis 2 Nutzer | US-Anbieter | visuelle Roadmaps, viele Integrationen |
| Trello | ab 5 $/Nutzer/Monat (jährlich) | ja, bis 10 Mitglieder/Workspace | US-Anbieter (Atlassian) | einfache Kanban-Boards |
| monday.com | ab 9 €/Sitz/Monat (jährlich) | ja, bis 2 Sitze | US-Anbieter, EU-Option laut Anbieter | anpassbare visuelle Workflows |
| ClickUp | ab 7 $/Nutzer/Monat (jährlich) | ja, Free Forever | US-Anbieter | All-in-one für Aufgaben, Docs, Ziele |
| Jira | ab 7,91 $/Nutzer/Monat | ja, bis 10 Nutzer | US-Anbieter (Atlassian) | agile Software-Teams |
| Notion | ab 9,50 €/Mitglied/Monat | ja, eingeschränkt | US-Anbieter | Doku, Wiki und Aufgaben kombiniert |
| Wrike | ab 10 $/Nutzer/Monat | ja | US-Anbieter mit EU-Rechenzentrum laut Anbieter | komplexe Ressourcenplanung |
| Basecamp | ab 25 $/Monat Flatrate | ja, 1 Projekt, bis 5 Nutzer | US-Anbieter | einfache Team-Kommunikation |
| Smartsheet | ab 9 $/Nutzer/Monat (jährlich) | nein, nur Testversion | US-Anbieter | tabellenbasiertes Portfoliomanagement |
| Airtable | ab 20 $/Nutzer/Monat (jährlich) | ja | US-Anbieter | Datenbank- und Spreadsheet-Flexibilität |
| Todoist | ab 5 €/Nutzer/Monat (jährlich) | ja, Beginner-Plan | US-Anbieter (Doist) | persönliche Aufgabenlisten, sehr kleine Teams |
| MeisterTask | ab 13,50 €/Nutzer/Monat | ja, bis 3 Projekte | Deutschland, DSGVO-konform | einsteigerfreundliches Kanban |
| Zoho Projects | ab 4 €/Nutzer/Monat (jährlich) | ja, bis 5 Nutzer | EU-Rechenzentrum laut Anbieter | preisbewusste Zoho-Nutzer |
| Microsoft Project | ab 679,99 $ einmalig (Desktop) | nein | lokal installiert; Cloud-Variante über Microsoft 365 | Unternehmen mit Microsoft-365-Umgebung |
| awork | ab 5 €/Nutzer/Monat (jährlich) | nein, 14 Tage Testversion | Deutschland, DSGVO-konform | Agenturen mit Zeiterfassung |
Alle Preise stammen von den offiziellen Preisseiten der Anbieter, Stand August 2026. Softwarepreise ändern sich häufig und variieren teils nach Region und Abrechnungswährung, prüft die aktuellen Zahlen also vor einem Kauf direkt beim Anbieter.

Asana: visuelle Roadmaps und starke Integrationen

Asana eignet sich für Teams, die Projekte als Liste, Board, Zeitachse oder Kalender darstellen wollen und viel Wert auf App-Integrationen legen. Der Anbieter positioniert sich selbst als eines der etabliertesten Tools im Markt und punktet vor allem mit Übersicht über mehrere Projekte hinweg. Der kostenlose Plan reicht für sehr kleine Teams, größere Teams brauchen einen bezahlten Tarif, sobald mehr als zwei Personen mitarbeiten.
Vorteile
- Intuitive Einrichtung ohne lange Einarbeitung
- Mehrere Ansichten für dasselbe Projekt, von Liste bis Zeitachse
- Große Auswahl an App-Integrationen, von Slack bis Google Workspace
Nachteile
- Detaillierte Datenauswertung bleibt den teureren Tarifen vorbehalten
- Der kostenlose Plan begrenzt die Nutzerzahl auf zwei
Preise
Der Personal-Plan ist für bis zu zwei Nutzer kostenlos. Der Starter-Plan kostet 10,99 US-Dollar pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung oder 13,49 US-Dollar bei monatlicher Zahlung. Der Advanced-Plan liegt bei 24,99 US-Dollar jährlich beziehungsweise 30,49 US-Dollar monatlich. Wer Zeiterfassung und Budgets braucht, zahlt laut Anbieter zusätzlich 5,99 US-Dollar pro Nutzer und Monat als Add-on bei jährlicher Abrechnung. Enterprise-Preise gibt es nur auf Anfrage.
Trello: Kanban-Boards in ihrer einfachsten Form

Trello hat das digitale Kanban-Board bekannt gemacht: Board, Listen, Karten, fertig. Ein Board bildet das Projekt ab, Listen stehen für Status wie „Zu erledigen“, „In Bearbeitung“ und „Erledigt“, und jede Aufgabe landet als Karte mit Titel und Beschreibung in der passenden Liste. Das Tool gehört zu Atlassian und profitiert von deren Infrastruktur, bleibt in der Bedienung aber bewusst schlank. Für größere, verzweigte Projekte mit vielen Abhängigkeiten stößt das Tool aber an Grenzen.
Vorteile
- Sehr niedrige Einstiegshürde durch Drag-and-drop-Bedienung
- Kostenloser Plan bereits für bis zu zehn Mitglieder pro Workspace nutzbar
- Automatisierungen ab dem Standard-Tarif enthalten, im Free-Plan bereits 250 Ausführungen im Monat
Nachteile
- Wächst schlecht mit komplexen, mehrstufigen Projekten
- Kein Live-Chat-Support in den unteren Tarifen
Preise
Der Free-Plan deckt bis zu zehn Mitglieder pro Workspace ab und erlaubt bis zu zehn Boards. Der Standard-Tarif kostet 5 US-Dollar pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung oder 6 US-Dollar monatlich. Premium liegt bei 10 US-Dollar jährlich beziehungsweise 12,50 US-Dollar monatlich und bringt Kalender-, Zeitachsen- und Dashboard-Ansichten mit. Enterprise startet bei 17,50 US-Dollar pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung.
monday.com: anpassbare Workflows mit modernem Design

monday.com richtet sich an Teams, die ihre Arbeitsabläufe stark individualisieren wollen, ohne auf ein aufgeräumtes, farbenfrohes Interface zu verzichten. Neben klassischem Projektmanagement, das der Anbieter “Work Management” nennt, bietet monday.com separate Produktlinien für CRM, Kundenservice und Softwareentwicklung an, die sich einzeln oder kombiniert buchen lassen.
Vorteile
- Sehr flexible Boards mit vielen Ansichtsoptionen
- Modernes, leicht verständliches Interface auch für technisch weniger versierte Teams
- Eigene Varianten für CRM, Kundenservice und Entwicklung verfügbar
Nachteile
- Bezahlte Tarife verlangen meist mindestens drei bis zehn Sitze
- Kostenlose Testphase ist auf 30 Tage begrenzt
Preise
Der Free-Plan gilt für bis zu zwei Sitze mit drei Boards. Der Basic-Tarif kostet 9 Euro pro Sitz und Monat bei jährlicher Abrechnung, Standard 12 Euro und Pro 19 Euro, jeweils ab zehn Sitzen und inklusive eines Kontingents an KI-Guthaben, das mit dem Tarif steigt. Enterprise-Preise erhaltet ihr nur auf Anfrage.
ClickUp: All-in-one-Tool für Aufgaben, Docs und Ziele

ClickUp bündelt Aufgabenverwaltung, Dokumente, Ziele und zunehmend auch KI-Funktionen in einer Anwendung. Über die Docs-Funktion lassen sich Wikis und Standardprozesse direkt mit Aufgaben verknüpfen, und die Goals-Funktion verfolgt Unternehmensziele mit automatisch berechnetem Fortschritt. Mit mehr als 15 anpassbaren Ansichten von Liste über Board bis Gantt, Kalender und Workload deckt ClickUp deutlich mehr Anwendungsfälle ab als schlankere Alternativen wie Trello, wirkt dadurch aber auch unübersichtlicher.
Vorteile
- Sehr großer Funktionsumfang in einem einzigen Tool
- Free-Forever-Plan ohne Zeitlimit, wenn auch mit Speicherbegrenzung
- Gantt-Diagramme bereits im Unlimited-Tarif enthalten
Nachteile
- Der große Funktionsumfang verlängert die Einarbeitungszeit
- KI-Funktionen kosten zusätzlich zum Basis-Tarif, ab 9 US-Dollar pro Nutzer und Monat für den Brain-AI-Zusatz
Preise
Der Free-Forever-Plan ist dauerhaft kostenlos, aber auf 60 MB Speicher und fünf Spaces begrenzt. Der Unlimited-Tarif kostet 7 US-Dollar pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung oder 10 US-Dollar monatlich. Business liegt bei 12 US-Dollar jährlich beziehungsweise 19 US-Dollar monatlich und bringt unter anderem unbegrenzte Dashboards mit. Enterprise-Preise gibt es nur auf Anfrage.
Jira: der Standard für agile Softwareteams

Jira stammt von Atlassian und ist besonders bei Entwicklungsteams verbreitet, die nach Scrum oder Kanban arbeiten. Das Tool bildet Backlogs, Sprints und Boards ab, bietet Roadmaps für die teamübergreifende Planung und deckt als eines der ursprünglichen Bug- und Issue-Tracking-Tools der Branche auch die Fehlererfassung mit ab. Workflows lassen sich frei an die eigene Teamstruktur anpassen, und das Tool verzahnt sich eng mit Confluence für Dokumentation und Bitbucket für Code. Für klassisches, nicht-technisches Projektmanagement ist Jira eher zu spezialisiert und wirkt schnell überladen.
Vorteile
- Tiefe Unterstützung für Scrum- und Kanban-Workflows
- Starke Verzahnung mit anderen Atlassian-Produkten wie Confluence
- Kostenloser Plan bereits für bis zu zehn Nutzer mit 2 GB Speicher
Nachteile
- Für nicht-technische Teams oft zu komplex und begriffslastig
- Automatisierungen sind im Standard-Tarif mit 1.700 Ausführungen im Monat begrenzt
Preise
Der Free-Plan gilt für bis zu zehn Nutzer. Standard kostet 7,91 US-Dollar pro Nutzer und Monat, Premium 14,54 US-Dollar und bringt unter anderem unbegrenzten Speicher sowie eine 99,9-Prozent-Verfügbarkeitsgarantie mit. Enterprise-Preise gibt es nur bei jährlicher Abrechnung und auf Anfrage.
Notion: Wiki, Dokumente und Aufgaben in einem Arbeitsbereich

Notion verbindet eine zentrale Wissensdatenbank, frei gestaltbare Dokumentseiten und Aufgabenlisten in einem Arbeitsbereich. Aufgaben lassen sich als Tabelle, Kanban-Board, Kalender oder Zeitleiste anzeigen und über verknüpfte Datenbanken direkt mit übergeordneten Projekten und Verantwortlichen verbinden. Teams, die Dokumentation und Projektmanagement nicht in getrennten Tools führen wollen, finden hier eine der flexibelsten Lösungen im Vergleich, weil sich fast jede Seite individuell aus Datenbanken, Text und eingebetteten Ansichten zusammenbauen lässt.
Vorteile
- Sehr flexible Seitenstruktur für Dokumente, Wikis und Aufgaben
- Gute Vorlagenauswahl für unterschiedliche Teamgrößen und Anwendungsfälle
- Externe Gäste lassen sich unkompliziert einladen, bis zu zehn im Free-Plan
Nachteile
- Klassische Projektmanagement-Funktionen wie Gantt-Diagramme wirken angeflanscht
- Die freie Struktur kann bei großen Teams ohne klare Konventionen unübersichtlich werden
Preise
Der Free-Plan ist mit Einschränkungen ab zwei Mitgliedern nutzbar, unter anderem mit einer siebentägigen Seitenhistorie. Plus kostet 9,50 Euro pro Mitglied und Monat mit unbegrenzten Seiten und 30 Tagen Versionshistorie, Business 19,50 Euro mit zusätzlichen Sicherheitsfunktionen wie SAML SSO. Enterprise-Preise gibt es nur auf Anfrage.
Wrike: Ressourcenplanung für größere Teams

Wrike zielt auf Teams ab, die Kapazitäten und Auslastung über mehrere Projekte hinweg im Blick behalten müssen. Die Einrichtung dauert länger als bei schlankeren Tools, dafür ist der Funktionsumfang für komplexe Organisationen mit vielen parallelen Projekten entsprechend groß, inklusive Budgetierung und Business-Intelligence-Reporting in den höheren Tarifen.
Vorteile
- Gute Übersicht über Auslastung und Kapazitäten im Team
- Interaktive Gantt-Diagramme bereits im Team-Tarif
- Umfangreiche Integrationsmöglichkeiten, unter anderem mit Google Drive und Box
Nachteile
- Die Ersteinrichtung braucht spürbar mehr Zeit als bei Trello oder Asana
- Kein Offline-Modus verfügbar
Preise
Der Free-Plan deckt die Grundfunktionen ab, darunter Board- und Tabellenansicht. Der Team-Tarif kostet 10 US-Dollar pro Nutzer und Monat und ist für zwei bis 15 Nutzer gedacht, Business liegt bei 25 US-Dollar für fünf bis 200 Nutzer. Ein digitales Whiteboard lässt sich für 15 US-Dollar pro Nutzer und Monat dazubuchen. Pinnacle und Apex mit erweiterten KI- und Reporting-Funktionen sind nur auf Anfrage erhältlich.
Basecamp: einfache Kommunikation statt Funktionsflut

Basecamp verzichtet bewusst auf viele Funktionen, die andere Tools anbieten, etwa Gantt-Diagramme oder Ressourcenplanung, und setzt stattdessen auf klare Team-Kommunikation. Ein Message Board bündelt Ankündigungen und Diskussionen, To-do-Listen verwalten Aufgaben mit Zuständigkeiten und Fristen, der eingebaute Gruppenchat Campfire ersetzt schnelle Zwischenfragen per E-Mail, und ein eigener Bereich für Dokumente und Dateien hält alles griffbereit. Das macht das Tool besonders für kleine Teams attraktiv, die keine komplexe Software wollen und stattdessen schnell loslegen möchten.
Vorteile
- Sehr einfache, aufgeräumte Bedienoberfläche
- Feste Monatspreise statt Abrechnung pro Nutzer ab dem Studio-Tarif
- Klarer Fokus auf Team-Kommunikation statt Feature-Overload
Nachteile
- Für umfangreiche, mehrstufige Projekte nicht ausgelegt
- Keine Gantt-Diagramme oder Kapazitätsplanung
Preise
Der Free-Plan gilt für ein Projekt, 1 GB Speicher und bis zu fünf Nutzer. Der Freelancer-Tarif kostet 25 US-Dollar im Monat für bis zu 20 Nutzer und drei aktive Projekte, Studio 59 US-Dollar mit unbegrenzten Nutzern und bis zu zehn Projekten, Pro 100 US-Dollar im Monat für bis zu 25 Projekte. Die Unlimited Edition kostet 300 US-Dollar im Monat bei jährlicher Abrechnung und erlaubt unbegrenzt viele Projekte.
Smartsheet: Tabellenkalkulation trifft Projektmanagement

Smartsheet richtet sich an Teams, die Projekte lieber in Tabellenform statt in Kanban-Boards steuern. Wer bereits viel mit Excel oder Google Sheets arbeitet, findet sich hier schnell zurecht, weil sich Formeln, Filter und bedingte Formatierung ähnlich anfühlen. Besonders im Portfoliomanagement über mehrere Projekte hinweg spielt das Tool seine Stärken aus.
Vorteile
- Vertraute Tabellenlogik für Excel-erfahrene Teams
- Starke Funktionen für Portfolio- und Programmmanagement
- Automatisierungen bereits im Pro-Tarif enthalten
Nachteile
- Keine dauerhaft kostenlose Version, nur eine Testphase
- Für kleine, einfache Projekte oft überdimensioniert
Preise
Der Pro-Tarif kostet nach zwei unabhängig voneinander recherchierten Quellen ab 9 US-Dollar pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung oder 12 US-Dollar bei monatlicher Zahlung, ausgelegt für ein bis zehn Mitglieder. Business liegt bei etwa 19 US-Dollar pro Nutzer und Monat ab drei Mitgliedern. Die offizielle Preisseite war während der Recherche für diesen Artikel technisch nicht direkt erreichbar, weshalb wir die Zahlen anhand von zwei aktuellen, übereinstimmenden Quellen abgesichert haben. Prüft den genauen Preis vor einem Kauf zusätzlich direkt bei Smartsheet.
Airtable: Datenbank und Spreadsheet in einem Tool

Airtable sieht auf den ersten Blick aus wie eine Tabellenkalkulation, ist im Kern aber eine Datenbank. Dieselben Datensätze lassen sich je nach Bedarf als Tabelle, Kanban-Board, Kalender oder Galerie anzeigen, was Teams hilft, die Projekte, Inhalte oder Produktkataloge gleichzeitig verwalten wollen.
Vorteile
- Sehr flexible Datenstrukturen mit verknüpften Tabellen
- Kanban-, Kalender- und Galerieansicht für dieselben Daten
- Kostenlose Version bereits für kleine Teams nutzbar
Nachteile
- Fehlende projektübergreifende Gesamtübersicht ohne Zusatzkonfiguration
- Erfordert etwas Einarbeitung in das Datenbank-Denken
Preise
Der Free-Plan ist für kleine Teams ausgelegt. Der Team-Tarif kostet 20 US-Dollar pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, Business 45 US-Dollar mit zusätzlichen Verwaltungsfunktionen. Enterprise-Preise werden individuell nach Unternehmensgröße kalkuliert, abgerechnet wird nur für Nutzer mit Bearbeitungsrechten, nicht für reine Betrachter.
Todoist: persönliche Aufgabenlisten und kleine Teams

Todoist ist in erster Linie eine To-do-App für Einzelpersonen, lässt sich aber über den Business-Tarif auch für kleine Teams nutzen. Wer ein schlankes Werkzeug ohne Boards oder Gantt-Diagramme sucht und stattdessen einfache, schnell erfassbare Aufgabenlisten bevorzugt, ist hier richtig.
Vorteile
- Extrem schnelle, unkomplizierte Aufgabenerfassung
- Übersichtliche Listen-, Board- und Kalenderansicht
- Über 90 Integrationen mit anderen Apps
Nachteile
- Kein klassisches Projektmanagement mit Ressourcenplanung
- Team-Funktionen sind deutlich schmaler als bei dedizierten PM-Tools
Preise
Der Beginner-Plan ist kostenlos und erlaubt bis zu fünf persönliche Projekte. Pro kostet 5 Euro pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, was 60 Euro im Jahr entspricht, und erweitert das Limit auf 300 Projekte. Business liegt bei 8 Euro pro Nutzer und Monat beziehungsweise 96 Euro im Jahr zuzüglich lokaler Steuer und bringt einen geteilten Team-Workspace mit bis zu 500 Team-Projekten mit.
MeisterTask: einsteigerfreundliches Kanban aus Deutschland

MeisterTask stammt vom deutschen Anbieter MeisterLabs und punktet mit einer besonders schnellen Einarbeitung. Aufgaben lassen sich in Kanban-Boards organisieren, und wer bereits mit Trello oder Asana gearbeitet hat, findet sich in wenigen Minuten zurecht. Für Teams, denen der deutsche Serverstandort wichtig ist, gehört das Tool zu den naheliegendsten Optionen im Vergleich.
Vorteile
- Deutscher Anbieter mit DSGVO-konformer Datenverarbeitung
- Sehr kurze Einarbeitungszeit dank aufgeräumter Oberfläche
- Import aus konkurrierenden Tools möglich
Nachteile
- Funktionsumfang bleibt hinter größeren All-in-one-Tools wie ClickUp zurück
- Eher auf kleine und mittlere Teams ausgelegt
Preise
Der Free-Plan gilt dauerhaft für bis zu drei Projekte und fünf Notizen. Der Pro-Tarif kostet 13,50 Euro pro Nutzer und Monat, Business 24 Euro mit unter anderem unbegrenzter Versionshistorie. Beide Tarife lassen sich bei jährlicher Zahlung um bis zu 22 Prozent günstiger buchen. Enterprise-Preise werden individuell verhandelt.
Zoho Projects: günstiger Einstieg für Zoho-Nutzer

Zoho Projects lohnt sich besonders für Teams, die bereits andere Zoho-Anwendungen nutzen, weil sich Projekte direkt mit Zoho Books für die Budgetierung, mit Zoho CRM für die projektbezogene Kundenkommunikation und mit Zoho Desk für Support-Tickets verzahnen lassen. Der Preis pro Nutzer gehört zu den niedrigsten im gesamten Vergleich, auch die Business-Tarife bleiben deutlich unter dem, was US-amerikanische Wettbewerber verlangen.
Vorteile
- Einer der günstigsten Einstiegspreise im Vergleich
- EU-Rechenzentrum laut Anbieterangaben verfügbar
- Enge Integration mit anderen Zoho-Produkten wie CRM oder Analytics
Nachteile
- Muttergesellschaft mit Hauptsitz außerhalb der EU, auch wenn Daten in EU-Rechenzentren liegen können
- Oberfläche wirkt im Vergleich zu monday.com oder Asana weniger modern
Preise
Der Free-Plan gilt für bis zu fünf Nutzer mit drei Projekten. Premium kostet 4 Euro pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung und erlaubt unbegrenzte Projekte, Enterprise 9 Euro mit Single Sign-On und Sandbox-Umgebung, Ultimate 14 Euro mit erweitertem Speicher pro Nutzer, jeweils zuzüglich lokaler Steuern.
Microsoft Project: klassisches Projektmanagement für Microsoft-Umgebungen

Microsoft Project richtet sich an Unternehmen, die bereits stark auf Microsoft 365 setzen und klassisches, plangetriebenes Projektmanagement brauchen. Gantt-Diagramme visualisieren Zeitplan und Abhängigkeiten, die Analyse des kritischen Pfads zeigt, welche Aufgaben die Gesamtdauer direkt beeinflussen, und Ressourcen- sowie Kostenplanung behalten Personal, Material und Budgets im Blick. Über die Server-Variante lassen sich zudem mehrere Projekte gebündelt als Portfolio steuern. Das Tool wirkt neben modernen Kanban-Tools spürbar traditioneller, bietet dafür aber eine Detailtiefe in der Zeitplanung, die viele Cloud-native Tools nicht erreichen.
Vorteile
- Tiefe Integration in die bestehende Microsoft-365-Umgebung
- Sehr detaillierte Ressourcen- und Zeitplanung mit Basislinien und kritischem Pfad
- Automatische Zeitplan-Anpassung bei Änderungen im Projekt
Nachteile
- Hoher Einstiegspreis im Vergleich zu Cloud-nativen Tools
- Steile Lernkurve für Einsteiger ohne klassische PM-Erfahrung
Preise
Project Standard 2024 kostet als einmaliger Kauf 679,99 US-Dollar für eine Lizenz auf einem PC, Project Professional 2024 kostet 1.129,99 US-Dollar und ergänzt umfangreiches Ressourcenmanagement sowie Zeiterfassung. Microsoft bietet zusätzlich cloudbasierte Abo-Pläne über Microsoft 365 an, deren genaue aktuelle Preise sich zum Zeitpunkt der Recherche nicht auf einer offiziellen, direkt abrufbaren Preisseite verifizieren ließen. Fragt für die Cloud-Variante die aktuellen Konditionen direkt bei Microsoft an, statt euch auf ältere Preisangaben zu verlassen.
awork: deutsches Tool für Agenturen mit Zeiterfassung

awork kommt aus Deutschland und kombiniert flexible Kanban-Boards mit Zeiterfassung samt Timer-Funktion und Kapazitätsplanung nach Auslastung und Skills, was das Tool besonders für Agenturen und Dienstleister interessant macht, die Stunden gegenüber Kunden abrechnen müssen. Retainer-Budgets erlauben zudem monatlich wiederkehrende Budgets statt einmaliger Festpreise, ein typisches Agentur-Abrechnungsmodell. Eine dauerhaft kostenlose Version gibt es nicht, dafür aber eine 14-tägige Testphase ohne Kreditkarte und ohne automatische Verlängerung.
Vorteile
- Deutscher Anbieter mit DSGVO-konformer Datenverarbeitung in der EU
- Zeiterfassung und Kapazitätsplanung direkt integriert statt als Zusatztool
- 30-tägige Geld-zurück-Garantie auf Basic-, Standard- und Professional-Tarif
Nachteile
- Keine dauerhaft kostenlose Version verfügbar
- Erweiterte Funktionen wie eigene Subdomain erst ab dem Professional-Tarif
Preise
Der Basic-Tarif kostet 5 Euro pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung oder 7 Euro bei monatlicher Zahlung, empfohlen für ein bis fünf Nutzer. Standard liegt bei 11 Euro jährlich beziehungsweise 14 Euro monatlich und richtet sich an zwei bis 20 Nutzer, Professional bei 19 Euro jährlich beziehungsweise 22 Euro monatlich für fünf bis 100 Nutzer mit eigener Subdomain und unbegrenzten Automatisierungen. Enterprise-Preise mit SSO und Premium-SLAs gibt es nur auf Anfrage.
Wie wählt ihr das richtige Projektmanagement-Tool für euer Team aus?
Die Auswahl fällt leichter, wenn ihr sie an klaren Kriterien statt am reinen Funktionsumfang festmacht. Die folgende Checkliste deckt die Fragen ab, die in der Praxis am häufigsten über die richtige Entscheidung entscheiden.
- Teamgröße: Kleine Teams fahren oft mit Trello, Todoist oder dem Free-Plan von ClickUp günstiger, größere Teams profitieren von den Kapazitäts- und Rechteverwaltungsfunktionen in Wrike oder monday.com.
- Budget: Vergleicht den Preis pro Nutzer bei der tatsächlich benötigten Nutzerzahl, nicht nur den beworbenen Einstiegspreis, und rechnet Add-ons wie Zeiterfassung oder KI-Funktionen mit ein.
- DSGVO-Anforderungen: Wer strenge Vorgaben zum Serverstandort hat, sollte MeisterTask, awork oder Zoho Projects genauer prüfen und sich die aktuelle Datenschutzerklärung des Anbieters ansehen.
- Bestehende Tools: Nutzt ihr bereits Microsoft 365 oder Zoho, sparen Microsoft Project beziehungsweise Zoho Projects zusätzliche Integrationsarbeit und doppelte Lizenzkosten.
- Testphase nutzen: Testet jedes Tool mit einem echten, kleinen Projekt statt nur mit Demodaten, bevor ihr euch langfristig bindet, und bindet mindestens zwei Teammitglieder in den Test ein. Wer im Homeoffice leicht abgelenkt wird, findet in unseren Tipps für mehr Konzentration im Homeoffice zusätzliche Ansätze, die sich gut mit einem PM-Tool kombinieren lassen.
Häufige Fragen zu Projektmanagement-Tools
Was kostet ein Projektmanagement-Tool im Durchschnitt?
Die meisten Tools in diesem Vergleich starten zwischen 4 und 25 Euro beziehungsweise US-Dollar pro Nutzer und Monat im günstigsten kostenpflichtigen Tarif. Enterprise-Tarife mit erweiterten Sicherheits- und Verwaltungsfunktionen kosten in der Regel deutlich mehr und werden meist individuell verhandelt, sodass sich ein pauschaler Enterprise-Preis kaum angeben lässt.
Gibt es gute kostenlose Projektmanagement-Tools?
Ja, mehrere Tools aus diesem Vergleich bieten brauchbare Gratisversionen, etwa Trello für bis zu zehn Mitglieder, ClickUp als Free-Forever-Plan oder Zoho Projects für bis zu fünf Nutzer. Für sehr kleine Teams oder einzelne Freelancer reichen diese kostenlosen Stufen oft völlig aus, solange die Aufgaben überschaubar bleiben.
Welches Tool ist DSGVO-konform und wird in Deutschland oder der EU gehostet?
MeisterTask und awork sind deutsche Anbieter mit Servern in der EU und werben aktiv mit DSGVO-Konformität. Zoho Projects bietet laut eigenen Angaben ebenfalls ein EU-Rechenzentrum an, auch wenn die Muttergesellschaft außerhalb der EU sitzt. Die übrigen Tools in diesem Vergleich sind primär US-amerikanische Anbieter, von denen einige zusätzliche EU-Datenoptionen für höhere Tarifstufen anbieten, was ihr im Zweifel direkt beim Anbieter erfragen solltet. Die genauen Anforderungen an Auftragsverarbeitung und Serverstandort regelt die DSGVO selbst.
Welches Tool eignet sich für kleine Teams?
Für kleine Teams bis etwa fünf Personen eignen sich Trello, Todoist, Basecamp im Freelancer-Tarif oder der Free-Plan von ClickUp besonders gut, weil sie schnell eingerichtet sind und wenig Verwaltungsaufwand verursachen. Wichtiger als der Funktionsumfang ist hier meist eine kurze Einarbeitungszeit, damit das Tool nicht mehr Zeit kostet, als es spart.
Welches Tool eignet sich für große Unternehmen?
Größere Organisationen greifen häufiger zu Wrike, Smartsheet, Jira oder Microsoft Project, weil diese Tools tiefere Rechteverwaltung, Ressourcenplanung über mehrere Projekte hinweg und Enterprise-Sicherheitsfunktionen wie SSO und Audit-Logs bieten. Der zusätzliche Funktionsumfang lohnt sich allerdings erst ab einer gewissen Team- und Projektkomplexität und wird sonst schnell zum reinen Kostenfaktor.
Kann man zwischen Tools wechseln, ohne Daten zu verlieren?
In den meisten Fällen lassen sich Aufgaben und Projekte über CSV-Exporte oder eingebaute Importfunktionen in ein neues Tool übertragen, MeisterTask bewirbt diesen Import aus Konkurrenzprodukten sogar explizit. Komplexere Daten wie Automatisierungen, Zeiterfassungshistorien oder individuelle Felder gehen bei einem Wechsel jedoch häufig verloren und müssen manuell nachgebaut werden, plant für einen Wechsel deshalb einen eigenen kleinen Zeitpuffer ein.
Fazit: Welches Projektmanagement-Tool passt zu euch?
Kein Projektmanagement-Tool ist für alle Teams die beste Wahl. Die Entscheidung hängt von Teamgröße, Budget und Datenschutzanforderungen ab, und genau deshalb vergleicht dieser Artikel 15 statt nur ein Tool. Wer schnell und günstig starten will, ist mit Trello, Todoist oder dem Free-Plan von ClickUp gut bedient. Wer strenge DSGVO-Vorgaben hat, sollte zuerst MeisterTask oder awork testen, und wer bereits tief in einem Ökosystem wie Microsoft 365 oder Zoho steckt, spart mit Microsoft Project beziehungsweise Zoho Projects zusätzliche Integrationsarbeit. Größere Teams mit komplexer Ressourcenplanung fahren meist mit Wrike, Smartsheet oder Jira besser als mit den schlankeren Einsteiger-Tools.
Nutzt die Vergleichstabelle oben als Startpunkt und testet die zwei oder drei Tools, die euren Kriterien am nächsten kommen, mit einem echten Projekt und eurem tatsächlichen Team, bevor ihr euch langfristig festlegt. Die meisten Anbieter erlauben einen Wechsel des Tarifs jederzeit, ein Wechsel des gesamten Tools dagegen kostet fast immer Zeit und sollte deshalb gut vorbereitet sein.