Das reMarkable kostet ab 449 Euro. Wer danach Cloud-Sync, Handschriftsuche und die Desktop-App nutzen will, zahlt nach dem 50-tägigen Gratis-Test noch 3,99 Euro im Monat für das Connect-Abo – knapp 48 Euro pro Jahr. Über drei Jahre summiert sich das auf fast 600 Euro für das Grundmodell.
Viele suchen deshalb nach einer Alternative. Und der Markt hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt: Geräte von Onyx BOOX, Amazon, Kobo und Supernote bieten ähnliche Kernfunktionen – ohne Pflichtabo, teilweise mit Android, zu sehr unterschiedlichen Preispunkten.
Die vier stärksten Alternativen im Überblick:
- BOOX Note Air3 (ca. 413 Euro auf Amazon.de) – flexibelste Alternative dank Android und Google Play
- Kindle Scribe (ab 295 Euro auf Amazon.de) – günstigster Einstieg, ideal für Kindle-Nutzer
- Supernote Nomad (ab ca. 305 Euro) – bestes papierähnliches Schreibgefühl in kompakt
- Kobo Elipsa 2E (ca. 400 Euro auf Amazon.de) – stärkster E-Book-Reader mit Stifteingabe
Worauf kommt es bei einer reMarkable-Alternative an?
Nicht jedes Tablet mit Stift ist eine echte Alternative. Vier Punkte entscheiden.
E-Ink-Display
E-Ink-Displays unterscheiden sich grundlegend von normalen Tablet-Bildschirmen. Sie verbrauchen im Standby keinen Strom, blenden auch in der Sonne kaum, und ermüden die Augen weniger. Das reMarkable 2 nutzt ein 10,3-Zoll-Carta-Display mit 226 PPI. Gute Alternativen liegen bei 227 PPI oder höher und verwenden aktuelle Carta-Standards.
Wichtig: Nicht alle E-Ink Tablets haben eine Frontbeleuchtung. Das reMarkable 2 hat keine – der Kindle Scribe, der BOOX Note Air3 und der Kobo Elipsa 2E schon. Wer abends ohne Umgebungslicht lesen oder schreiben will, braucht sie.
Farb-E-Ink-Modelle wie der BOOX Note Air5 C sehen auf Produktfotos eindrucksvoll aus. In der Praxis wirken die Farben blasser als auf normalen Tablets. Für farbige Notizen oder Diagramme trotzdem sinnvoll.
Schreibgefühl und Stift
Das reMarkable hat unter allen E-Ink Tablets das papierähnlichste Schreibgefühl. Eine leicht texturierte Oberfläche und sehr geringe Eingabeverzögerung machen das Schreiben angenehm – fast wie auf Papier. Keine Alternative erreicht das ganz, aber BOOX und Supernote kommen nah ran.
Entscheidend beim Vergleich: ob der Stift im Lieferumfang ist (beim BOOX Note Air3, Kindle Scribe und Kobo Elipsa 2E schon), wie viele Druckstufen er hat (4.096 sind Standard), und ob Handflächenerkennung vorhanden ist.
Betriebssystem und Apps
Hier ist der Unterschied am deutlichsten. Das reMarkable läuft auf einem geschlossenen System – keine externen Apps, kein eigener Cloudspeicher ohne Abo.
Der BOOX Note Air3 läuft dagegen auf Android 12 mit dem Google Play Store. Kindle-App, Google Drive, Notion, Dropbox – alles installierbar. Das ist ein erheblicher Unterschied für alle, die ihr Gerät in bestehende Workflows einbinden wollen.
Kindle Scribe, Supernote und Kobo laufen auf eigenen Systemen, sind aber jeweils gut in ihr eigenes Ökosystem integriert.
Abo-Freiheit und Gesamtkosten
Drei Jahre reMarkable 2 mit vollem Funktionsumfang kosten knapp 600 Euro. Alle hier empfohlenen Alternativen kommen ohne Pflichtabo aus. Das ist kein kleines Detail – der langfristige Kostenvorteil ist real.
Die besten reMarkable-Alternativen im Überblick
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Vergleichsdaten zusammen, damit du auf einen Blick siehst, welches Gerät zu deinem Einsatzzweck passt.
| Gerät | Preis (EUR ca.) | Display | OS | Abo nötig? |
|---|---|---|---|---|
| BOOX Note Air3 | ca. 413 € | 10,3″ mono, 227 PPI | Android 12 | Nein |
| Kindle Scribe | ab 295 € | 10,2″ mono, 300 PPI | Amazon OS | Nein |
| Supernote Nomad | ab ca. 305 € | 7,8″ mono | proprietär | Nein |
| Supernote A5 X2 Manta | ab ca. 470 € | 10,7″ mono | proprietär | Nein |
| Kobo Elipsa 2E | ca. 400 € | 10,3″ mono, 227 PPI | Kobo OS | Nein |
| BOOX Note Air5 C | ca. 530 € | 10,3″ Farbe | Android 15 | Nein |
| reMarkable 2 (Vergleich) | ab 449 € | 10,3″ mono, 226 PPI | proprietär | 3,99 €/Monat |
Alle Preise nach Amazon.de und Herstellerseiten. Aktuelle Preise vor dem Kauf prüfen.
BOOX Note Air3 – Beste Gesamtalternative
Wer ein reMarkable ersetzen und dabei nichts aufgeben will, landet beim BOOX Note Air3. Das Gerät kostet auf Amazon.de derzeit etwa 413 Euro, läuft mit Android 12, hat den Google Play Store – und macht damit das Meiste möglich, was das reMarkable nicht kann.
Display und Schreibgefühl
Das 10,3-Zoll-Carta-Display hat 227 PPI und eine Auflösung von 1.872 x 1.404 Pixel. Die Frontbeleuchtung lässt sich stufenlos dimmen, was das reMarkable 2 nicht bietet. Das Schreibgefühl ist sehr gut: geringer Versatz beim Stift, 4.096 Druckstufen, Handflächenerkennung. Etwas weniger papierähnlich als das reMarkable, aber nah genug, dass man sich schnell umgewöhnt.
Der Stift ist im Lieferumfang enthalten. Stiftspitzen müssen gelegentlich gewechselt werden, sind aber günstig.
Android macht den Unterschied
Das ist der entscheidende Vorteil. Kindle-App? Läuft. Google Drive statt Connect-Abo? Kein Problem. Wer Notion, OneNote, Obsidian oder irgendeine andere App nutzen will – einfach aus dem Play Store installieren. Das Gerät fügt sich in bestehende Arbeitsabläufe ein, statt ein eigenes Silo aufzubauen.
Der Qualcomm Snapdragon 680 ist kein Hochleistungschip, aber für Notizen und Lesen reicht er. E-Ink-typisch: Scrollen und Animationen wirken träger als auf einem normalen Tablet. Das fällt beim Schreiben und Lesen kaum auf, beim Surfen dagegen schon.
Was der BOOX Note Air3 kann und was nicht
Stark: Notizen, PDFs, E-Books, Cloud-Integration ohne Abo, maximale App-Flexibilität. Schwächer als das reMarkable: das Schreibgefühl ist minimal weniger papierähnlich, das System weniger fokussiert.
Preis: aktuell ca. 413 Euro auf Amazon.de
Kindle Scribe – Beste Alternative für Amazon-Nutzer
Der Kindle Scribe ist die preisgünstigste ernsthafte reMarkable-Alternative in dieser Liste. Das 16-GB-Modell kostet auf Amazon.de ab 295 Euro – fast 160 Euro weniger als das reMarkable 2.
Schreiben und Lesen
Das 10,2-Zoll-Display hat 300 PPI, damit schärfer als das reMarkable. Die Frontbeleuchtung ist vorhanden. Der mitgelieferte Basis-Stift reicht für gelegentliche Notizen. Wer häufiger schreibt, greift besser zum Premium Pen (separat erhältlich).
Das Schreibgefühl ist solide, aber nicht das stärkste in dieser Runde. Kein Radiergummiende am Stift, die Textur der Oberfläche ist glatter als beim reMarkable oder Supernote. Für Notizen am Rand von Büchern oder kurze Handschriftstücke absolut ausreichend.
Amazon-Ökosystem als Stärke
Die direkte Integration mit Kindle-Büchern ist der stärkste Punkt. Wer bereits eine Kindle-Bibliothek hat, nutzt alles weiter. PDFs per Send to Kindle importieren, Notizen direkt in E-Books schreiben, alles in der Cloud – ohne extra Abo.
Das Ökosystem ist geschlossen. EPUB-Dateien mit DRM funktionieren nicht nativ, Kobo-Bücher auch nicht. Für reine Kindle-Nutzer spielt das keine Rolle.
Preis: ab 295 Euro (16 GB, Amazon.de, Preis kann variieren)
Supernote Nomad – Beste Alternative für Handschrift-Puristen
Das Supernote Nomad ist kleiner (7,8 Zoll), leichter (530 Gramm) und hat kein Frontlicht. Dafür hat es eines der besten Schreibgefühle in dieser Runde – und kommt ohne Abo aus.
Papierähnliches Schreibgefühl
Supernote verwendet eine spezielle Soft-Film-Oberfläche, die sich rauer als normales Glas anfühlt. Schreiben fühlt sich deutlich näher an echtem Papier an als bei den meisten Konkurrenten. Die Keramikspitze (NeverReplace Nib) muss laut Hersteller nicht gewechselt werden – ein echter Vorteil gegenüber reMarkable, wo regelmäßig Stiftspitzen fällig werden.
Proprietäres System – fokussiert, nicht unflexibel
Das Supernote läuft auf einem eigenen Betriebssystem ohne Android. Was fehlt: App-Store, externe Clouddienste nach Wahl. Was funktioniert: Notizen, PDFs, E-Books, Handschriftsuche, eigene Cloud-Synchronisation. Das System ist stabil und auf Zettelwirtschaft ausgelegt.
Das Gerät ist kompakter als das reMarkable 2 und passt gut in einen Rucksack.
Preis: ab ca. 305 Euro (US-Preis konvertiert, supernote.com – Preise variieren)
Kobo Elipsa 2E – Beste Alternative für E-Book-Leser
Wer vor allem liest und gelegentlich Notizen macht, ist beim Kobo Elipsa 2E am besten aufgehoben. Das Gerät kostet auf Amazon.de etwa 400 Euro und kommt mit dem Kobo Stylus 2 im Lieferumfang.
E-Reading als Kernstärke
Das 10,3-Zoll-Display mit ComfortLight PRO bietet einstellbares Warm-/Kaltlicht, was das Lesen bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen angenehm macht. Der Kobo Store ist nach Amazon der größte E-Book-Anbieter in Deutschland. EPUB-Dateien laufen nativ – kein Umweg über Konverter oder externe Apps nötig.
Notizen direkt in E-Books
Der Kobo Stylus 2 erlaubt das Schreiben direkt in E-Books und PDFs. Markierungen, Kommentare, Randnotizen – alles funktioniert. Das Schreibgefühl ist ordentlich, aber nicht so ausgeprägt wie beim BOOX oder Supernote.
Preis: ca. 400 Euro (Amazon.de, Preis kann variieren)
Weitere Optionen im Kurzüberblick
Neben den vier Topempfehlungen gibt es weitere E-Ink Tablets, die je nach Bedarf interessant sein können.
BOOX Note Air5 C (ca. 530 Euro): Aktuellstes BOOX-Modell mit Farb-E-Ink und Android 15. Farbe klingt attraktiv, wirkt in der Praxis aber blasser als gedacht. Sinnvoll vor allem bei farbigen PDFs oder Diagrammen.
Supernote A5 X2 Manta (ab ca. 470 Euro): Wer das Schreibgefühl des Nomad liebt, aber mehr Bildschirmfläche braucht. 10,7 Zoll, noch bessere Papier-Textur, modular aufgebaut mit tauschbarer Batterie.
Fujitsu Quaderno A5 (ab ca. 500 Euro): Auf Büro und PDF-Annotation zugeschnitten. Kein Android, schlichtes System. Interessant für Nutzer, die ausschließlich Dokumente bearbeiten wollen.
reMarkable 2 vs. Alternativen – Die entscheidenden Unterschiede
Beim reinen Schreibgefühl liegt das reMarkable noch vorn. Bei allem anderen – Preis, Flexibilität, Gesamtkosten – haben die Alternativen klar die Nase vorn.
| Feature | reMarkable 2 | BOOX Note Air3 | Kindle Scribe | Supernote Nomad |
|---|---|---|---|---|
| Preis | ab 449 € | ca. 413 € | ab 295 € | ab ca. 305 € |
| Abo nötig? | 3,99 €/Monat | Nein | Nein | Nein |
| Betriebssystem | proprietär | Android 12 | Amazon OS | proprietär |
| App-Support | nur reMarkable | Google Play | begrenzt | begrenzt |
| Schreibgefühl | sehr gut | gut | ordentlich | sehr gut |
| Frontbeleuchtung | Nein | Ja | Ja | Nein |
| Cloud-Sync | Connect-Abo | Google Drive frei | Amazon Cloud | eigene Cloud |
Welche reMarkable-Alternative passt zu dir?
Die Wahl hängt davon ab, was du mit dem Gerät hauptsächlich machen willst.
- Maximale Flexibilität und Apps: BOOX Note Air3. Kein anderes Gerät in dieser Runde lässt sich so gut in bestehende Workflows einbinden.
- Günstigster Einstieg / Kindle-Nutzer: Kindle Scribe (16 GB). Unter 300 Euro, direkte Amazon-Integration, kein Abo.
- Bestes Schreibgefühl in kompakter Form: Supernote Nomad. Wer viel handschreibt und oft unterwegs ist, schätzt das natürliche Gefühl und das kleine Format.
- Hauptsächlich E-Books lesen: Kobo Elipsa 2E. Bester E-Book-Store außerhalb von Amazon, EPUB nativ, angenehmes Lesen.
- Farbige Dokumente und PDFs: BOOX Note Air5 C. Teurer, aber das Einzige hier mit Farb-E-Ink und Android.
- Studium / intensives PDF-Annotieren: Supernote A5 X2 Manta oder BOOX Note Air3 – beide bieten große Bildschirme und solide PDF-Werkzeuge.
Häufige Fragen zur reMarkable-Alternative
Ist eine reMarkable-Alternative günstiger als das Original?
Einige Alternativen sind günstiger, andere liegen im ähnlichen Preisbereich. Der Kindle Scribe startet bei 295 Euro, das Supernote Nomad bei etwa 305 Euro – beides klar unter dem reMarkable 2 ab 449 Euro. Dazu kommt beim reMarkable das Connect-Abo, das die Gesamtkosten weiter erhöht.
Können reMarkable-Alternativen auch E-Books lesen?
Die meisten E-Ink Tablets können E-Books lesen, oft sogar besser als das reMarkable. Der Kindle Scribe greift nativ auf Amazon-Bücher zu, der Kobo Elipsa 2E unterstützt EPUB-Dateien direkt, und der BOOX Note Air3 lässt die Installation beliebiger Lese-Apps zu. Das reMarkable selbst ist für E-Books vergleichsweise schwach – sein Fokus liegt klar auf Handschrift-Notizen.
Welche reMarkable-Alternative hat das beste Schreibgefühl?
Das natürlichste Schreibgefühl haben das Supernote Nomad und das Supernote A5 X2 Manta, dicht gefolgt vom BOOX Note Air3. Das reMarkable 2 bleibt der Maßstab, aber die Lücke ist kleiner geworden. Der Kindle Scribe liegt bei diesem Kriterium weiter hinten.
Brauche ich für reMarkable-Alternativen ein Abo?
Keine der hier empfohlenen Alternativen verlangt ein Pflichtabo. BOOX Note Air3, Kindle Scribe, Supernote Nomad und Kobo Elipsa 2E funktionieren vollständig ohne monatliche Kosten. Beim reMarkable dagegen schränkt das fehlende Connect-Abo wichtige Funktionen ein.
Gibt es eine günstige reMarkable-Alternative unter 300 Euro?
Der Kindle Scribe (16 GB) liegt auf Amazon.de knapp unter 300 Euro und ist damit die günstigste sinnvolle Alternative. Refurbished-Modelle sind noch günstiger. LCD-Schreibtafeln oder Grafiktablets, die manchmal als Alternativen gelistet werden, sind keine echten Vergleichsprodukte – sie funktionieren grundlegend anders als ein E-Ink-Notizbuch.
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