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Harvest Alternative 2026: 6 Zeiterfassungs-Tools im Vergleich

Seit Harvest 2025 von Bending Spoons übernommen wurde, haben sich die Spielregeln geändert. Drastisch. Der kostenlose Plan ist auf einen einzigen Nutzer und zwei Projekte begrenzt, während Bestandskunden teils deutlich höhere Preise zahlen. Kein Wunder, dass viele Teams und Freelancer nach einer Alternative suchen.

Diese sechs Tools sind aktuell die stärksten Optionen: Clockify, Toggl Track, Timely, TimeTac, Paymo und Kimai. Sie unterscheiden sich in Preis, Funktionsumfang und Zielgruppe. Welches das richtige für Ihre Situation ist, zeigt dieser Vergleich.
Details dazu liefert Zeiterfassung Software

Alle Tools wurden nach folgenden Kriterien bewertet: Funktionsumfang, Preistransparenz, Free-Plan-Qualität, EU-Datenschutz und praktische Nutzbarkeit für deutschsprachige Teams.

Warum suchen Teams eine Harvest-Alternative?

Harvest ist kein schlechtes Tool. Aber seit der Übernahme durch Bending Spoons haben sich mehrere Punkte verändert, die Nutzer aufhorchen lassen.

Der wichtigste Punkt: Das Freemium-Angebot wurde eingeschränkt. Wer Harvest kostenlos nutzen will, kommt jetzt mit einem einzigen Nutzer und zwei Projekten aus. Für Freelancer mit mehreren Projekten oder für kleine Teams reicht das schlicht nicht. Punkt.

Hinzu kommen die Preiserhöhungen für Bestandskunden. Harvest kostet im bezahlten Plan rund 10,80 USD pro Nutzer und Monat. Zu teuer für ein Tool, das keine vollständige Projektverwaltung bietet.

Weitere häufige Kritikpunkte:

  • Eingeschränkte Offline-Funktionalität der App
  • Fehlende Abwesenheitsverwaltung für Teams
  • Keine DSGVO-konforme Serverstandortoption in der EU
  • Begrenzter Funktionsumfang im Vergleich zu All-in-One-Alternativen
  • Support nur auf Englisch verfügbar

Das bedeutet nicht, dass Harvest keine brauchbare Option mehr ist. Für Einzelpersonen mit genau zwei aktiven Projekten oder für Teams, die den bezahlten Plan bereits lange nutzen und mit dem Tool zufrieden sind, kann ein Wechsel mehr kosten als er bringt. Aber für alle anderen lohnt’s sich, die Alternativen genau zu vergleichen.

Worauf sollte man bei einer Harvest-Alternative achten?

Nicht jedes Zeiterfassungstool passt zu jedem Arbeitsmodell. Harvest hat seinen Platz als komfortables Zeit- und Rechnungstool gefunden. Aber die Anforderungen unterscheiden sich: Freelancer brauchen andere Funktionen als Agenturen, und deutsche Teams andere als US-Teams. Vor der Entscheidung lohnt’s sich, diese sechs Kriterien zu prüfen:

  • Zeiterfassung: Unterstützt das Tool sowohl Timer (Starten/Stoppen) als auch manuelle Timesheets? Beides zusammen ist für flexible Teams wichtig.
  • Rechnungsstellung: Wer Kunden direkt aus dem Tool heraus abrechnen möchte, braucht eine integrierte Rechnungsfunktion.
  • Projektmanagement: Manche Tools beschränken sich auf Zeiterfassung, andere integrieren Aufgaben, Meilensteine und Budgets.
  • Mobile App: Für Remote-Teams und Außendienstmitarbeiter ist eine zuverlässige App für iOS und Android entscheidend.
  • DSGVO-Konformität: Europäische Unternehmen sollten prüfen, ob Daten auf EU-Servern gespeichert werden.
  • Preismodell: Free-Plan oder günstiger Einstiegspreis? Das hängt von der Teamgröße und dem Budget ab.

Die 6 besten Harvest-Alternativen im Überblick

Tool Beste für Kostenlos? Startpreis Besonderheit
Clockify Alle Teamgrößen Ja, unbegrenzt ca. 4 €/Nutzer/Monat Großzügigster Free-Plan
Toggl Track Freelancer Ja, bis 5 Nutzer 9 USD/Nutzer/Monat 100+ Integrationen
Timely Wissensarbeiter Nein (14 Tage Test) 11 USD/Nutzer/Monat KI-Automatisierung
TimeTac DACH-Unternehmen 30 Tage Test ab 10 €/Monat EU-Server, DSGVO
Paymo Agenturen Ja, 1 Nutzer 5,90 USD/Nutzer/Monat Projekte + Rechnungen
Kimai IT-Teams Ja (Open Source) ab 3 €/Nutzer/Monat Selbst gehostet möglich

1. Clockify: Die beste kostenlose Harvest-Alternative

Wer wegen des eingeschränkten Harvest Free-Plans wechselt, landet fast unweigerlich bei Clockify. Tatsächlich kein Zufall. Clockify bietet genau das, was Harvest streicht: einen kostenlosen Plan ohne Nutzerlimit und ohne Projektlimit.

Clockify Homepage: Zeiterfassungs-Tool mit kostenlosem Free-Plan für unbegrenzte Nutzer

Preise und Pläne

Der Free-Plan von Clockify erlaubt unbegrenzt viele Nutzer und unbegrenzt viele Projekte. Das ist der größte Unterschied zu Harvest. Während Harvest nur einen Nutzer und zwei Projekte kostenlos erlaubt, setzt Clockify kein Limit. Keins. Wer erweiterte Funktionen wie Abrechnungsberichte oder benutzerdefinierte Felder braucht, steigt in den Basic-Plan für rund 4 Euro pro Nutzer und Monat (bei Jahreszahlung) ein. Die höheren Pläne (Standard, Pro) bieten Gehaltsabrechnungsexporte, Prognosen und die Möglichkeit, EU-Serverstandorte (Deutschland) zu wählen.

Kernfunktionen

Clockify deckt das komplette Zeiterfassungs-Set ab: Timer, manuelle Zeiteinträge, Timesheets, Kalenderansicht und Berichte. Für Agenturen gibt es eine Projektbudgetierung und einfache Rechnungserstellung. Die Integration mit über 80 anderen Tools (Jira, Trello, Asana, Slack) macht den Wechsel einfach.

Für wen geeignet?

Clockify ist die richtige Wahl für kleine Teams und Freelancer, die keinen Cent ausgeben wollen, sowie für größere Teams, die ein ernsthaftes Tool mit breitem Funktionsumfang zu einem fairen Preis suchen. Wer bisher mit Harvest zufrieden war, aber den Free-Plan vermisst, findet hier den direktesten Ersatz.

Ein weiterer Pluspunkt: Clockify ist in über 40 Sprachen verfügbar, darunter Deutsch. Das Onboarding dauert bei den meisten Nutzern unter einer Stunde. Oft sogar weniger.

2. Toggl Track: Ideal für Freelancer und einfache Zeiterfassung

Toggl Track ist seit Jahren die beliebteste Zeiterfassungs-App unter Freelancern. Und das aus gutem Grund. Man startet den Timer mit einem Klick, tracked Zeit über alle Geräte hinweg und sieht im Dashboard sofort, wofür die Stunden geflossen sind.

Toggl Track Homepage: Zeiterfassungs-Software für Teams mit über 100 Integrationen

Preise und Pläne

Der Free-Plan von Toggl Track reicht für bis zu fünf Nutzer und enthält bereits die wesentlichen Funktionen: Timer, Berichte und die wichtigsten Integrationen. Der Starter-Plan kostet 9 USD pro Nutzer und Monat und schaltet Zeiterfassung im Hintergrund, Abrechnung nach Projekten und detailliertere Berichte frei.

Kernfunktionen

Toggl Track glänzt mit über 100 Integrationen, einem Pomodoro-Timer und automatischem Idle-Detection. Die Chrome-Erweiterung ist besonders praktisch: Man startet die Zeiterfassung direkt in Jira, Trello oder anderen Browser-Apps. Für Freelancer gibt es außerdem einfache Berichte für die Kundenabrechnung.

Die mobile App funktioniert nachweislich offline und synchronisiert Einträge, sobald wieder eine Verbindung besteht. Für Remote-Teams in Gebieten mit schwachem Empfang ist das ein Vorteil gegenüber rein cloudbasierten Lösungen. Toggl Track ist außerdem auf macOS, Windows, Linux, iOS und Android verfügbar, ohne Abstriche bei den Kernfunktionen.

Für wen geeignet?

Freelancer, die unkompliziert Zeit auf Projekte und Kunden buchen wollen, ohne ein komplexes System zu lernen. Auch kleine Teams, die bereits viele andere SaaS-Tools nutzen, profitieren von den Integrationsmöglichkeiten. Wer Harvest primär wegen des einfachen Timers genutzt hat und keine Rechnungsfunktion braucht, ist mit Toggl Track oft günstiger unterwegs.

3. Timely: KI-gestützte automatische Zeiterfassung

Timely löst das lästigste Problem bei Zeiterfassungstools: das Vergessen. Klingt’s simpel? Stimmt. Aber vergessene Stunden kosten Geld. Die KI-Funktion “Memory” läuft im Hintergrund und protokolliert automatisch, in welchen Apps, Dokumenten und Meetings die Zeit verbracht wurde. Man ordnet die Aktivitäten danach einem Projekt zu, statt alles manuell einzutippen.

Timely Homepage: KI-gestützte automatische Zeiterfassung ohne manuelles Tracking

Preise und Pläne

Einen dauerhaft kostenlosen Plan gibt es nicht. Timely bietet eine 14-tägige Testphase mit vollem Funktionsumfang. Der Starter-Plan kostet 11 USD pro Nutzer und Monat (monatlich) oder 9 USD bei Jahreszahlung. Teurer ist’s schon. Aber für Wissensarbeiter, die viel Zeit mit dem Computer verbringen, rechtfertigt die Zeitersparnis den Aufpreis.

Kernfunktionen

Das eindeutige Alleinstellungsmerkmal ist die Memory-App: Sie läuft lokal auf dem Rechner und erstellt einen vollständigen Verlauf aller Aktivitäten, der nur dem Nutzer selbst sichtbar ist. Auf Basis dieser Daten werden Zeitbuchungsvorschläge generiert, die man per Drag-and-drop in den Kalender zieht. Projektbudgets und Berichte sind ebenfalls enthalten.

Für wen geeignet?

Timely ist ideal für Consultants, Anwälte, Texter und andere Wissensarbeiter, die vergessene Stunden nicht mehr nachverfolgen wollen. Ist’s gesetzlich vorgeschrieben? Die automatische Aufzeichnung liefert dann eine solide Datenbasis für den Nachweis. Wichtig: Timely ist kein klassisches Team-Tracking-Tool. Die Zeitaufzeichnung geschieht individuell und privat. Wer Mitarbeiterzeiten zentral überwachen will, sollte eher Clockify oder TimeTac wählen.

4. TimeTac: DACH-fokussierte Zeiterfassung für Teams

TimeTac ist eine österreichische Zeiterfassungslösung, die speziell auf die Anforderungen des deutschen und österreichischen Marktes ausgelegt ist. Gibt’s etwas Vergleichbares in diesem Feld? Nicht wirklich. Kein anderes Tool in diesem Vergleich wurde von Grund auf für EU-Compliance und DACH-Arbeitsrecht entwickelt.

TimeTac Homepage: DACH-fokussierte Zeiterfassungslösung mit EU-Serverstandort und DSGVO-Konformität

Preise und Pläne

TimeTac bietet eine 30-tägige Testphase ohne Einschränkungen. Die Preisstruktur beginnt bei 10 Euro im Monat für die virtuelle Stempeluhr und staffelt sich nach Nutzerzahl und gebuchten Modulen. Für größere Teams gibt es einen Jahresplan mit rund 17 Prozent Rabatt.

Kernfunktionen

Neben der klassischen Zeiterfassung via Timer, Browser und App bietet TimeTac eine vollständige Abwesenheitsverwaltung: Urlaub, Krankheit, Homeoffice und andere Abwesenheitstypen lassen sich direkt im Tool verwalten und auswerten. Geht’s um DSGVO: Die Daten werden auf Servern in der EU gespeichert. Eine dedizierte Datenschutzseite dokumentiert die DSGVO-Praktiken.

Für wen geeignet?

TimeTac passt gut zu deutschen und österreichischen Unternehmen, die neben der Zeiterfassung auch die Arbeitszeitdokumentation nach deutschem Arbeitsrecht und eine integrierte Abwesenheitsverwaltung brauchen. Besonders für Teams ab 10 Personen, bei denen Urlaubsplanung und Stundennachweis zusammen verwaltet werden sollen.

Ein konkreter Vorteil gegenüber Harvest: TimeTac lässt sich per NFC-Terminal und Badgeleser physisch in Büroräumen einsetzen. Das macht das Tool auch für Betriebe mit gemischten Arbeitsmodellen (Büro und Homeoffice) interessant.

5. Paymo: Projekte, Zeit und Rechnungen aus einer Hand

Paymo ist der einzige Anbieter in diesem Vergleich, der Projektmanagement, Zeiterfassung und Rechnungsstellung vollständig integriert. Drei Tools in einem. Wer bisher Harvest für die Zeiterfassung und ein separates Tool für Projektaufgaben genutzt hat, kann mit Paymo auf eine einzige Plattform wechseln.

Paymo Homepage: All-in-One-Plattform für Projektmanagement, Zeiterfassung und Rechnungsstellung

Preise und Pläne

Der kostenlose Plan deckt einen einzigen Nutzer ab, erlaubt aber unbegrenzte Zeiterfassung und unbegrenzte Rechnungen an bis zu einem Kunden. Reicht’s für Soloselbstständige? In den meisten Fällen ja. Für Teams beginnt der Einstiegspreis bei 5,90 USD pro Nutzer und Monat (Einführungspreis für die ersten drei Monate, danach 9,90 USD), mit Rabatten von bis zu 40 Prozent bei Jahreszahlung.

Kernfunktionen

Paymo vereint Kanban-Boards, Gantt-Diagramme, Zeiterfassung via Timer oder Timesheet, Projektbudgets und eine vollwertige Rechnungsfunktion inklusive Online-Bezahlung. Das Desktop-Widget erinnert daran, laufende Timer zu starten. Projektvorlagen sparen bei wiederkehrenden Projekten Zeit.

Für wen geeignet?

Kleine Agenturen und Freelancer, die Projekte, Stunden und Rechnungen an einem Ort verwalten wollen, ohne zwischen mehreren Tools zu wechseln. Wer Harvest bisher vor allem für Projektberichte und Rechnungsstellung genutzt hat, findet in Paymo den direktesten funktionalen Ersatz.

Paymo unterstützt außerdem Unteraufgaben, Dateianhänge an Aufgaben und eine Ressourcenplanung für Teams. Für kleine Agenturen mit 5 bis 20 Mitarbeitern deckt es oft alles ab, was Harvest plus ein separates Projektmanagement-Tool leisten.

6. Kimai: Die Open-Source-Alternative zu Harvest

Kimai unterscheidet sich grundlegend von allen anderen Tools in diesem Vergleich. Ist’s Open Source? Vollständig. Wer möchte, kann Kimai auf einem eigenen Server installieren, vollständig kontrollieren und ohne monatliche Lizenzgebühr betreiben. Kostenfrei, vollständig unter eigener Kontrolle.

Kimai Homepage: Open-Source-Zeiterfassungstool für selbstgehostete und Cloud-Lösungen

Preise und Pläne

Die Open-Source-Version von Kimai ist komplett kostenlos. Selbst hosten erfordert technisches Know-how und einen eigenen Server oder Webhosting-Zugang. Wer das nicht will, nutzt die Kimai-Cloud: Der Standard-Plan kostet 3,99 Euro pro Nutzer und Monat (monatlich) oder 2,99 Euro bei Jahreszahlung. Die Kimai-Cloud betreibt ihre Server in der EU und ist nach eigenen Angaben DSGVO-konform.

Kernfunktionen

Kimai bietet Timer, Timesheets, Projekterfassung, Budgets und einfache Rechnungsfunktionen. Wenn’s mehr Funktionen sein sollen, gibt’s in der Community kostenlose Plugins. Dank der Open-Source-Basis lässt sich das Tool flexibel erweitern. Die Benutzeroberfläche ist schlicht und funktional, ohne unnötige Ablenkungen.

Über die Kimai-API lassen sich Zeiteinträge und Projektdaten in andere Systeme übertragen. Das macht die Integration in bestehende Entwickler-Workflows oder Intranet-Lösungen einfacher als bei den meisten anderen Tools in diesem Vergleich. Kimai-Plugins für Taximeter, Aktivitäten-Tracking und erweiterte Berichterstattung sind kostenlos in der Community verfügbar.

Für wen geeignet?

Für IT-Abteilungen und Entwickler, die volle Kontrolle über ihre Daten wollen, ist Kimai die natürlich beste Wahl. Für Unternehmen, die auf selbst gehostete Lösungen setzen oder Kimai in ihre bestehende Serverinfrastruktur integrieren möchten. Auch für kostenbewusste Freelancer, die eine leistungsfähige Cloud-Lösung zum günstigen Preis suchen.

Wer Kimai selbst hostet, sollte grundlegende Serverkonfiguration kennen. Die Installation via Docker ist dokumentiert. Bei technisch versierten Nutzern dauert’s meist unter einer Stunde. Für Nicht-Techniker ist die Kimai-Cloud der einfachere Einstieg.

So gelingt der Wechsel von Harvest zu einer Alternative

Ein Toolwechsel klingt aufwendig, ist aber bei Zeiterfassungstools meist unkompliziert. Die wichtigsten Schritte:

1. Daten exportieren. Laden Sie in Harvest unter “Berichte” alle historischen Zeiteinträge, Kunden, Projekte und Rechnungen als CSV herunter. Harvest erlaubt auch einen Export über die API, falls Sie die Daten strukturierter benötigen.

2. Stammdaten übertragen. Kunden und Projekte müssen manuell in das neue Tool eingegeben oder per CSV-Import übertragen werden. Clockify, Toggl Track und Paymo bieten alle einen CSV-Import für Projekte an.

3. Testphase nutzen. Richten Sie’s neue Tool parallel zu Harvest ein, bevor Sie komplett wechseln. So können Sie Berichte vergleichen und sicherstellen, dass alle Teammitglieder mit der neuen Oberfläche zurechtkommen.

4. Historische Daten archivieren. Ältere Zeiteinträge müssen in vielen Fällen nicht migriert werden. Archivieren Sie den Harvest-Export lokal oder in einer Cloud-Ablage. Für laufende Projekte genügt oft ein Übertrag der offenen Buchungen.

5. Integrationen prüfen. Falls Sie Harvest mit Buchhaltungstools wie QuickBooks, Xero oder FreshBooks verbunden haben, prüfen Sie, ob das neue Tool eine Direktintegration oder einen Zapier-Connector bietet. Clockify und Paymo haben beide breite Integrationslisten.

6. Team einbinden. Der häufigste Grund für gescheiterte Toolwechsel ist fehlendes Buy-in im Team. Erklären Sie den Wechsel frühzeitig und lassen Sie Teammitglieder das neue Tool in einer gemeinsamen Testphase ausprobieren, bevor Sie produktive Daten einpflegen. Kurze Einführungsvideos oder eine Live-Demo sparen erfahrungsgemäß mehrere Wochen Anlaufzeit.

Harvest-Alternativen im direkten Vergleich

Die folgende Tabelle zeigt, welche Kernfunktionen die sechs Tools bieten und was sie jeweils kosten. “EU-konform” bedeutet: der Anbieter bietet EU-Serverstandorte oder kommuniziert explizit DSGVO-Compliance. Bei Tools ohne EU-Angabe empfiehlt’s sich, vor dem Eintragen von Mitarbeiterdaten beim Anbieter nachzufragen.

Tool Timer Timesheet Rechnungsstellung Projektmanagement Mobile App EU-konform Kostenlos Startpreis
Clockify Ja Ja Ja Ja Ja Ja (ab PRO) Ja (unbegrenzt) ca. 4 €/Nutzer/Mo
Toggl Track Ja Ja Einfach Nein Ja Ja Ja (bis 5 Nutzer) 9 USD/Nutzer/Mo
Timely Ja (KI) Ja Nein Ja Ja Ja Nein 11 USD/Nutzer/Mo
TimeTac Ja Ja Nein Ja Ja Ja (EU) Testphase ab 10 €/Mo
Paymo Ja Ja Ja Ja Ja Nein Ja (1 Nutzer) 5,90 USD/Nutzer/Mo
Kimai Ja Ja Einfach Ja Ja Ja Ja (selbst gehostet) ab 3 €/Nutzer/Mo

Welche Harvest-Alternative passt zu Ihnen?

Die Wahl hängt weniger vom Funktionsumfang als von der konkreten Situation ab.

Freelancer mit mehreren Projekten sind bei Clockify oder Toggl Track am besten aufgehoben. Clockify eignet sich besonders, wenn neben der Zeiterfassung auch einfache Rechnungen erstellt werden sollen. Toggl Track ist die bessere Wahl, wenn Einfachheit und ein aufgeräumtes Interface Priorität haben. Wer automatisch tracken will, ohne an den Timer zu denken, sollte Timely testen.

Agenturen mit mehreren Mitarbeitern und Kunden profitieren am meisten von Paymo, das Projektmanagement, Zeiterfassung und Rechnungsstellung verbindet. Clockify ist die flexiblere Wahl für Agenturen, die bereits eigene Projektmanagement-Tools nutzen und nur die Zeiterfassungsebene ersetzen wollen.

Remote-Teams in Deutschland und Österreich sollten TimeTac in Betracht ziehen, besonders wenn Abwesenheitsverwaltung, gesetzeskonforme Arbeitszeitdokumentation und DSGVO-Konformität wichtig sind. Kimai Cloud ist die günstigere Alternative mit EU-Serverstandort, ohne die volle HR-Funktionalität von TimeTac.

IT-Teams und Entwickler, die maximale Kontrolle über ihre Daten wollen, wählen Kimai selbst gehostet. Keine Lizenzkosten, volle Datenhoheit und eine aktive Open-Source-Community, die das Tool laufend weiterentwickelt.

Unternehmen mit gesetzlicher Zeiterfassungspflicht (z.B. nach dem deutschen Arbeitszeitgesetz) sollten besonders auf Exportfunktionen und Revisionssicherheit achten. TimeTac und Clockify bieten hier die stärksten nativen Lösungen.

FAQ: Häufige Fragen zu Harvest-Alternativen

Ist Harvest noch kostenlos nutzbar?

Harvest hat noch einen kostenlosen Plan, aber mit klaren Grenzen: Seit der Übernahme durch Bending Spoons ist er auf einen einzigen Nutzer und zwei Projekte begrenzt. Wer mehr braucht, zahlt rund 10,80 USD pro Nutzer und Monat. Flach.

Was ist die günstigste Harvest-Alternative?

Clockify ist im Free-Plan für unbegrenzt viele Nutzer und Projekte kostenlos. Im bezahlten Einstiegsplan kostet Clockify rund 4 Euro pro Nutzer und Monat. Kimai Cloud beginnt bei 2,99 Euro pro Nutzer und Monat bei Jahreszahlung und bietet damit den niedrigsten bezahlten Einstiegspreis.

Welche Alternative eignet sich für Teams in Deutschland?

Für deutsche und österreichische Teams mit Fokus auf Datenschutz und DSGVO-Konformität ist TimeTac die stärkste Wahl: österreichischer Anbieter, EU-Server, integrierte Abwesenheitsverwaltung. Clockify (mit EU-Serverstandort ab PRO-Plan) und Kimai Cloud (EU-Hosting, DSGVO) sind preisgünstigere Alternativen.

Gibt es eine Open-Source-Alternative zu Harvest?

Kimai ist die bekannteste Open-Source-Lösung für Zeiterfassung. Die Software kann kostenlos heruntergeladen und auf einem eigenen Server installiert werden. Wer keinen eigenen Server betreiben will, nutzt Kimai Cloud ab 2,99 Euro pro Nutzer und Monat.

Wie exportiert man Daten aus Harvest?

In Harvest lassen sich Zeiteinträge, Rechnungen und Berichte als CSV-Datei exportieren. Den Export findet man unter “Berichte” oder in den Kontoeinstellungen. Die meisten Alternativen (Clockify, Toggl Track, Paymo) importieren CSV-Exporte oder bieten Migrationshilfe über den Kundensupport.

Kann man mehrere Clients mit Harvest-Alternativen verwalten?

Alle sechs Tools in diesem Vergleich erlauben die Verwaltung mehrerer Kunden und Projekte. Im kostenlosen Plan ist das bei Clockify unbegrenzt, bei Toggl Track bis zu fünf Nutzer und bei Paymo auf einen Kunden begrenzt. Für Freelancer mit mehr als einem Kunden ist Clockify Free die flexibelste kostenlose Option.

Zuletzt aktualisiert: 05. September 2026
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