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reMarkable Alternative: Die besten E-Ink Tablets im Vergleich

Die reMarkable Paper Pure, der Nachfolger des reMarkable 2, kostet ab 399 Euro inklusive Marker. Wer danach Cloud-Sync, Handschriftsuche und die Desktop-App voll nutzen will, zahlt zusätzlich 3,99 Euro im Monat für das optionale Connect-Abo. Über drei Jahre läuft das auf knapp 540 Euro für Gerät plus Abo zusammen. Das reMarkable Paper Pro, das aktuelle Flaggschiff mit Farb-E-Ink und Frontlicht, startet inzwischen bei 649 Euro. Dazwischen schiebt sich seit diesem Jahr die reMarkable Paper Pro Move: ein kompakteres 7,3-Zoll-Farbmodell mit Leselicht ab 479 Euro, gedacht für unterwegs statt für den Schreibtisch.

Viele suchen deshalb nach einer Alternative. Der Markt hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt: Geräte von Onyx BOOX, Amazon, Kobo, Supernote, Fujitsu und Sony bieten ähnliche Kernfunktionen, ohne Pflichtabo, teilweise mit offenem Android-System, zu sehr unterschiedlichen Preispunkten.

Die vier stärksten Alternativen auf einen Blick:

  • BOOX Note Air5 C (ab 529,99 Euro) – Testsieger FAZ 2026, Farb-E-Ink, Android 15, Google Play
  • Kindle Scribe (aktuelles Modell ab 519,99 Euro, seit April 2026 auch als Kindle Scribe Colorsoft mit Farbdisplay ab 649,99 Euro) – bestes Amazon-Ökosystem
  • Supernote Nomad (ab 360 Euro) – bestes papierähnliches Schreibgefühl, nur 266 Gramm leicht
  • Kobo Elipsa 2E (ab ca. 360 Euro) – stärkster E-Book-Reader mit Stifteingabe

Worauf kommt es bei einer reMarkable-Alternative an?

Nicht jedes Tablet mit Stift ist eine echte Alternative. Fünf Punkte entscheiden.

E-Ink-Display

E-Ink-Displays unterscheiden sich grundlegend von normalen Tablet-Bildschirmen. Sie verbrauchen im Standby keinen Strom, blenden in der Sonne kaum und ermüden die Augen weniger. Die reMarkable Paper Pure nutzt weiterhin ein 10,3-Zoll-Display mit 226 PPI. Gute Alternativen liegen bei 227 bis 300 PPI und verwenden den aktuellen Carta-1200-Standard.

Wichtig: Nicht alle E-Ink-Tablets haben eine Frontbeleuchtung. Die reMarkable Paper Pure hat keine. Der Kindle Scribe, die BOOX Note Air5 C und der Kobo Elipsa 2E schon. Wer abends ohne Umgebungslicht lesen oder schreiben will, braucht sie.

Farb-E-Ink-Modelle wie das BOOX Note Air5 C, der neue Kindle Scribe Colorsoft oder das reMarkable Paper Pro sehen auf Produktfotos eindrucksvoll aus. Die Farben wirken in der Praxis blasser als auf normalen Tablets (150 PPI Farbauflösung gegenüber 300 PPI schwarz-weiß). Für farbige Notizen und Diagramme sind sie trotzdem sinnvoll.

Schreibgefühl und Stift

Die reMarkable-Geräte haben unter den E-Ink-Tablets weiterhin eines der papierähnlichsten Schreibgefühle. Eine leicht texturierte Oberfläche und sehr geringe Eingabeverzögerung machen das Schreiben angenehm. Keine Alternative erreicht das ganz, aber BOOX und Supernote kommen laut mehreren unabhängigen Vergleichstests nah ran.

Entscheidend beim Vergleich: ob der Stift im Lieferumfang ist (bei BOOX Note Air5 C, Kindle Scribe und Kobo Elipsa 2E inklusive), wie viele Druckstufen er hat (4.096 sind Standard) und ob Handflächenerkennung vorhanden ist.

Betriebssystem und Apps

Hier ist der Unterschied am deutlichsten. Die reMarkable-Geräte laufen auf einem geschlossenen, eigenen System. Externe Apps gibt es nicht, freier Cloudspeicher ohne Abo auch nicht.

Das BOOX Note Air5 C läuft auf Android 15 mit dem Google Play Store. Kindle-App, Google Drive, Notion, Dropbox: alles installierbar, ohne Umweg. Das ist ein erheblicher Unterschied für alle, die ihr Gerät in bestehende Workflows einbinden wollen, statt sich einem geschlossenen System anzupassen, das nur eine einzige Nutzungsweise vorsieht.

Kindle Scribe, Supernote und Kobo laufen auf eigenen Systemen, sind aber gut in ihre jeweiligen Ökosysteme integriert.

Handschriftsuche, OCR und Notiz-Software

Nicht jedes Gerät macht handschriftliche Notizen durchsuchbar oder wandelt sie in Text um, und das ist bei größeren Notizmengen oft wichtiger als das reine Schreibgefühl. Die reMarkable-Geräte wandeln Handschrift direkt in der eigenen App in Maschinentext um. Das Supernote unterstützt Handschrifterkennung in über 60 Sprachen und macht Notizen nativ durchsuchbar. Beim BOOX läuft die Texterkennung über Android-Apps aus dem Play Store, ist also flexibler, aber nicht immer nativ vorinstalliert. Der Kindle Scribe ist hier am schwächsten: Er kann Notizen zwar speichern, eine echte Handschriftsuche oder Text-Konvertierung fehlt dem Gerät bislang.

Abo-Freiheit und Gesamtkosten

Drei Jahre reMarkable Paper Pure mit vollem Funktionsumfang kosten rund 540 Euro (Gerät ab 399 Euro plus Connect-Abo). Alle hier empfohlenen Alternativen kommen ohne Pflichtabo aus. Wer viel schreibt und das Abo wirklich nutzt, zahlt beim reMarkable langfristig deutlich mehr, als der Gerätepreis zunächst vermuten lässt.

Die besten reMarkable-Alternativen 2026 im Überblick

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Vergleichsdaten zusammen, live geprüft im August 2026 auf den Hersteller- und Shopseiten. Aktuelle Preise vor dem Kauf trotzdem noch einmal prüfen, sie schwanken je nach Aktion.

GerätPreis (EUR ca.)DisplayOSAbo nötig?HandschriftsucheAm besten für
BOOX Note Air5 Cab 529,99 €10,3″ Farb-E-Ink, 300 PPI (s/w)Android 15NeinÜber Play-Store-AppsMaximale Flexibilität, Apps, Farbe
BOOX Note Air3ab ca. 430 €10,3″ mono, 227 PPIAndroid 12NeinÜber Play-Store-AppsAndroid-Flexibilität, günstigerer BOOX
Kindle Scribe (2025)ab 519,99 €10,2″ mono, 300 PPIAmazon OSNeinNeinKindle-Nutzer, Amazon-Ökosystem
Kindle Scribe Colorsoftab 649,99 €11″ Farb-E-Ink, 4.096 FarbenAmazon OSNeinNeinFarbige Kindle-Notizen und Comics
Supernote Nomad (A6X2)ab 360 €7,8″ mono, 300 PPIproprietärNeinNativ, 60+ SprachenSchreibgefühl, Portabilität (266 g)
Supernote A5 X2 Mantaab ca. 470 €10,7″ mono, 300 PPIproprietärNeinNativ, 60+ SprachenHandschrift auf großem Display
Kobo Elipsa 2Eab ca. 360 €10,3″ mono, 227 PPIKobo OSNeinNeinHauptsächlich E-Books lesen
Fujitsu Quaderno A5 (2. Gen.)ab ca. 450 €10,3″ monoproprietärNeinEingeschränktPDF-Annotation im Büro
Sony DPT-RP1auslaufend, kaum neu erhältlich13,3″ monoproprietärNeinEingeschränktNur noch gebraucht, für A4-PDFs
reMarkable Paper Proab 649 €11,8″ Farb-E-Ink, FrontlichtproprietäroptionalNativ (Convert-to-Text)Wer das reMarkable-Feeling mit Farbe will
reMarkable Paper Pure (Vergleich)ab 399 €10,3″ mono, 226 PPIproprietäroptional 3,99 €/MonatNativ (Convert-to-Text)

BOOX Note Air5 C – Beste Gesamtalternative 2026

Startseite des offiziellen BOOX Shops mit E-Ink-Tablets
BOOX verkauft seine Android-E-Ink-Tablets, darunter das Note Air5 C, direkt über den eigenen Shop. (Quelle: BOOX)

Wer das reMarkable ersetzen will, ohne dabei Abstriche zu machen, landet 2026 beim BOOX Note Air5 C. Das Gerät kostet im BOOX Euro-Shop aktuell 529,99 Euro, läuft mit Android 15 und dem Google Play Store und hat Farb-E-Ink. Die FAZ hat im Juni 2026 neun Paper Tablets getestet und das Note Air5 C als Testsieger gekürt, mit gutem Display, robustem Metallgehäuse und maximaler App-Freiheit als Gesamtpaket.

Farb-E-Ink und Schreibgefühl

Das 10,3-Zoll-Kaleido-3-Display erreicht 300 PPI in schwarz-weiß und 150 PPI in Farbe. Für Texte, Handschrift und einfache Diagramme ist das scharf genug. Farbe wirkt in der Praxis weniger satt als auf einem LCD-Tablet. Wer vor allem Fotos oder detaillierte Grafiken betrachten will, sollte das wissen. Für farbig markierte Notizen und Skizzen reicht es gut.

Die Displayoberfläche wurde gegenüber dem Air3 verbessert. Das Schreibgefühl mit dem mitgelieferten Pencil ist nah am Papier, minimal weniger texturiert als bei der reMarkable Paper Pure. Der Snapdragon 750G mit 6 GB RAM sorgt für flüssige Navigation.

Android 15 und App-Freiheit

Das ist der entscheidende Vorteil. Kindle-App, Google Drive, Notion, OneNote, Obsidian: alles aus dem Play Store installierbar. Das Gerät fügt sich in bestehende Arbeitsabläufe ein, statt ein eigenes Silo aufzubauen. Cloud-Sync ohne Pflichtabo über Google Drive oder Dropbox ist möglich.

Was das BOOX Note Air5 C nicht kann

Das System ist offener als das reMarkable, aber auch weniger fokussiert. Wer ein schlankes, ablenkungsfreies Gerät nur zum Schreiben will, findet das reMarkable oder das Supernote möglicherweise angenehmer. Das Schreibgefühl ist minimal weniger papierähnlich als bei der reMarkable Paper Pure. Farb-E-Ink bedeutet nicht Farbe wie auf einem normalen Tablet. Das sollte klar sein.

Preis: ab 529,99 Euro (BOOX Euro-Shop / Amazon.de)

BOOX Note Air3 – Bewährte Android-Alternative

Wer das BOOX-Ökosystem mit Android-Flexibilität will, aber nicht den Aufpreis für Farb-E-Ink zahlen möchte, findet im Note Air3 eine weiterhin solide Option. Das Gerät läuft auf Android 12 mit dem Google Play Store und bietet das Wesentliche des Air5 C zu einem günstigeren Preis.

Display und Schreibgefühl

Das 10,3-Zoll-Carta-1200-Display hat 227 PPI und eine Auflösung von 1.872 × 1.404 Pixel. Die Frontbeleuchtung lässt sich stufenlos dimmen, was die reMarkable Paper Pure nicht bietet. Das Schreibgefühl ist sehr gut: geringer Versatz beim Stift, 4.096 Druckstufen, Handflächenerkennung. Etwas weniger papierähnlich als beim reMarkable, aber nah genug.

Der Stift ist im Lieferumfang enthalten. Stiftspitzen müssen gelegentlich gewechselt werden, sind aber günstig.

Android macht den Unterschied

Kindle-App, Google Drive, Notion, Dropbox: alles installierbar. Das Gerät fügt sich in bestehende Arbeitsabläufe ein. Der Qualcomm Snapdragon 680 reicht für Notizen und Lesen gut aus. Scrollen und Animationen wirken E-Ink-typisch träger als auf einem normalen Tablet.

Preis: ab ca. 430 Euro (BOOX Euro-Shop, Preis kann variieren)

Kindle Scribe – Beste Alternative für Amazon-Nutzer

Amazon-Produktseite des Kindle Scribe mit Produktbild und Bewertung
Der Kindle Scribe kombiniert E-Reader und Notizblock und ist die naheliegende Wahl für bestehende Kindle-Nutzer. (Quelle: Amazon)

Der Kindle Scribe ist die natürliche Wahl für alle, die bereits eine Kindle-Bibliothek haben. Die aktuelle 2025er-Generation startet bei 519,99 Euro auf Amazon.de, hat ein 10,2-Zoll-Display mit 300 PPI und kommt mit einem Stift im Lieferumfang. Seit April 2026 gibt es zusätzlich den Kindle Scribe Colorsoft: gleiches Grundkonzept, aber mit einem 11-Zoll-Farbdisplay mit 4.096 Farben ab 649,99 Euro, für alle, die farbige Markierungen und Illustrationen wichtiger finden als der reine Preis.

Schreiben und Lesen

Das 10,2-Zoll-Display hat 300 PPI, also schärfer als die reMarkable Paper Pure. Die Frontbeleuchtung mit 35 LEDs lässt sich stufenlos dimmen. Das Schreibgefühl ist solide, aber nicht das stärkste in dieser Runde. Die Oberfläche ist etwas glatter als beim reMarkable oder Supernote. Für Notizen am Rand von Büchern und kurze Handschriftabschnitte absolut ausreichend, für lange Notizsessions mit Textsuche eher nicht: Der Kindle Scribe wandelt Handschrift bislang nicht in durchsuchbaren Text um.

Amazon-Ökosystem als Stärke

Die direkte Integration mit Kindle-Büchern ist der stärkste Punkt. Wer bereits eine Kindle-Bibliothek hat, nutzt alles weiter. PDFs per Send-to-Kindle importieren, Notizen direkt in E-Books schreiben, ohne extra Abo.

Das Ökosystem ist geschlossen. EPUB-Dateien mit DRM funktionieren nicht nativ, Kobo-Bücher auch nicht. Für reine Kindle-Nutzer spielt das keine Rolle.

Preis: ab 519,99 Euro (2025er-Generation), ab 649,99 Euro (Colorsoft, Amazon.de)

Supernote Nomad – Bestes Schreibgefühl in kompakt

Startseite von supernote.com mit den Modellen Manta und Nomad
Supernote positioniert Nomad und Manta gezielt als papierähnliche Schreibgeräte ohne Android-Ablenkung. (Quelle: Supernote)

Das Supernote Nomad (A6X2) ist kleiner (7,8 Zoll), wiegt nur 266 Gramm und hat keine Frontbeleuchtung. Dafür hat es eines der besten Schreibgefühle in dieser Runde und kommt ohne Abo aus. Die wechselbare Batterie ist in dieser Produktkategorie einmalig.

Papierähnliches Schreibgefühl

Supernote verwendet eine spezielle FeelWrite-2-Soft-Film-Oberfläche, die sich rauer als normales Glas anfühlt. Schreiben fühlt sich laut mehreren unabhängigen Vergleichstests deutlich näher an echtem Papier an als bei den meisten Konkurrenten. Die Keramikspitze (NeverReplace Nib) muss laut Hersteller nicht gewechselt werden, ein echter Vorteil gegenüber dem reMarkable-Marker, dessen Standardspitzen regelmäßig fällig werden. Das Display hat 300 PPI und ist damit schärfer als die reMarkable Paper Pure. Notizen lassen sich zudem in über 60 Sprachen nativ durchsuchen, ohne Umweg über eine externe App.

Proprietäres System: fokussiert, nicht unflexibel

Das Supernote läuft auf einem eigenen Betriebssystem ohne Android. Was fehlt: App-Store, beliebige Clouddienste. Was funktioniert: Notizen, PDFs, E-Books, Handschriftsuche, eigene Cloud-Synchronisation. Praktisch für Vielschreiber auf Reisen: Die Batterie lässt sich wechseln, ganz ohne Ladekabel unterwegs.

Preis: ab 360 Euro (supernote.eu, je nach Edition bis 396 Euro)

Supernote A5 X2 Manta – Handschrift auf großem Display

Wer das Schreibgefühl des Nomad liebt, aber mehr Bildschirmfläche braucht, greift zum A5 X2 Manta. Das 10,7-Zoll-Display mit 300 PPI bietet noch etwas mehr Schreibfläche als die reMarkable Paper Pure (10,3 Zoll). Das System ist das gleiche wie beim Nomad: stabil, Handschrift-fokussiert, ohne App-Store, ebenfalls mit nativer Handschriftsuche in über 60 Sprachen.

Besonders für Studium, intensive PDF-Annotation und umfangreiche Handschrift-Notizen ist das Manta stark. Die Batterie mit 3.600 mAh ist wie beim Nomad wechselbar.

Preis: ab ca. 470 Euro (supernote.com, Preis variiert je nach Region)

Kobo Elipsa 2E – Beste Alternative für E-Book-Leser

Wer vor allem liest und gelegentlich Notizen macht, ist beim Kobo Elipsa 2E gut aufgehoben. Das Gerät kostet in Deutschland aktuell rund 360 bis 400 Euro und kommt mit dem Kobo Stylus 2 im Lieferumfang. Der Stylus lädt per USB-C und hat einen integrierten Radierer, was praktischer ist als ein separates Zubehör.

E-Reading als Kernstärke

Das 10,3-Zoll-Display mit ComfortLight PRO bietet einstellbares Warm-/Kaltlicht, was das Lesen bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen angenehm macht. Der Kobo Store ist nach Amazon der größte E-Book-Anbieter in Deutschland. EPUB-Dateien laufen nativ, kein Umweg über Konverter oder externe Apps nötig. 32 GB Speicher reichen laut Kobo für eine umfangreiche Bibliothek mit mehreren tausend Titeln.

Notizen direkt in E-Books

Der Kobo Stylus 2 erlaubt das Schreiben direkt in E-Books und PDFs. Markierungen, Kommentare, Randnotizen: alles funktioniert. Das Schreibgefühl ist ordentlich, aber nicht so ausgeprägt wie beim BOOX oder Supernote. Eine native Handschriftsuche oder Text-Konvertierung bietet der Elipsa 2E nicht, hier zählt vor allem das Lesen. Das Gerät wiegt 390 Gramm und liegt damit im üblichen Bereich für 10-Zoll-E-Ink-Tablets.

Preis: ab ca. 360 Euro (Kobo.com, bis ca. 400 Euro je nach Händler)

Weitere Optionen im Kurzüberblick

Neben den fünf Topempfehlungen gibt es weitere E-Ink-Tablets, Paper Tablets und sogar eine papierbasierte Alternative, die je nach Bedarf interessant sein können.

reMarkable Paper Pro (ab 649 Euro): Das aktuelle reMarkable-Flaggschiff mit 11,8-Zoll-Farb-E-Ink-Display, Frontlicht und deutlich mehr RAM als die Paper Pure. Für alle, die das reMarkable-Schreibgefühl lieben und auf Farbe und Licht nicht verzichten wollen. Connect-Abo optional, gleiche 3,99 Euro pro Monat. Wer es kompakter mag, findet mit der neuen reMarkable Paper Pro Move (ab 479 Euro, 7,3 Zoll, Farbdisplay, Leselicht) eine unterwegs-taugliche Alternative innerhalb der eigenen Produktfamilie.

Fujitsu Quaderno A5, 2. Generation (ab ca. 450 Euro): Auf Büro und PDF-Annotation zugeschnitten. Kein Android, schlichtes System. Interessant für Nutzer, die ausschließlich Dokumente bearbeiten wollen. Die Technik stammt inzwischen aus einer eigenen, von Sony lizenzierten Weiterentwicklung.

Sony DPT-RP1 (auslaufend): Das 13,3-Zoll-E-Ink-Tablet von Sony war lange das Format-Schwergewicht für A4-PDFs in Originalgröße. Sony vermarktet das Gerät inzwischen nicht mehr aktiv und hat die zugrunde liegende Technik an Fujitsu lizenziert. Neu ist es kaum noch zu bekommen, wer ein Großformat-Tablet sucht, sollte direkt zum Fujitsu Quaderno A5 greifen.

Rocketbook (ab ca. 40 Euro): Keine E-Ink-Alternative, sondern ein grundsätzlich anderes Konzept: wiederverwendbare Papierseiten, die per Smartphone-App abfotografiert und in die Cloud synchronisiert werden. Nach dem Vollschreiben wischt man die Seiten mit einem feuchten Tuch ab. Für alle, die den günstigsten Einstieg suchen und mit dem Umweg über eine Scan-App leben können, eine echte Budget-Alternative, aber kein E-Ink-Tablet im eigentlichen Sinn.

BOOX Note Air5 C (Farb-Variante des Air3): Bereits als Testsieger beschrieben (siehe oben). Wer die Farboption des Air3 möchte, greift direkt zur Air5 C.

reMarkable Paper Pure vs. Alternativen – Die entscheidenden Unterschiede

Startseite von remarkable.com mit der reMarkable Paper Pure
Die reMarkable Paper Pure ist der Nachfolger des reMarkable 2 und bleibt beim reinen Schreibgefühl der Maßstab. (Quelle: reMarkable)

Beim reinen Schreibgefühl liegt die reMarkable Paper Pure noch leicht vorn. Bei Flexibilität, Gesamtkosten und Display-Features haben die Alternativen klar die Nase vorn.

FeaturereMarkable Paper PureBOOX Note Air5 CKindle ScribeSupernote Nomad
Preisab 399 €ab 529,99 €ab 519,99 €ab 360 €
Abooptional 3,99 €/MonatNeinNeinNein
BetriebssystemproprietärAndroid 15Amazon OSproprietär
App-Supportnur reMarkableGoogle Playbegrenztbegrenzt
Schreibgefühlsehr gutgut bis sehr gutgutsehr gut
FrontbeleuchtungNeinJaJaNein
Farb-E-InkNeinJa (Kaleido 3)Nein (Colorsoft-Variante: Ja)Nein
HandschriftsucheJa (Convert-to-Text)Über Play-Store-AppsNeinJa, nativ, 60+ Sprachen
Cloud-Sync50 Docs gratis, Connect für mehrGoogle Drive, Dropbox freiAmazon Cloudeigene Cloud

Welche reMarkable-Alternative passt zu dir?

Die Wahl hängt davon ab, was du mit dem Gerät hauptsächlich machen willst.

  • Maximale Flexibilität, Apps und Farb-E-Ink: BOOX Note Air5 C. FAZ-Testsieger 2026, kein anderes Gerät in dieser Runde bietet Android 15, Google Play und Farb-E-Ink in einem.
  • Android-Flexibilität zum günstigeren Preis: BOOX Note Air3. Gleiche Play-Store-Logik wie die Air5 C, aber schwarzweiß und rund 100 Euro günstiger.
  • Kindle-Nutzer und Amazon-Ökosystem: Kindle Scribe. Direkte Kindle-Integration, kein Abo, 300 PPI, seit April 2026 auch als Colorsoft mit Farbdisplay. Sinnvoll, wenn du bereits eine Kindle-Bibliothek hast.
  • Bestes Schreibgefühl in kompakter Form: Supernote Nomad. Nur 266 Gramm, austauschbare Batterie, 300 PPI, native Handschriftsuche. Für Vielschreiber auf Reisen ideal.
  • Bestes Schreibgefühl auf großem Display: Supernote A5 X2 Manta. Gleiche Qualität wie das Nomad, aber 10,7 Zoll für Studium und intensive PDF-Arbeit.
  • Hauptsächlich E-Books lesen: Kobo Elipsa 2E. Größter EPUB-Katalog außerhalb von Amazon, ComfortLight PRO, Kobo Stylus 2 inklusive.
  • Großformatige PDFs (A4): Fujitsu Quaderno A5, 2. Generation. Der Sony DPT-RP1 ist auslaufend, die Fujitsu-Technik führt dessen Ansatz weiter.
  • Der günstigste Einstieg ohne E-Ink-Tablet: Rocketbook. Wiederverwendbares Papier für rund 40 Euro, wer eine Scan-App als Umweg akzeptiert.
  • Das reMarkable-Feeling mit Farbe und Frontlicht: reMarkable Paper Pro. Wenn du das geschlossene Ökosystem und das reMarkable-Schreibgefühl bevorzugst, aber mehr Display willst, oder die kompaktere Paper Pro Move für unterwegs.

Häufige Fragen zur reMarkable-Alternative

Ist eine reMarkable-Alternative günstiger als das Original?

Einige Alternativen sind günstiger, andere liegen im ähnlichen Preisbereich. Das Supernote Nomad startet bei rund 360 Euro, der Kobo Elipsa 2E bei etwa 360 Euro. Beides liegt unter der reMarkable Paper Pure (ab 399 Euro). Wer das Connect-Abo nutzt, zahlt beim reMarkable langfristig mehr. Das BOOX Note Air5 C und der aktuelle Kindle Scribe liegen preislich eher auf Augenhöhe mit der reMarkable Paper Pure.

Können reMarkable-Alternativen auch E-Books lesen?

Die meisten E-Ink-Tablets können E-Books lesen, oft sogar besser als das reMarkable. Der Kindle Scribe greift nativ auf Amazon-Bücher zu, der Kobo Elipsa 2E unterstützt EPUB-Dateien direkt, und das BOOX Note Air5 C lässt die Installation beliebiger Lese-Apps zu. Die reMarkable-Geräte selbst sind für E-Books vergleichsweise schwach. Ihr Fokus liegt klar auf Handschrift-Notizen.

Welche reMarkable-Alternative hat das beste Schreibgefühl?

Das natürlichste Schreibgefühl haben das Supernote Nomad und das Supernote A5 X2 Manta, dicht gefolgt vom BOOX Note Air5 C. Die reMarkable Paper Pure bleibt der Maßstab. Doch die Lücke ist kleiner geworden, als viele erwarten. Der Kindle Scribe liegt bei diesem Kriterium weiter hinten.

Brauche ich für reMarkable-Alternativen ein Abo?

Keine der hier empfohlenen Alternativen verlangt ein Pflichtabo. BOOX Note Air5 C, BOOX Note Air3, Kindle Scribe, Supernote Nomad und Kobo Elipsa 2E funktionieren vollständig ohne monatliche Kosten. Bei der reMarkable Paper Pure und dem Paper Pro ist das Connect-Abo optional. Ohne Abo sind 50-Dokument-Sync und 100 GB Cloud-Speicher kostenlos enthalten.

Gibt es eine günstige reMarkable-Alternative unter 400 Euro?

Ja. Das Supernote Nomad (A6X2) startet bei rund 360 Euro auf supernote.eu und ist das leichteste und fokussierteste Gerät in dieser Runde. Der Kobo Elipsa 2E ist für rund 360 bis 400 Euro erhältlich. Für ein Android-Gerät unter 450 Euro kommt der BOOX Note Air3 in Frage. Wer ganz auf E-Ink verzichten kann, kommt mit einem Rocketbook-Notizbuch schon für rund 40 Euro aus.

Was ist das reMarkable Paper Pro und lohnt es sich?

Das reMarkable Paper Pro ist das aktuelle Flaggschiff der reMarkable-Reihe mit einem 11,8-Zoll-Farb-E-Ink-Display, Frontbeleuchtung und deutlich mehr RAM und Speicher als die Paper Pure. Es kostet inzwischen ab 649 Euro, spürbar mehr als die reMarkable Paper Pure. Das Paper Pro lohnt sich, wenn du Farb-E-Ink und Frontlicht im geschlossenen reMarkable-Ökosystem willst. Wer offene App-Unterstützung bevorzugt, ist mit dem BOOX Note Air5 C besser bedient.

Ist ein iPad oder Android-Tablet auch eine Alternative zum reMarkable?

Nein, ein normales iPad oder Android-Tablet ersetzt ein E-Ink-Gerät wie das reMarkable nur bedingt, weil beide Gerätearten unterschiedliche Probleme lösen. Ein LCD-Tablet ist vielseitiger für Video, Fotos und Multitasking, hat aber ein hintergrundbeleuchtetes Display, das die Augen bei langem Lesen und Schreiben stärker ermüdet, und hält meist nur einen Tag statt mehrere Wochen durch. Wer vor allem ablenkungsfrei schreiben oder lesen will, ist mit einem E-Ink-Tablet wie den hier vorgestellten Alternativen besser bedient. Wer Videos schauen, Apps aller Art nutzen und Farbfotos ansehen will, greift eher zu einem klassischen Tablet.

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Zuletzt aktualisiert: 07. August 2026
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