Max Benz

Remote-Work-Redakteur

Max Benz schreibt über Remote Work, Produktivität und Tools für ortsunabhängiges Arbeiten.

Zapier Alternative 2026: 6 Automatisierungs-Tools für Remote-Teams

Sechs Automatisierungs-Tools mit Preisen von den offiziellen Preisseiten und einer klaren Empfehlung, welches Tool zu welcher Team-Konstellation passt.

remote-job.net: Zapier Alternative 2026: 6 Automatisierungs-Tools für Remote-Teams
100 TasksZapier-Gratisplan pro Monat

Unsere Top 3 auf einen Blick

Budget-Teams Make
Preis
kostenlos / ab $9/Mo
Integrationen
3.000+
Nutzer
unbegrenzt auf allen Plänen
Details ansehen
DSGVO n8n
Preis
kostenlos (Self-Hosted) / ab €20/Mo
Integrationen
400+
Self-Hosting
Ja
Details ansehen
KI und MCP Activepieces
Preis
kostenlos (Self-Hosted) / ab $16/Mo
Nutzer
bis 5 (Plus), 25 (Team)
Lizenz
MIT (Community Edition)
Details ansehen

Zapiers eigene Preisseite zeigt es deutlich: Der kostenlose Plan wurde auf 100 Tasks pro Monat gekürzt, und Workflows mit mehr als zwei Schritten sind darauf gar nicht mehr möglich. Ein Remote-Team, das täglich fünf-Schritt-Workflows für Onboarding, Reporting oder Kundenkommunikation braucht, sprengt dieses Limit innerhalb weniger Tage. Die task-basierte Abrechnung wird bei wachsendem Automationsvolumen teuer, Team-Pläne kosten deutlich mehr als Einzelnutzer-Zugänge, und KI-native Funktionen mit MCP-Anbindung fehlen auf den meisten bezahlbaren Plänen. Tools wie Make, n8n und Activepieces haben sich als vollwertige Zapier-Alternativen etabliert, oft zu einem Bruchteil der Kosten.

Dieser Artikel stellt die sechs besten Zapier-Alternativen für Remote-Teams vor. Alle Preise stammen von den offiziellen Preisseiten und wurden am 22. August 2026 verifiziert. Für jedes Tool gibt es eine klare Empfehlung, für welche Team-Konstellation es am besten passt.

Das Wichtigste auf einen Blick

Make ist für die meisten Remote-Teams die stärkste Zapier-Alternative: günstiger, mit unbegrenzten Nutzern auf allen Plänen und über 3.000 Integrationen. n8n ist die beste Wahl bei DSGVO-Anforderungen, Power Automate wenn dein Team vollständig auf Microsoft 365 setzt, und Activepieces überzeugt, wenn MCP-Server und KI-Agenten im Vordergrund stehen. Die folgende Tabelle gibt den vollständigen Überblick.

ToolPreis abStärkeBeste für
MakeKostenlos / $9/MoVisuelle Workflows, 3.000+ Integrationen, unbegrenzte NutzerBudget-bewusste Remote-Teams
n8nKostenlos (Self-Hosted) / €20/MoOpen-Source, Datenkontrolle, DSGVOTechnische Teams und Entwickler
Microsoft Power Automate$15/Nutzer/MoNahtlose M365-IntegrationMicrosoft-365-Teams
ActivepiecesKostenlos (Self-Hosted) / $16/MoOpen-Source, MCP auf allen bezahlten Plänen, KI-AgentenTeams mit KI- und MCP-Fokus
IFTTTKostenlos / $2,99/MoEinfachste Bedienung, günstigster EinstiegEinzelpersonen und kleine Teams
WorkatoAuf AnfrageEnterprise-Skalierbarkeit, rollenbasierte KontrolleGroße Remote-Organisationen

Warum wechseln Remote-Teams von Zapier?

Remote-Teams verlassen Zapier vor allem wegen der Kosten und der Einschränkungen bei Team-Zugängen. Auf dem kostenlosen Plan sind seit der letzten Preisänderung nur noch 100 Tasks pro Monat und maximal zwei Schritte pro Workflow erlaubt, verifiziert auf Zapiers eigener Preisseite. Der nächsthöhere Plan, Professional, startet bei $19,99 pro Monat bei jährlicher Abrechnung für 750 Tasks. Zapiers task-basierte Abrechnung bedeutet: Jede Aktion in einem Workflow kostet einen Task. Bei einfachen Zwei-Schritt-Automationen bleibt das überschaubar, bei komplexeren Workflows mit Filtern, Schleifen und mehreren Aktionen läuft das Budget schnell aus.

Hinzu kommt, dass Team-Pläne bei Zapier deutlich teurer sind als Einzelnutzer-Optionen. Remote-Teams mit mehreren Mitarbeitern, die auf dieselben Workflows zugreifen müssen, zahlen pro zusätzlichem Nutzer. Alternativen wie Make bieten unbegrenzte Nutzer bereits im Basisplan für $9/Mo, was bei wachsenden Teams einen erheblichen Kostenvorteil bedeutet.

Ein weiterer Punkt: Zapiers KI-Funktionen sind auf günstigeren Plänen stark eingeschränkt, und jeder erfolgreiche MCP-Tool-Aufruf kostet dort zusätzlich zwei Tasks. KI-native Automatisierungsplattformen wie Activepieces integrieren einen MCP-Server bereits auf jedem bezahlten Plan, ohne separate API-Kosten für den Zugriff.

Die häufigsten Wechselgründe für Remote-Teams:

  • Task-Limits werden bei wachsendem Automationsvolumen schnell zu eng
  • Mehrere Teammitglieder bedeuten bei Zapier höhere Plan-Kosten
  • Komplexe Workflows mit Schleifen, Bedingungen oder Unterszenarien sind schwer umzusetzen
  • KI-native Funktionen fehlen auf bezahlbaren Plänen
  • Datenschutzanforderungen (DSGVO) erfordern Self-Hosting oder europäische Server

Worauf du bei einer Zapier-Alternative achten solltest

Fünf Kriterien entscheiden, welche Zapier-Alternative zu einem Remote-Team passt. Die Gewichtung hängt davon ab, ob das Team technisch versiert ist, auf welchem Tool-Stack es aufbaut und wie groß das Automationsvolumen ist.

  1. Anzahl der Integrationen: Make bietet über 3.000 App-Verbindungen, n8n über 400 native Integrationen plus eigene Custom-Nodes. Für Teams, die spezialisierte B2B-Tools nutzen, ist die Integrationsliste entscheidend.
  2. Preismodell: Zapier rechnet pro Task ab. Make rechnet pro Operation. n8n (Self-Hosted) rechnet gar nicht ab. Das Preismodell hat bei wachsendem Volumen großen Einfluss auf die monatlichen Gesamtkosten.
  3. Team-Features: Können mehrere Nutzer Workflows teilen, bearbeiten und gemeinsam verwalten? Make erlaubt unbegrenzte Nutzer auf allen Plänen. Activepieces bietet im Team-Plan 25 Nutzer inklusive und lässt sich zusätzlich komplett selbst hosten.
  4. KI-Unterstützung und MCP-Server: Ein MCP-Server (Model Context Protocol) macht den entscheidenden Unterschied: Statt fester Trigger-Aktion-Ketten kann ein KI-Agent zur Laufzeit selbst entscheiden, welches Tool er aufruft, und mehrere Schritte hintereinander ausführen. Activepieces bietet MCP auf allen bezahlten Plänen, Make unterstützt MCP-Server und Make AI Agents (Beta), n8n bietet LangChain- und KI-Agent-Nodes. Selbst Zapier hat inzwischen einen eigenen MCP-Server, allerdings kostet dort jeder erfolgreiche MCP-Tool-Aufruf zwei Tasks. Für Teams mit KI-Automatisierungsplänen ist dieser Unterschied entscheidend.
  5. Datenschutz und Self-Hosting: Für Teams in Deutschland oder mit DSGVO-kritischen Prozessen ist n8n die stärkste Option: Die Community Edition ist kostenlos, self-hosted und ohne externe Datenverarbeitung betreibbar.

Die 6 besten Zapier-Alternativen für Remote-Teams

Alle folgenden Tools wurden auf aktive Domains geprüft, die Preise von offiziellen Preisseiten verifiziert.

1. Make – Die flexibelste Zapier-Alternative

Make.com Homepage Screenshot – Visuelle Workflow-Automatisierung

Make (früher Integromat) ist für die meisten Remote-Teams die beste Zapier-Alternative. Der Core-Plan kostet $9/Mo für 10.000 Operationen, erlaubt unbegrenzte Nutzer und unterstützt über 3.000 Integrationen. Bei diesem Preis-Leistungs-Verhältnis ist Make praktisch jedem vergleichbaren Zapier-Plan eindeutig überlegen, auch wenn Zapier bei reiner Einfachheit noch die Nase vorn hat.

Der visuelle Workflow-Builder arbeitet mit einem Szenario-Modell: Apps werden grafisch miteinander verbunden, Bedingungen und Schleifen lassen sich intuitiv einrichten. Du siehst dabei in Echtzeit, wie Daten durch deinen Workflow fließen. Für Teams ist besonders relevant, dass Szenarien geteilt und gemeinsam bearbeitet werden können. Der Teams-Plan für $29/Mo bietet zusätzlich Rollen und Template-Sharing. Make unterstützt außerdem MCP-Server, was die direkte Anbindung von KI-Modellen in Workflows ermöglicht.

Ein wichtiger Aspekt für Remote-Teams: Make zählt Trigger-Schritte, Filter und Formatter bei vielen Szenarien nicht als Operationen. Das reduziert den tatsächlichen Operationsverbrauch im Vergleich zu Zapier, wo ähnliche Schritte als Tasks zählen. Mehr dazu im Ratgeber Zeiterfassung Software.

Preise: Kostenlos (1.000 Operationen/Mo, unbegrenzte Nutzer), Core $9/Mo (10.000 ops), Pro $16/Mo, Teams $29/Mo Details dazu liefert Slack Kosten

Vorteile:

  • Unbegrenzte Nutzer auf allen Plänen, inklusive kostenlosem Plan
  • Günstigster Einstieg für Teams mit echten Automatisierungsbedürfnissen
  • 3.000+ Integrationen, eine der größten verfügbaren Bibliotheken
  • Komplexe Workflows mit Schleifen, Iteratoren und Aggregatoren möglich
  • MCP-Server-Support für KI-Tool-Anbindungen
  • Umfangreiche Video-Tutorials und Community-Ressourcen

Nachteile:

  • Lernkurve steiler als bei Zapier, besonders für komplexe Szenarien
  • Oberfläche wirkt für Einsteiger anfangs unübersichtlich
  • Kein Self-Hosting (reine Cloud-Lösung)

Empfehlung: Make ist die beste Zapier-Alternative für Remote-Teams, die mehr Automatisierungstiefe bei deutlich geringerem Budget suchen. Besonders für Teams mit 5–50 Personen ist das operations- statt nutzerbasierte Preismodell ein konkreter Vorteil.

2. n8n – Open-Source für technische Remote-Teams

n8n.io Homepage Screenshot – Open-Source Automatisierungstool

n8n ist die stärkste Zapier-Alternative für Teams, die Datensouveränität über Benutzerfreundlichkeit stellen. Die Community Edition ist kostenlos, open-source und lässt sich auf eigenen Servern betreiben. Auf Self-Hosted-Instanzen gibt es keine Execution-Limits und keine operationsbasierten Gebühren, allerdings trägt das Team dafür die Verantwortung für Wartung und Updates selbst.

Das Cloud-Angebot startet bei €20/Mo (Starter, 2.500 Executions, unbegrenzte Schritte pro Execution) und €50/Mo (Pro, 10.000 Executions). Ein wichtiger Vorteil gegenüber Zapier: n8n begrenzt nur die Anzahl der Executions pro Monat, nicht die Komplexität einzelner Workflows. Ein Szenario mit 50 Schritten kostet genauso eine Execution wie eines mit fünf Schritten.

n8n unterstützt über 400 native Integrationen und ermöglicht Custom-Nodes per JavaScript, während Make bei reiner Anzahl der Integrationen weiterhin vorne liegt. Der visuelle Editor ist auf technische Nutzer ausgerichtet. Alle Cloud-Pläne erlauben unbegrenzte Nutzer.

Preise: Community kostenlos (Self-Hosted), Starter €20/Mo (Cloud, 2.500 Executions, unbegrenzte Schritte), Pro €50/Mo (10.000 Executions)

Vorteile:

  • DSGVO-konform durch Self-Hosting auf eigenen Servern
  • Keine Execution-Limits auf Self-Hosted-Instanz
  • Unbegrenzte Schritte pro Execution auf Cloud-Plänen
  • Keine Nutzerlimits auf Cloud-Plänen
  • Community-Templates für schnellen Einstieg
  • Code-Flexibilität durch Custom-Nodes in JavaScript

Nachteile:

  • Self-Hosting erfordert technisches Know-how und eigene Infrastruktur
  • Hosting-Infrastruktur verursacht laufende Kosten
  • Oberfläche weniger poliert als kommerzielle Alternativen

Empfehlung: n8n ist die richtige Zapier-Alternative für technische Remote-Teams und Entwickler, die Datenkontrolle priorisieren oder sehr hohes Automationsvolumen bei niedrigen Kosten brauchen.

3. Microsoft Power Automate – Für Microsoft-365-Teams

Microsoft Power Automate Homepage Screenshot – Microsoft 365 Automatisierung

Microsoft Power Automate ist die stärkste Zapier-Alternative für Remote-Teams, die täglich mit Microsoft 365 arbeiten. Die Integration in Teams, SharePoint, Outlook, OneDrive und Excel ist nativ und tief, und das ist innerhalb des Microsoft-Ökosystems ein klarer Vorteil. Workflows lassen sich direkt aus Microsoft Teams oder SharePoint heraus starten, ohne API-Konfiguration.

Das Tool bietet Cloud-Flows für App-zu-App-Automatisierungen (vergleichbar mit Zapier) und Desktop-Flows für Windows-RPA, doch für die meisten Remote-Teams sind Cloud-Flows völlig ausreichend. Der Premium-Plan ist per Nutzer lizenziert: $15/Nutzer/Mo bei jährlicher Abrechnung. Bei großen Teams kann das teurer werden als operationsbasierte Modelle, bei M365-Enterprise-Abos sind Grundfunktionen oft bereits enthalten.

Preise: Premium $15/Nutzer/Mo (jährliche Abrechnung); Grundfunktionen in manchen M365-Enterprise-Plänen inklusive

Vorteile:

  • Nahtlose Integration mit dem gesamten Microsoft-365-Stack
  • In vielen M365-Enterprise-Abos teilweise inklusive
  • Enterprise-Sicherheitsstandards und Compliance-Zertifizierungen out of the box
  • Direkte Verbindung zu SharePoint-Listen, Outlook-Ordnern und Teams-Kanälen

Nachteile:

  • Außerhalb des Microsoft-Ökosystems deutlich eingeschränkter als Make oder n8n
  • Lernkurve bei der Power-Platform-Architektur ist steil
  • Per-User-Pricing wird bei wachsenden Teams teurer als operationsbasierte Modelle

Empfehlung: Power Automate ist die logische Zapier-Alternative, wenn dein Remote-Team vollständig auf Microsoft 365 aufbaut. Für Teams mit gemischtem Tool-Stack ist Make oder n8n die bessere Wahl.

4. Activepieces – Open Source mit MCP-Server auf allen bezahlten Plänen

Activepieces Homepage Screenshot – Open-Source Zapier-Alternative mit MCP-Server
Die Activepieces-Startseite: MCP-Server und KI-Agenten stehen im Mittelpunkt der Positionierung. (Quelle: Activepieces)

Activepieces ist die richtige Zapier-Alternative für Remote-Teams, die MCP-Server und KI-Agenten priorisieren, ohne dabei auf Open Source zu verzichten. Die Community Edition steht unter MIT-Lizenz, ist kostenlos, lässt sich selbst hosten und kennt keine Obergrenze bei Ausführungen, Nutzern oder Workflows. Y-Combinator-Unterstützung und über 300.000 Nutzer, darunter Unternehmen wie MoneyGram und PostHog, sprechen für eine aktive und stabile Plattform.

Auf jedem bezahlten Cloud-Plan ist ein MCP-Server enthalten. Das bedeutet: KI-Agenten können zur Laufzeit selbst entscheiden, welches verbundene Tool sie aufrufen, statt an eine feste Trigger-Aktion-Kette gebunden zu sein. Der Plus-Plan für $16/Mo (jährliche Abrechnung) erlaubt bis zu fünf Nutzer und unbegrenzte Workflows, allerdings begrenzt ein tägliches Credit-Kontingent die tatsächliche Nutzung. Der Team-Plan für $166/Mo (jährliche Abrechnung) bringt das Fünffache der Plus-Credits und 25 Nutzer inklusive, jeder weitere Nutzer kostet $25/Mo.

Preise: Kostenlos (Self-Hosted, MIT-Lizenz, keine Obergrenze bei Läufen/Nutzern/Workflows), Plus $16/Mo (jährlich, bis zu 5 Nutzer), Team $166/Mo (jährlich, 25 Nutzer inklusive), Ultimate auf Anfrage

Vorteile:

  • MCP-Server auf allen bezahlten Plänen inklusive, kein separates Setup nötig
  • Community Edition komplett kostenlos und ohne Betriebslimits selbst hostbar (MIT-Lizenz)
  • Aktive Plattform mit Y-Combinator-Unterstützung und über 300.000 Nutzern
  • Unbegrenzte Workflows bereits im kostenlosen Plan

Nachteile:

  • Kleinere Integrationsbibliothek als Make oder Zapier
  • Tägliches Credit-Kontingent auf Cloud-Plänen erfordert Beobachtung bei hohem Automationsvolumen
  • Self-Hosting-Betrieb braucht technisches Know-how, ähnlich wie bei n8n

Empfehlung: Activepieces ist die beste Wahl für Remote-Teams, die MCP-Server und KI-Agenten in den Mittelpunkt stellen und dabei nicht auf eine Open-Source-Basis verzichten wollen. Für Teams ohne technisches Know-how ist der Cloud-Plan der einfachere Einstieg als Self-Hosting.

5. IFTTT – Einfache Automatisierungen für Einsteiger

IFTTT Homepage Screenshot – Einfache Automatisierungen

IFTTT (If This Then That) ist das einfachste und günstigste Tool in dieser Liste. Das Prinzip: Ein Trigger in App A löst eine Aktion in App B aus. Für persönliche Produktivitätsautomationen, das automatische Speichern von Social-Media-Posts oder einfache Benachrichtigungs-Workflows funktioniert IFTTT zuverlässig. Die iOS- und Android-Apps sind ausgereift und stabil.

Für komplexe mehrstufige Business-Workflows ist IFTTT definitiv nicht geeignet. Bedingte Logik, Schleifen oder Unterszenarien gibt es nicht, dafür bleibt die Bedienung denkbar einfach. Das Tool eignet sich für Einzelpersonen und sehr kleine Teams, die ohne Lernkurve mit einfacher Automatisierung starten wollen. Die breite Unterstützung für Consumer-Apps und Smart-Home-Dienste hebt IFTTT von Business-orientierten Alternativen ab.

Preise: Kostenlos (2 Applets), Pro ab $2,99/Mo bei jährlicher Abrechnung (20 Applets), Pro+ ab $8,99/Mo bei jährlicher Abrechnung (unbegrenzte Applets, KI-Services)

Vorteile:

  • Einsteigerfreundlichste Option in dieser Liste
  • Günstigster bezahlter Plan aller verglichenen Tools (ab $2,99/Mo bei jährlicher Abrechnung)
  • Stabile iOS- und Android-Apps
  • 700+ Integrationen, besonders stark bei Consumer-Apps und Smart-Home

Nachteile:

  • Keine mehrstufigen oder bedingten Workflows
  • Keine echten Team-Funktionen für kollaboratives Workflow-Management
  • Für Business-Prozesse mit mehreren Schritten nicht geeignet

Empfehlung: IFTTT ist für Einzelpersonen und sehr kleine Remote-Teams die günstigste Option, wenn die Automationsbedürfnisse einfach bleiben. Für mehrstufige Business-Workflows ist Make oder Activepieces die bessere Wahl.

6. Workato – Für Enterprise-Remote-Teams

Workato Homepage Screenshot – Enterprise Automatisierungsplattform

Workato ist eine Enterprise-Automatisierungsplattform für Remote-Teams mit komplexen, skalierbaren Business-Prozessen. Das Tool unterstützt benutzerdefinierten Code, rollenbasierte Zugriffssteuerung und unternehmenstaugliche Sicherheitsstandards. MCP-Server-Support ist integriert. Bekannte Enterprise-Kunden sind Adobe, Zendesk und Booking.com.

Workato bietet keinen Self-Service-Zugang und keine veröffentlichten Preislisten. Der Einstieg erfolgt über Anfragen und individuelle Angebote. Das macht das Tool für kleine und mittlere Remote-Teams ungeeignet, ist aber für Großunternehmen mit komplexen Integrationsanforderungen eine skalierbare Lösung. Workato unterstützt über 1.200 Verbindungen, inklusive Enterprise-Systeme wie SAP, Salesforce und Workday.

Preise: Individuelle Preisgestaltung (Anfrage erforderlich, kein Self-Service)

Vorteile:

  • Enterprise-Sicherheit und Compliance out of the box
  • Rollenbasierte Zugriffssteuerung für verteilte Remote-Teams
  • Skalierbar für sehr hohe Transaktionsvolumen
  • MCP-Server-Support für KI-Anbindungen
  • 1.200+ Integrationen, stark bei Enterprise-Systemen

Nachteile:

  • Kein Self-Service, kein direkter Testzugang
  • Preise nicht öffentlich, Einstieg aufwendig
  • Für KMU und kleine Remote-Teams nicht geeignet

Empfehlung: Workato ist ausschließlich für große Remote-Organisationen relevant, die Enterprise-Automatisierung mit professionellem Support und Compliance-Garantien brauchen. Kleinere Teams finden mit Make oder Activepieces jedoch die praktikablere Lösung.

Zapier vs. Alternativen: Direkter Vergleich

Die folgende Tabelle vergleicht alle sechs Zapier-Alternativen und Zapier selbst auf den für Remote-Teams wichtigsten Dimensionen.

ToolPreis abIntegrationenTeam-FeaturesKI/MCP-SupportSelf-HostingBeste für
Zapier~$29,99/Mo9.988+Ja (kostenpflichtig, Team-Plan 25 Nutzer)Eigener MCP-Server, aber 2 Tasks pro AufrufNeinEinfacher Einstieg
Make$9/Mo3.000+Ja (alle Pläne)MCP-Server + Make AI Agents (Beta)NeinBudget-Teams
n8nKostenlos / €20/Mo400+Ja (unbegrenzte Nutzer)LangChain/KI-Agent-NodesJaTechnische Teams
Power Automate$15/Nutzer/Mo1.000+Ja (M365-nativ)Copilot StudioNeinMicrosoft-365-Teams
ActivepiecesKostenlos (Self-Hosted) / $16/MoKleinere Bibliothek als Make/ZapierJa (bis 5 Nutzer Plus, 25 Nutzer Team)MCP auf allen bezahlten PlänenJa (MIT-Lizenz)KI/MCP-fokussierte Teams
IFTTT$2,99/Mo700+EingeschränktKI-Services nur auf Pro+NeinEinzelnutzer
WorkatoAuf Anfrage1.200+Ja (Enterprise)MCP-Server-SupportNeinEnterprise

Welche Zapier-Alternative passt zu deinem Team?

Die richtige Zapier-Alternative hängt von drei Faktoren ab: Teamgröße, technischem Know-how und bevorzugtem Tool-Stack. Diese fünf Szenarien helfen bei der Entscheidung.

  • Budget-bewusstes Remote-Team (5–50 Personen): Make ist die erste Wahl. $9/Mo für 10.000 Operationen mit unbegrenzten Nutzern übertrifft Zapier preislich klar. Die Lernkurve lohnt sich, sobald mehr als 2–3 Workflows regelmäßig laufen.
  • Technisches Team mit DSGVO-Anforderungen: n8n mit Self-Hosting. Die Community Edition ist kostenlos, die Daten verlassen nie den eigenen Server, und bei hohem Automationsvolumen gibt es keine laufenden Kosten.
  • Microsoft-365-zentriertes Team: Microsoft Power Automate. Wenn SharePoint, Teams und Outlook die täglichen Arbeitswerkzeuge sind, ist kein separates Tool-Abo nötig. Die Integration ist nativ und tief.
  • Team mit KI-Automatisierungszielen und MCP-Fokus: Activepieces. MCP-Server ist auf allen bezahlten Plänen inklusive, die Community Edition lässt sich kostenlos selbst hosten, und KI-Agenten können Tools zur Laufzeit selbst auswählen statt starrer Trigger-Aktion-Ketten zu folgen.
  • Einzelpersonen oder sehr kleine Teams: IFTTT Pro für $3,99/Mo. Die günstigste Option für einfache, zuverlässige Trigger-Automationen zwischen Consumer-Apps.

Wenn du neben Automatisierungstools auch Notion-Alternativen für dein Remote-Team suchst oder überlegst, welche ChatGPT-Alternativen für euren KI-Workflow passen, findest du auf remote-job.net weitere Vergleiche für Remote-Tools.

Häufig gestellte Fragen

Was ist die beste kostenlose Zapier-Alternative?

Make ist die beste kostenlose Zapier-Alternative für Teams: 1.000 Operationen pro Monat, unbegrenzte Nutzer und aktive Szenarien auf dem kostenlosen Plan. Für technische Teams mit eigenem Server ist n8n Community Edition die leistungsfähigere Option ohne jegliche Betriebslimits.

Kann ich meine Zapier-Workflows zu Make migrieren?

Eine automatische Migration gibt es nicht, aber Make bietet für alle gängigen Zapier-Integrationen äquivalente Module. Die meisten Workflows lassen sich manuell nachbauen, da Make dieselben Apps unterstützt. Make stellt Migrationsleitfäden und Video-Tutorials bereit, die den Umstieg Schritt für Schritt erklären.

Welche Zapier-Alternative eignet sich am besten für kleine Remote-Teams?

Make ist für kleine Remote-Teams mit 2 bis 20 Personen die beste Option: günstig, mächtig und mit unbegrenzten Nutzern auf allen Plänen. Activepieces ist die bessere Wahl, wenn das Team MCP-Server und KI-Agenten priorisiert und dabei auch die Option auf Self-Hosting offenhalten will.

Ist Make wirklich günstiger als Zapier?

Ja, Make ist für die meisten Teams deutlich günstiger als Zapier. Der Core-Plan kostet $9 pro Monat für 10.000 Operationen mit unbegrenzten Nutzern. Zapiers kostenloser Plan ist inzwischen auf 100 Tasks pro Monat und zwei Schritte pro Workflow begrenzt, und bereits der nächste Plan, Professional, startet bei $19,99 pro Monat für 750 Tasks. Bei komplexen Workflows mit mehreren Schritten ist der Kostenvorteil von Make besonders deutlich, weil Make viele Zwischenschritte nicht als Operationen zählt.

Brauche ich für n8n technisches Know-how?

Für die Self-Hosted-Version ja. Du brauchst grundlegende Serverkenntnisse, um n8n zu installieren, zu betreiben und zu aktualisieren. Die Cloud-Version (Starter ab €20/Mo) ist deutlich zugänglicher und erfordert keine Infrastrukturkenntnisse, bleibt aber in der Bedienung technischer als Zapier oder Make. Für nicht-technische Teams ist Make die bessere Wahl.

Welche Zapier-Alternative unterstützt MCP-Server und KI-Agenten am besten?

Activepieces bietet MCP-Server-Unterstützung auf allen bezahlten Plänen und ist damit die konsequenteste Wahl für Remote-Teams, die KI-Agenten priorisieren. Ein MCP-Server erlaubt es einem KI-Agenten, zur Laufzeit selbst zu entscheiden, welches verbundene Tool er aufruft, statt einer festen Trigger-Aktion-Kette zu folgen. Make ist die stärkste Alternative mit breiterer Integrationsbasis: MCP-Server und Make AI Agents (Beta) sind bereits enthalten. n8n bietet LangChain- und KI-Agent-Nodes für technische Teams, die eigene Logik bauen wollen. Selbst Zapier hat inzwischen einen eigenen MCP-Server, allerdings kostet dort jeder erfolgreiche MCP-Tool-Aufruf zwei Tasks, was den Kostenvorteil bei intensiver Agenten-Nutzung wieder aufhebt.

Max Benz
Geschrieben von Max Benz

Remote-Work-Redakteur

Max Benz schreibt über Remote Work, Produktivität und Tools für ortsunabhängiges Arbeiten.

So arbeiten wir: Wir recherchieren Herstellerangaben, Preise und Gehaltsdaten aus öffentlichen Quellen und aktualisieren Artikel regelmäßig. Affiliate-Links sind gekennzeichnet und beeinflussen die Reihenfolge nicht.