GitHub hat über 100 Millionen Entwickler weltweit, aber viele suchen seit der Übernahme durch Microsoft 2018 nach Alternativen. Die Gründe sind vielfältig: Bedenken beim Datenschutz, der Einsatz von Code für KI-Training, steigende Preise und der Wunsch nach mehr Kontrolle über die eigene Infrastruktur. Dieser Vergleich stellt sechs GitHub-Alternativen vor: GitLab, Bitbucket, Gitea, Codeberg, Azure DevOps und Forgejo, mit verifizierten Preisen (Stand: Mai 2026) und einer direkten Empfehlung je nach Anwendungsfall.
Warum Entwickler GitHub verlassen
GitHub ist die größte Code-Hosting-Plattform der Welt, aber das bedeutet nicht, dass sie für jeden die richtige Wahl ist. Seit der Übernahme durch Microsoft im Jahr 2018 für rund 7,5 Milliarden Dollar wächst das Unbehagen in der Open-Source-Community. Der Bedarf an einer guten GitHub-Alternative ist real und wächst weiter.
Vier Gründe dominieren die Diskussion:
- KI-Training mit Code: GitHub nutzt öffentliche Repositories für das Training von GitHub Copilot. Viele Entwickler wollen nicht, dass ihr Code dafür verwendet wird.
- Vendor-Lock-in: Als Microsoft-Produkt bindet GitHub Nutzer an ein kommerzielles Ökosystem. Features, Preisstrukturen und Verfügbarkeit können sich jederzeit ändern.
- Datenschutz: GitHub ist ein US-amerikanischer Dienst, der dem US-Recht unterliegt. Für DSGVO-konforme Softwareentwicklung bevorzugen viele europäische Teams europäische Alternativen mit Servern in der EU.
- Preise und Limits: Der kostenlose Plan von GitHub hat Limits bei CI/CD-Minuten und Storage, die für wachsende Teams schnell eng werden.
Die gute Nachricht: Es gibt ausgereifte GitHub-Alternativen für jeden Anwendungsfall. Vom Enterprise-DevOps-Tool bis zur kostenlosen Community-Plattform lässt sich fast jeder Bedarf ohne GitHub abdecken.
Die 6 besten GitHub Alternativen im Überblick
Sechs GitHub-Alternativen im direkten Vergleich, bevor es in die Details geht:
| Plattform | Hosting | Open Source | CI/CD | Kostenloser Plan | Am besten für |
|---|---|---|---|---|---|
| GitLab | Cloud + Self-Hosted | Open Core | GitLab CI/CD | Ja (bis 5 Nutzer) | Enterprise, DevOps-Teams |
| Bitbucket | Cloud + Self-Hosted | Nein | Bitbucket Pipelines | Ja (bis 5 Nutzer) | Atlassian-Ökosystem |
| Gitea | Self-Hosted | Ja (MIT) | Gitea Actions | Ja (Self-Hosted) | Leichtgewichtige Self-Hosted-Lösung |
| Codeberg | Cloud | Ja (Forgejo) | Woodpecker CI | Ja (komplett kostenlos) | Open Source, Datenschutz |
| Azure DevOps | Cloud | Nein | Azure Pipelines | Ja (bis 5 Nutzer) | Microsoft-Ökosystem |
| Forgejo | Self-Hosted | Ja (AGPL-v3) | Forgejo Actions | Ja (Self-Hosted) | Community, Datenschutz |
1. GitLab – Die Enterprise-Komplettlösung

GitLab ist die funktionsreichste GitHub-Alternative auf dem Markt. Während GitHub ein Code-Hosting-Tool mit Erweiterungen ist, denkt GitLab von Anfang an als vollständige DevOps-Plattform: Code-Verwaltung, CI/CD, Security-Testing, Dependency-Scanning und Deployment-Monitoring sind alle eingebaut, ohne externe Dienste.
Das macht GitLab besonders attraktiv für Teams, die ihren gesamten Entwicklungs-Workflow an einem Ort verwalten wollen. Kein Jonglieren mit GitHub, Jenkins, SonarQube und weiteren SaaS-Tools mehr. Für Teams, die zusätzlich ein Projektmanagement-Tool suchen, lässt sich GitLab Issues als vollständiges Aufgabenmanagement nutzen.
Die Self-Hosting-Option ist ein weiteres Alleinstellungsmerkmal gegenüber GitHub. Die GitLab Community Edition (CE) ist kostenlos und läuft auf eigenen Servern, was vollständige Kontrolle über Code und Infrastruktur gibt. Besonders relevant für Unternehmen mit strikten Compliance-Anforderungen.
GitLab CI/CD ist direkt in die Plattform integriert und gilt als eines der mächtigsten CI/CD-Systeme. Pipelines werden per YAML definiert, können parallel laufen und unterstützen komplexe Deployment-Szenarien von Docker-Containern bis Kubernetes.
Wichtigste Features:
- Integriertes CI/CD mit GitLab CI/CD (kein Jenkins oder CircleCI nötig)
- Security-Features wie SAST, DAST und Container-Scanning
- Merge-Requests, Code-Review und Issue-Tracking
- Integriertes Container-Registry und Package-Registry
- Self-Hosting mit der Community Edition möglich
- Integriertes Wiki und Snippets
GitLab Preise und Pläne
| Plan | Preis | Highlights |
|---|---|---|
| Free | $0 (bis 5 Nutzer) | 400 Compute-Minuten/Monat, 10 GiB Speicher |
| Premium | $29/Nutzer/Monat (jährlich) | Unbegrenzte Nutzer, 10.000 Compute-Minuten, Priority Support |
| Ultimate | Auf Anfrage | Sicherheits-Suite, Compliance-Tools, 50.000 Compute-Minuten |
Preise nach der offiziellen GitLab-Preisseite, Stand Mai 2026. Als GitHub-Alternative bietet GitLab mit der Community Edition eine dauerhaft kostenlose Self-Hosted-Option ohne Nutzerbegrenzung. Für öffentliche Open-Source-Projekte gibt es vergünstigte Konditionen.
Für wen eignet sich GitLab?
GitLab passt zu mittelgroßen und großen Entwicklungsteams, die eine vollständige DevOps-Plattform unter einem Dach suchen. Teams, die aktuell GitHub, Jenkins und Jira kombinieren, können ihren Stack mit GitLab deutlich vereinfachen. Die Self-Hosting-Option macht GitLab zur ersten Adresse für Teams mit Datenschutz- oder Compliance-Anforderungen. Kleine Teams kommen mit dem Free-Plan gut aus, sollten aber die 5-Nutzer-Grenze im Blick behalten.
2. Bitbucket – Die Atlassian-Integration

Bitbucket ist die richtige GitHub-Alternative für Teams, die bereits Jira für Issue-Tracking oder Confluence für Dokumentation nutzen. Die Integration ist tief und nativ: Commits, Branches und Pull Requests verknüpfen sich automatisch mit Jira-Issues. Ein Entwickler kann einen Branch direkt aus einem Jira-Ticket erstellen und der Branch erscheint automatisch im Ticket.
Das klingt nach einer Kleinigkeit, macht aber in der täglichen Arbeit einen spürbaren Unterschied bei der Nachvollziehbarkeit von Code-Änderungen. Außerhalb des Atlassian-Ökosystems verliert Bitbucket gegenüber GitLab und GitHub deutlich an Attraktivität.
Bitbucket Pipelines ist die integrierte CI/CD-Lösung und läuft Docker-basiert, was die meisten gängigen Sprachen ohne Konfigurationsaufwand unterstützt.
Wichtigste Features:
- Native Jira- und Confluence-Integration ohne Plugins
- Bitbucket Pipelines (CI/CD, Docker-basiert, YAML-konfigurierbar)
- Branch-Berechtigungen und Merge-Checks (per Plan)
- Code Insights für Testergebnisse und statische Analyse
- Deployment-Umgebungen mit Deployment-Tracking
- Smart Mirroring für globale Teams
Bitbucket Preise und Pläne
| Plan | Preis | Highlights |
|---|---|---|
| Free | $0 (bis 5 Nutzer) | 50 Build-Minuten/Monat, 1 GB Speicher |
| Standard | $3,65/Nutzer/Monat | Unbegrenzte Nutzer, 2.500 Build-Minuten, 5 GB Git LFS |
| Premium | $7,25/Nutzer/Monat | 3.500 Build-Minuten, IP-Allowlisting, Required Two-Step, AI-Tools |
Als GitHub-Alternative punktet Bitbucket beim Preis: Der Standard-Plan ist günstiger als GitLab Premium. Alle Pläne beinhalten unbegrenzte private Repositories.
Für wen eignet sich Bitbucket?
Bitbucket ist erste Wahl für Teams, die Jira und Confluence nutzen. Der Standard-Plan mit $3,65 pro Nutzer ist günstiger als GitLab Premium und macht Bitbucket attraktiv für preisbewusste Teams. Wer kein Atlassian-Produkt nutzt, sollte Bitbucket zugunsten von GitLab oder einer Self-Hosted-Lösung überspringen.
3. Gitea – Leichtgewichtig und selbst gehostet

Gitea ist die beliebteste Self-Hosted-GitHub-Alternative in der Open-Source-Community. Der Fokus liegt auf Einfachheit: schnelle Installation per Single-Binary oder Docker, sehr niedriger Ressourcenbedarf und eine Oberfläche, die GitHub optisch ähnelt.
Die Plattform ist in Go geschrieben und braucht so wenig Ressourcen, dass sie problemlos auf einem Raspberry Pi 4 läuft. Ein Team kann Gitea auf einem günstigen VPS für unter zehn Euro pro Monat betreiben, was sie zur bevorzugten Wahl für Teams macht, die eine interne Git-Plattform ohne große Infrastruktur wollen.
Gitea Actions ist seit Version 1.20 verfügbar und nutzt eine zu GitHub Actions kompatible YAML-Syntax. Bestehende GitHub Actions-Workflows lassen sich in vielen Fällen direkt übernehmen, was die Migration von GitHub erheblich vereinfacht.
Wichtigste Features:
- Installation per Single-Binary, Docker oder Kubernetes
- Sehr niedriger RAM- und CPU-Bedarf (läuft auf Raspberry Pi)
- Gitea Actions (kompatibel mit GitHub Actions Syntax)
- Issue-Tracking, Pull Requests, Code-Review und Wikis
- Mehrere Authentifizierungsmethoden (LDAP, OAuth 2.0, SAML, SSO)
- Package-Registry für Docker, npm, Maven und mehr
- Aktive Community mit regelmäßigen Releases
Gitea Preise und Pläne
Als GitHub-Alternative ist Gitea vollständig kostenlos unter der MIT-Lizenz. Es gibt keinen kostenpflichtigen Cloud-Plan. Gitea läuft ausschließlich selbst gehostet. Wer Gitea ohne eigenen Server nutzen will, kann auf Codeberg zugreifen, das auf Forgejo (einem Gitea-Fork) basiert und als kostenlose Cloud-Instanz verfügbar ist.
Für wen eignet sich Gitea?
Gitea passt zu Teams und Einzelpersonen, die maximale Kontrolle über ihre Code-Infrastruktur wollen und bereit sind, einen eigenen Server zu betreiben. Unternehmen mit strikten Compliance-Anforderungen finden hier eine ausgereifte Lösung. Einsteiger ohne Server-Know-how greifen besser zu Codeberg.
4. Codeberg – Kostenlos, gemeinnützig und in Deutschland

Codeberg ist die GitHub-Alternative mit dem klarsten Datenschutzversprechen: kein Tracking, keine Werbung, keine Monetarisierung von Nutzerdaten, Server in Europa.
Die Plattform wird vom gemeinnützigen Verein Codeberg e.V. mit Sitz in Berlin betrieben. Wer dort Code hostet, unterstützt kein profitorientiertes Unternehmen, sondern eine Community. Das macht Codeberg besonders attraktiv für Open-Source-Projekte, die Wert auf Unabhängigkeit und Datensouveränität legen.
Codeberg läuft auf Forgejo, einem Community-Fork von Gitea, und bietet neben Git-Hosting auch CI/CD über Woodpecker CI und eine Pages-Funktion für statische Websites. Über 529.000 Projekte und 331.000 Nutzer (Stand: Mai 2026, Quelle: codeberg.org) nutzen die Plattform bereits.
Der Unterschied zu GitHub ist fundamental: Codeberg kann keine Nutzerdaten monetarisieren, weil es kein Profit-Motiv gibt. Der Verein ist durch seine gemeinnützige Satzung gebunden, die Interessen der Community in den Vordergrund zu stellen.
Wichtigste Features:
- Komplett kostenlos, keine Kreditkarte nötig
- DSGVO-konform, Serverstandort in Deutschland
- Kein Tracking, keine Werbung, keine KI-Nutzung der Daten
- Woodpecker CI für automatisierte Pipelines
- Codeberg Pages für statische Websites
- Forgejo als technische Basis (Community-Fork von Gitea)
- Unterstützung durch optionale Mitgliedschaft beim Verein möglich
Codeberg Preise und Pläne
Als kostenlose GitHub-Alternative verzichtet Codeberg vollständig auf bezahlte Pläne. Der Verein finanziert sich über freiwillige Mitgliedsbeiträge und Spenden. Wer die Plattform nutzt, kann sie durch eine Mitgliedschaft beim Codeberg e.V. unterstützen, ist dazu aber nicht verpflichtet.
Für wen eignet sich Codeberg?
Codeberg passt zu Open-Source-Projekten und Entwicklern, die GitHub aus Datenschutzgründen verlassen wollen, aber keinen eigenen Server betreiben können oder wollen. Teams, die DSGVO-Konformität benötigen und kostenloses Cloud-Hosting suchen, finden hier eine ausgereifte Option. Kommerzielle Teams mit umfangreichen CI/CD-Anforderungen stoßen bei Codeberg an Grenzen und sollten GitLab oder Azure DevOps prüfen.
5. Azure DevOps – Für Microsoft-Ökosysteme

Azure DevOps ist Microsofts eigene DevOps-Plattform und für Teams im Microsoft-Ökosystem eine naheliegende GitHub-Alternative. Während GitHub auf die allgemeine Entwickler-Community ausgerichtet ist, zielt Azure DevOps auf Unternehmen, die tief in der Microsoft-Welt verankert sind.
Der Code-Hosting-Teil heißt Azure Repos und ist funktional solide. Privates und öffentliches Git-Hosting, Pull Requests, Code-Review, Branch-Policies: alles vorhanden. Der eigentliche Vorteil liegt in der Kombination mit Azure Boards, Azure Pipelines und der nativen Anbindung an Azure Cloud, Visual Studio und Microsoft Entra ID.
Azure Pipelines gilt als eines der leistungsfähigsten CI/CD-Systeme für Microsoft-Workloads. .NET-Anwendungen, Windows-Builds und Azure-Deployments laufen ohne großen Konfigurationsaufwand. Für Teams ohne Microsoft-Ökosystem bietet Azure DevOps keinen klaren Vorteil gegenüber GitLab oder Bitbucket.
Wichtigste Features:
- Azure Repos für Git-Hosting mit Branch-Policies und Pull Requests
- Azure Pipelines mit Azure-Cloud-Integration und Windows-Build-Unterstützung
- Azure Boards für agiles Projektmanagement (Kanban, Scrum)
- Tiefe Visual Studio- und VS Code-Integration
- Anbindung an Microsoft Entra ID (ehemals Azure Active Directory)
- YAML- und klassische Pipeline-Konfiguration
Azure DevOps Preise und Pläne
| Plan | Preis | Highlights |
|---|---|---|
| Free | $0 (bis 5 Nutzer) | Unbegrenzte Repos, 1.800 Pipeline-Minuten/Monat |
| Basic | ca. $6/Nutzer/Monat | Unbegrenzte Nutzer, erweiterte Features |
Der Basic-Plan-Preis basiert auf Microsoft-Preisangaben, Stand Mai 2026. Für öffentliche Open-Source-Projekte bietet Microsoft unbegrenzte Pipeline-Minuten kostenlos, was Azure DevOps auch als GitHub-Alternative für OSS-Projekte interessant macht.
Für wen eignet sich Azure DevOps?
Azure DevOps passt zu Enterprise-Teams, die bereits Azure-Infrastruktur nutzen und ihren Workflow vollständig in der Microsoft-Welt halten wollen. Teams mit Visual Studio oder .NET-Workloads profitieren von der nativen Integration. Ohne Microsoft-Bindung sind GitLab oder Bitbucket flexibler und oft günstiger.
6. Forgejo – Open Source und Community-geführt

Forgejo ist ein Community-Fork von Gitea und für Entwickler, die Wert auf transparente Governance legen, die konsequentere GitHub-Alternative. Das Projekt entstand 2022, nachdem Bedenken über die Governance-Richtung von Gitea laut wurden. Forgejo legt großen Wert auf Open-Source-Prinzipien und Unabhängigkeit von kommerziellen Interessen.
Codeberg, die größte öffentliche Git-Hosting-Plattform im deutschsprachigen Raum, läuft auf Forgejo. Wer Codeberg nutzt, arbeitet bereits mit Forgejo, ohne es zu wissen. Der Unterschied zu Gitea ist für die meisten im Alltag kaum spürbar: gleiche Oberfläche, gleiche API, gleiche Funktionen.
Forgejo Actions ist kompatibel mit GitHub Actions-Workflows. Wer von GitHub zu Forgejo wechselt, kann bestehende CI/CD-Pipelines in vielen Fällen direkt übernehmen.
Wichtigste Features:
- Self-Hosted-Lösung mit vollem Feature-Set von Gitea
- Forgejo Actions (kompatibel mit GitHub Actions Workflows)
- Starker Fokus auf Datenschutz und Datensouveränität
- Community-geführte Entwicklung ohne kommerzielle Hintergedanken
- Aktive Weiterentwicklung unabhängig von Gitea
- Codeberg als kostenlose, öffentlich zugängliche Cloud-Instanz nutzbar
- AGPL-v3-Lizenz (starkes Copyleft)
Forgejo Preise und Pläne
Als Community-GitHub-Alternative ist Forgejo vollständig kostenlos unter der AGPL-v3-Lizenz. Die Software läuft ausschließlich selbst gehostet. Wer Forgejo ohne eigene Infrastruktur nutzen will, kann Codeberg als kostenlose Cloud-Instanz verwenden, die auf Forgejo basiert.
Für wen eignet sich Forgejo?
Forgejo passt zu Entwicklern und Teams, die Gitea schätzen und Wert auf unabhängige Community-Governance legen. Wer bereits Gitea betreibt, kann auf Forgejo migrieren, ohne die Oberfläche neu lernen zu müssen. Teams, für die das AGPL-Copyleft eine Anforderung ist, finden in Forgejo ein sauber lizenziertes Open-Source-Fundament.
Welche GitHub Alternative passt zu dir?
Die richtige Wahl hängt vom Team-Kontext ab. Hier eine direkte Empfehlung je nach Situation:
- Enterprise-Teams mit komplexem DevOps-Workflow: GitLab bietet die vollständigste Plattform und lässt sich selbst hosten.
- Teams mit Jira und Confluence: Bitbucket mit nativer Atlassian-Integration ist die logische Wahl.
- Self-Hosting mit minimalem Ressourcenbedarf: Gitea läuft auch auf einem Raspberry Pi und ist MIT-lizenziert.
- Datenschutz und kostenlos ohne eigenen Server: Codeberg ist gemeinnützig, in Berlin ansässig und vollständig kostenlos.
- Microsoft-Azure-Ökosystem: Azure DevOps mit nativer Visual Studio- und Azure-Integration.
- Open-Source-Community-Governance: Forgejo auf Codeberg kombiniert Community-Prinzipien mit kostenlosem Hosting.
Wer noch nicht sicher ist, sollte mit GitLab beginnen. Es hat den breitesten Feature-Satz, eine kostenlose Variante für kleine Teams und lässt sich bei Bedarf selbst hosten. Für Open-Source-Projekte ohne Budget ist Codeberg die direkteste Empfehlung: komplett kostenlos, DSGVO-konform, kein Tracking.
FAQ – Häufige Fragen zu GitHub Alternativen
Gibt es eine kostenlose GitHub Alternative?
Ja, mehrere. Codeberg ist vollständig kostenlos, ohne Limits beim Hosting und ohne Kreditkarte. GitLab Free und Bitbucket Free bieten jeweils einen kostenlosen Plan für bis zu fünf Nutzer. Gitea und Forgejo sind als Self-Hosted-Lösungen kostenlos, erfordern aber einen eigenen Server oder VPS.
Welche GitHub Alternative kann ich selbst hosten?
Gitea und Forgejo sind die populärsten selbst gehosteten GitHub-Alternativen. Beide sind kostenlos, Open Source und lassen sich per Docker in wenigen Minuten installieren. GitLab Community Edition ist ebenfalls self-hosted nutzbar und eignet sich für größere Teams. Wer keinen Server betreiben will, nutzt Codeberg als kostenlose Cloud-Instanz, die auf Forgejo läuft.
Ist GitLab wirklich kostenlos?
GitLab ist teilweise kostenlos. Der Free-Plan steht Teams mit bis zu fünf Nutzern ohne Kosten zur Verfügung, inklusive 400 Compute-Minuten pro Monat und 10 GiB Speicher. Für größere Teams kostet der Premium-Plan $29 pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung. Die GitLab Community Edition für Self-Hosting ist dauerhaft und ohne Nutzerbegrenzung kostenlos, braucht aber eigene Infrastruktur.
Was ist der Unterschied zwischen Gitea und Forgejo?
Gitea ist das Originalprodukt, Forgejo ist ein Community-Fork aus dem Jahr 2022. Beide sind funktional sehr ähnlich und teilen die gleiche technische Basis. Der Hauptunterschied liegt in der Governance: Forgejo wird ausschließlich von der Community geführt, ohne kommerzielle Interessen dahinter. Codeberg, die größte kostenlose Git-Hosting-Plattform im deutschsprachigen Raum, läuft auf Forgejo.