Cisco Webex ist stabil, aber die kostenlose Version stoppt Meetings nach 50 Minuten. Das nervt, und das wissen’s die meisten Teams nach dem zweiten abgeschnittenen Call. Wer wechseln will, hat 2026 gute Alternativen, die in den meisten Anwendungsfällen besser passen: Zoom, Microsoft Teams, Google Meet, Whereby, Jitsi Meet und GoTo Meeting.
Webex Alternativen im Überblick
Cisco Webex begrenzt kostenlose Meetings auf 50 Minuten und 100 Teilnehmer. Die sechs Tools in dieser Liste setzen andere Schwerpunkte:
| Tool | Kostenlos | Max. Teilnehmer (Free) | DSGVO | Preis ab |
|---|---|---|---|---|
| Zoom | Ja, 40 Min. | 100 | Bedingt (EU-Option buchbar) | ~13 €/Monat |
| Microsoft Teams | Ja, 60 Min. | 100 | Ja (EU-Rechenzentren) | ~6 €/Nutzer/Monat |
| Google Meet | Ja, 60 Min. | 150 | Ja (EU-Option) | ~3,40 €/Nutzer/Monat |
| Whereby | Ja, 30 Min. | 4 | Ja (EU-Server Norwegen) | ~10 €/Monat |
| Jitsi Meet | Ja, unbegrenzt | ~75 | Selbst hostbar | Kostenlos |
| GoTo Meeting | Nein | n/a | Ja (EU-Rechenzentren) | ~12 €/Organizer/Monat |
Zoom: Die beliebteste Webex-Alternative

Zoom ist ohne Frage die meistgenutzte Alternative zu Cisco Webex. Die Bedienung ist einfacher als bei Webex, und wer wechselt, findet sich meistens innerhalb einer Stunde zurecht.
Was Zoom kann
Die kostenlose Version erlaubt Meetings mit bis zu 100 Teilnehmern. Das Zeitlimit liegt bei 40 Minuten pro Meeting, allerdings entfällt dieses Limit bei 1:1-Gesprächen komplett. Zu den Kernfunktionen gehören HD-Video, Bildschirmfreigabe, virtuelle Hintergründe, Breakout Rooms und Chat. Ab dem Pro-Plan kommen Cloud-Aufzeichnungen und unbegrenzte Sitzungslänge hinzu, was Zoom auch für längere Teamworkshops tauglich macht.
Preise
Das Pro-Abo kostet rund 13 Euro pro Nutzer und Monat, das Business-Abo rund 17 Euro. Wer jährlich zahlt, spart etwas.
Für wen Zoom geeignet ist
Zoom eignet sich für alle Teamgrößen. Kleine Teams kommen mit der Gratis-Version problemlos aus, größere Organisationen schätzen die breite Kompatibilität mit anderen Tools. Wer Webex hauptsächlich für Video-Calls mit externen Gästen genutzt hat, findet bei Zoom eine reibungslosere Gäste-Erfahrung ohne lange Einrichtungszeit.
Datenschutz: EU-Serverstandorte sind buchbar, aber kein Standard. Für strenge DSGVO-Anforderungen muss der EU-Rechenzentrum-Zusatz aktiv gewählt werden.
Microsoft Teams: Kostenlos für Microsoft-365-Nutzer

Microsoft Teams ist für alle kostenlos, die bereits Microsoft 365 nutzen. Wer ohnehin mit Outlook, Word oder SharePoint arbeitet, hat Teams damit schon dabei.
Was Teams kann
Die kostenlose Version erlaubt Meetings mit bis zu 100 Teilnehmern für 60 Minuten. In bezahlten Microsoft-365-Plänen steigt die Teilnehmerzahl auf 300, und die Zeitbeschränkung fällt komplett weg. Teams bietet neben Video auch Kanäle, Dateiablage, Kalender-Integration und kollaborative Notizen über Microsoft Loop. Das ist mehr als ein Videokonferenz-Tool, allerdings wird die Oberfläche dadurch auch komplexer.
Preise
Teams ist im Microsoft-365-Paket enthalten. Business Basic kostet rund 6 Euro pro Nutzer und Monat. Wer’s ohnehin schon hat, zahlt nichts extra.
Für wen Teams geeignet ist
Microsoft Teams macht vor allem dann Sinn, wenn der Rest der Infrastruktur bereits auf Microsoft setzt. Die Outlook-Kalender-Integration und die direkte Dateifreigabe über SharePoint sind echte Zeitvorteile im Alltag. Reine Video-Konferenz-Nutzer ohne Microsoft-Ökosystem greifen jedoch besser zu Zoom oder Google Meet.
Datenschutz: Microsoft betreibt EU-Rechenzentren und gilt damit für die meisten deutschen Unternehmen als DSGVO-konform nutzbar.
Google Meet: Die einfachste kostenlose Alternative

Google Meet läuft im Browser und ist kostenlos mit jedem Google-Konto nutzbar. Kein Download, keine Einrichtung. Ein Link reicht.
Was Google Meet kann
Die kostenlose Version erlaubt Meetings mit bis zu 150 Teilnehmern für bis zu 60 Minuten. Zu den Standardfunktionen gehören Bildschirmfreigabe, Live-Untertitel auf Deutsch, Hintergrundeffekte und Chat. Die Google-Kalender-Integration ist ein echter Pluspunkt: Ein Klick im Kalender, und der Meeting-Link ist fertig. Das gibt’s bei Webex nicht ohne Zusatz-Setup.
Preise
Google Meet ist mit einem kostenlosen Google-Konto nutzbar. Mit Google Workspace Starter, der günstigsten bezahlten Option dieser Liste, entfällt die Zeitbegrenzung. Workspace Starter kostet rund 3,40 Euro pro Nutzer und Monat.
Für wen Google Meet geeignet ist
Google Meet ist die schnellste Option für Teams, die bereits Google Workspace nutzen. Spontane Calls unter 60 Minuten funktionieren kostenlos, ohne dass Teilnehmer etwas installieren oder einen Account erstellen müssen.
Datenschutz: Google Workspace unterstützt EU-Hosting. Die Datenregion muss jedoch manuell auf die EU gesetzt werden.
Whereby: Webex-Alternative ohne Download und ohne Anmeldung

Whereby läuft im Browser, ohne dass Teilnehmer etwas herunterladen oder sich anmelden müssen. Das ist selten: Kein anderes Tool in dieser Liste hat eine so niedrige Einstiegshürde für Gäste. Das macht’s gerade für Freelancer und Berater attraktiv.
Was Whereby kann
Jeder Account bekommt eine eigene, dauerhafte Meeting-URL. Die kostenlose Version erlaubt bis zu vier Teilnehmer für maximal 30 Minuten. Das Pro-Abo hebt das Limit auf 100 Teilnehmer ohne Zeitbegrenzung. Whereby unterstützt Bildschirmfreigabe, Breakout Rooms und Aufzeichnungen ab dem Pro-Plan.
Preise
Die Gratis-Version eignet sich für kurze 1:1-Calls. Pro kostet rund 10 Euro pro Monat für einen Host.
Für wen Whereby geeignet ist
Whereby eignet sich am besten für Freelancer, Berater und kleine Teams, die regelmäßig externe Gesprächspartner einladen. Gäste klicken auf den Link und sind sofort im Meeting. Kein Account, kein Download.
Datenschutz: Whereby hostet auf Servern in Norwegen, das dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) angehört. Von allen Tools in dieser Liste ist Whereby eindeutig das einzige, das ohne zusätzliche Konfiguration DSGVO-konform ist. Das ist ein klarer Vorteil für Unternehmen, die keine Zeit für Datenschutz-Setups haben.
Jitsi Meet: Kostenlose Open-Source-Alternative zu Webex

Jitsi Meet ist vollständig kostenlos und Open Source. Wer will, kann’s auf eigenem Server betreiben und hat dann volle Kontrolle über alle Daten. Das ist einmalig in dieser Liste.
Was Jitsi Meet kann
Jitsi Meet bietet Video, Audio, Bildschirmfreigabe, Chat und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Auf dem öffentlichen Server meet.jit.si ist keine Registrierung nötig. Auf öffentlichen Servern funktionieren Meetings mit bis zu etwa 75 Teilnehmern stabil, darüber hinaus kann die Performance leiden. Wer eine eigene Instanz betreibt, kann Kapazität und Konfiguration selbst bestimmen.
Preise
Jitsi Meet ist komplett kostenlos. meet.jit.si ist ohne Account nutzbar. Bei Eigenhosting fallen nur die Serverkosten an, nicht jedoch Lizenzgebühren.
Für wen Jitsi Meet geeignet ist
Jitsi Meet ist die richtige Wahl für datenschutzbewusste Teams, IT-Abteilungen mit Eigenhosting-Kapazitäten und Einrichtungen, die keine Daten an US-Anbieter übertragen dürfen. Für spontane Calls ohne eigene Infrastruktur ist die Bedienbarkeit auf meet.jit.si etwas rauer als bei Zoom oder Teams.
Datenschutz: Bei Eigenhosting gibt es volle Datenkontrolle und klare DSGVO-Konformität. Wer meet.jit.si nutzt, landet auf US-Servern. Dort gelten Standardvertragsklauseln (SCCs), was für viele Unternehmen ausreicht, für Behörden aber oft nicht.
GoTo Meeting: Die professionelle Webex-Alternative für Unternehmen

GoTo Meeting ist eine verlässliche Wahl für Unternehmen, die stabile Videokonferenz-Qualität und Telefon-Einwahl brauchen. Anders als alle anderen Tools in dieser Liste gibt’s hier keine kostenlose Dauerversion, aber die Qualität ist durchgehend hoch.
Was GoTo Meeting kann
GoTo Meeting bietet bis zu 150 Teilnehmer im Professional-Plan und bis zu 250 im Business-Plan. Die integrierte Telefon-Einwahl (Dial-in) ist ein Alleinstellungsmerkmal: Wer keine stabile Internetverbindung hat, kann sich klassisch per Festnetz oder Mobiltelefon einwählen. Weitere Funktionen: Cloud-Aufzeichnungen, Meeting-Diagnose, persistente Meetingräume und Outlook-Integration.
Preise
Professional kostet rund 12 Euro pro Organizer und Monat bei jährlicher Zahlung, erlaubt bis zu 150 Teilnehmer. Business kostet rund 16 Euro und erlaubt bis zu 250 Teilnehmer.
Für wen GoTo Meeting geeignet ist
GoTo Meeting lohnt sich für kleine und mittlere Unternehmen, die verlässliche Qualität ohne großen IT-Overhead suchen. Der Telefon-Einwahl-Vorteil ist real: Für externe Teilnehmer ohne stabiles Internet ist das oft die einzige funktionierende Option.
Datenschutz: GoTo betreibt EU-Rechenzentren und gilt für deutsche Unternehmen als DSGVO-konform nutzbar.
Häufige Fragen zu Webex-Alternativen
Welche Webex-Alternative ist kostenlos?
Zoom (40 Minuten, 100 Teilnehmer), Microsoft Teams (60 Minuten, 100 Teilnehmer), Google Meet (60 Minuten, 150 Teilnehmer), Jitsi Meet (zeitlich unbegrenzt, Open Source) und Whereby (30 Minuten, 4 Teilnehmer) haben alle kostenlose Versionen. Nur GoTo Meeting bietet keine dauerhafte Gratis-Option.
Ist Zoom wirklich besser als Cisco Webex?
Für die meisten Nutzer ja. Zoom ist einfacher zu bedienen, hat eine großzügigere kostenlose Version und erfordert weniger IT-Konfiguration. In komplexen Enterprise-Umgebungen mit bestehender Cisco-Infrastruktur kann Webex weiterhin sinnvoll sein, jedoch nicht für remote arbeitende Teams ohne Cisco-Bestandssysteme.
Welche Webex-Alternative ist DSGVO-konform?
Whereby ist ohne Konfiguration DSGVO-konform, weil die Server in Norwegen (EWR) stehen. Microsoft Teams und Google Meet bieten EU-Hosting als buchbare Option. Jitsi Meet auf eigenem Server gibt volle Datenkontrolle. GoTo Meeting betreibt EU-Rechenzentren. Zoom ist mit EU-Serverstandort buchbar, aber das muss aktiv eingestellt werden.
Was kostet die günstigste Webex-Alternative?
Jitsi Meet und Google Meet sind in der Basisversion kostenlos. Wer eine bezahlte Lösung ohne Zeitlimit sucht, zahlt mit Google Workspace Starter rund 3,40 Euro pro Nutzer und Monat. Das ist die günstigste bezahlte Option dieser Liste.
Fazit: Welche Webex-Alternative passt zu dir?
Für die meisten Remote-Teams sind Zoom oder Google Meet die richtige Wahl. Microsoft-365-Nutzer sollten zuerst Teams testen, bevor sie ein weiteres Tool einführen. Wer Datenschutz an erste Stelle setzt, liegt mit Whereby oder selbst gehostetem Jitsi Meet richtig. GoTo Meeting lohnt sich für Unternehmen, die Telefon-Einwahl und dedizierten Support brauchen.