Home-Office einrichten – Dein perfekter Arbeitsplatz zu Hause

Home-Office einrichten – Dein perfekter Arbeitsplatz zu Hause

Die Arbeit von Zuhause aus klingt für viele paradiesisch. Morgens entspannt aufstehen, mit einem Kaffee an den Schreibtisch setzen und ganz nach eigenen Vorstellungen arbeiten. Damit dies aber tatsächlich in die Tat umgesetzt werden kann, gilt es einige Voraussetzungen zu schaffen. Denn nur mit den richtigen Grundlagen ist erfolgreiches Arbeiten von Zuhause aus möglich. 

Was genau bedeutet Home-Office eigentlich?

Home-Office beschreibt im Grunde nichts anderes, als die Arbeit von Zuhause aus. Während in anderen Ländern bevorzugt der Begriff „remote work“ verwendet wird, kommen hierzulande auch Begriffe wie Telearbeit oder Heimarbeit zum Tragen. Der Mitarbeiter sitzt dabei an seinem heimischen Arbeitsplatz und kommuniziert mit seinen Kollegen und Vorgesetzten per Mail, Workspace, Videokonferenz oder Telefon. 

Die benötigten Arbeitsmittel bekommen Mitarbeiter vom Arbeitgeber gestellt. Dabei handelt es sich in der Regel um einen Computer oder Laptop und weitere zur Arbeit benötigten Materialien. Wie auch die Kommunikation erfolgt die Übertragung der Arbeitsergebnisse auf digitalem Wege, hier werden oft eigene Clouds verwendet. Die Arbeitszeiterfassung wird dabei ebenfalls auf elektronischem Wege vorgenommen, oft verlangt der Arbeitgeber hierfür auch ein Reporting.

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Home Office

Home-Office einrichten: Darauf solltest du achten, bevor du loslegst

Der Arbeitsplatz im Home-Office ist für viele Arbeitnehmer ein großer Wunschtraum. Dennoch muss der Arbeitgeber ausdrücklich zustimmen, um ihm die Arbeit von Zuhause aus zu erlauben. Von gesetzlicher Seite aus gibt es keinen Anspruch auf die Arbeit im Home-Office. Es gibt allerdings Regelungen in einigen Tarifverträgen, Betriebsvereinbarungen oder gar in Arbeitsverträgen dazu. Hier werden in der Regel Rechte und Pflichten festgehalten, wie beispielsweise die Regelung der Arbeitszeit oder der Erreichbarkeit. 

So kann die Arbeit im Home-Office beispielsweise – wie im Büro – auf einer Vertrauensarbeitszeit basieren oder die Erfassung über einen digitalen Dienstplan erfordern. Denn auch im Home-Office gilt das Arbeitszeitgesetz und die enthaltenen Regelungen zu Höchstarbeitszeit, Ruhezeiten, Pausenzeiten und einem Verbot der Arbeit an Sonn- und Feiertagen. Über ein passendes Zeiterfassungssystem kann der Arbeitgeber die Einhaltung dieser Vorgaben sicherstellen. 

Genehmigt der Arbeitgeber die Arbeit aus dem Home-Office, muss er grundsätzlich auch die Kosten dafür tragen. Er muss dafür sorgen, dass dem Mitarbeiter Zuhause die gleichen Arbeitsmittel zur Verfügung stehen, wie im Büro. Wird der Arbeitsplatz Zuhause nur für die Erledigung der Arbeit genutzt, zahlen einige Arbeitgeber ihren Mitarbeitern auch Pauschalen für die Betriebskosten, wie Miete, Strom oder Heizung. Hierzu gelten die im Arbeitsvertrag aufgeführten Regelungen. 

Arbeitnehmer, die aus dem Home-Office arbeiten, haben unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, Ausgaben steuerlich geltend zu machen. Grundlage dafür ist allerdings, dass ein eigenes Arbeitszimmer besteht, das nur zu diesem Zweck genutzt wird – eine Ecke im Wohnzimmer ist hier beispielsweise nicht absetzbar. Nur, wer komplett von Zuhause aus arbeitet (wie Schriftsteller, Künstler oder Journalisten) kann das Arbeitszimmer komplett absetzen. 

Home-Office Einrichtung: Das brauchst du 

Die Arbeit im Home-Office soll mindestens genauso effizient sein, wie im Büro und auch der Arbeitsplatz soll eine gesunde Arbeitsatmosphäre bieten. Ein ergonomischer Arbeitsplatz sollte also trotz aller persönlichen Design-Ideen stets im Vordergrund stehen:

  •  Arbeitszimmer
  • Schreibtisch
  • Bürostuhl
  • Computer
  • Telefon
  • Internetanschluss
  • Aktuelle Software
  • Zugänge
  • Ausreichende Beleuchtung (Tageslicht und indirektes Licht)
  • Regulierbare Raumtemperatur

Und auch eine regulierbare Zimmertemperatur ist nicht zu unterschätzen, denn niemand kann fröstelnd und mit klappernden Zähnen arbeiten oder gar bei 35°C Hitze. 

Für den Schreibtisch sollte ein passender Standort gewählt werden, denn dieser wird gerne und oft direkt vor dem Fenster platziert. Allerdings ergeben sich dadurch in der Regel Nachteile – egal, ob das Fenster dabei im Blick ist oder im Rücken. Bei einer frontalen Ausrichtung des Schreibtischs zum Fenster müssen die Augen sich mit starken und harten Kontrasten auseinandersetzen. 

Dies kann nur Verminderung der Konzentrationsfähigkeit führen, sowie Kopfschmerzen verursachen. Mit dem Rücken zum Fenster ergeben sich in der Regel Reflexionen auf dem Bildschirm. Auch hier müssen die Augen Höchstleistungen erbringen, es können ebenfalls Kopfschmerzen, Erschöpfung und tränende, trockene Augen auftreten. Für eine optimale Position sollte der Schreibtisch seitlich zum Fenster ausgerichtet werden. Die Lichtverhältnisse sind hier optimal für die Bildschirmarbeit und ein Blick aus dem Fenster kann die Arbeit zwischendurch auch erleichtern. 

Nicht weniger wichtig als die richtige Position für den Schreibtisch ist die Auswahl eines guten Bürostuhls. Hier sollte besonders darauf geachtet werden, dass eine lange Sitzdauer kein Problem ist. Dazu sollte er eine Wippmechanik besitzen, im besten Falle sogar eine Synchromechanik. Auch Armlehnen verbessern den Sitzkomfort und helfen dabei, die Schultern zu entlasten. Wer darüber hinaus öfter Probleme mit der Lendenwirbelsäule hat, sollte auf einen Stuhl mit Lordosenstütze zurückgreifen.  

Auch die technische Ausstattung spielt im Home-Office eine wichtige Rolle. Neben einer stabilen und zuverlässigen Internetverbindung ist auch der Computer grundlegend. Der Bildschirm sollte möglichst groß sein, im besten Falle sind es zwei Bildschirme mit mindestens 24 Zoll. Dadurch ist es einfacher, zwischen Programmen zu wechseln, Video-Konferenzen abzuhalten und die Übersicht über Kommunikation und Arbeit zu behalten. 

Neben einer guten Positionierung des Arbeitsplatzes zum Tageslicht sollte die Beleuchtung nicht außer Acht gelassen werden. Hier lohnt es sich, auf hochwertige LEDs zu setzen, die dem Tageslicht nahekommen. Zusätzlich ist eine Schreibtischlampe von Vorteil, die insbesondere bei handschriftlicher Arbeit unterstützt. 

Home Office Einrichtung

7 Ideen, um dein Home-Office perfekt einzurichten

Wie der eigene Arbeitsplatz Zuhause eingerichtet werden kann, hängt natürlich erst einmal davon ab, welche Möglichkeiten die eigenen Räumlichkeiten bieten. Natürlich ist ein eigenes Arbeitszimmer das absolute Non-Plus-Ultra, aber eben nicht immer möglich. Ist kein eigenes Zimmer vorhanden, reicht eben auch ein Arbeitsbereich im Wohnzimmer. 

Arbeitsplatz abgrenzen

Grundsätzlich sollten Arbeits- und Wohnbereich voneinander abgegrenzt werden. Wer ein Arbeitszimmer besitzt, kann nach getaner Arbeit einfach die Türe schließen und sich entspannen. Wer beispielsweise eine Nische im Wohnzimmer nutzt sollte durch Raumtrenner versuchen, den nötigen Abstand zu gewinnen, indem der Arbeitsplatz einfach dahinter verschwindet. Das Abgrenzen des Arbeitsplatzes Zuhause ist aber nicht nur räumlich sinnvoll. Feste Arbeitszeiten sorgen für eine zeitliche Abgrenzung, ebenso wie feste Regeln. So werden beispielsweise in Bürozeiten keine privaten Anrufe oder Mails beantwortet. Gespräche mit Kunden lassen sich am besten per Termin koordinieren. Damit ist die Vorbereitung auf das Gespräch einfacher und lässt sich gut in den Tagesablauf einplanen.

Ordnung halten

Ordnung ist nicht nur am Arbeitsplatz im Büro, sondern auch Zuhause das A und O. So gehört beispielsweise auch ein Papierkorb zur Grundausstattung. Schreibtisch und Fächer sollten stets aufgeräumt sein und nicht von der eigentlichen Arbeit ablenken. Alle Dokumente sollten stets abgeheftet werden, sobald sie nicht mehr benötigt werden. Hier lohnt es sich also, auf eine passende Ablage, einen Schrank oder ein Regal zurückzugreifen, das genügend Platz bietet für Unterlagen oder nicht benötigte Utensilien. Praktisch ist darüber hinaus auch ein Aktenvernichter, in dem nicht mehr benötigte Geschäftsunterlagen sicher geschreddert werden. 

Stauraum schaffen

Je mehr Stauraum, desto aufgeräumter der Arbeitsplatz. Regale oder ein Aktenschrank eignen sich ganz hervorragend, um nicht benötigte Arbeitsmittel aus dem Weg zu räumen. Ob dabei ein einfaches Regal aus dem Möbelhaus zum Einsatz kommt oder eine individuelle Lösung vom Schreiner, hängt ganz vom vorhandenen Budget und den persönlichen Vorlieben ab. Der Drucker findet entweder auf dem Schreibtisch oder einem eigenen, kleinen Tisch, der im besten Fall ebenfalls Stauraum bietet, Platz. Auch im oder auf einem Regal findet er unkompliziert Platz. Auch ein Rollcontainer ist jederzeit eine ideale Möglichkeit, Platz zu schaffen. Er lässt sich nach getaner Arbeit einfach unter den Schreibtisch schieben.

Kleine Flächen ausnutzen

Um einen effizienten und praktischen Arbeitsplatz Zuhause einzurichten, braucht es nicht viel Platz. Es muss nicht immer ein eigenes Arbeitszimmer sein, auch kleine Flächen lassen sich optimal nutzen. Oft reicht eine kleine Nische, in der entweder Schreibtisch oder Sekretär Platz finden. Letzterer bietet durch verschiedene Ebenen, auf denen du deinen Arbeitsplatz einfach ordnen kannst. Nach getaner Arbeit verschwinden die Utensilien einfach wieder. Ein Notebook findet hier ebenfalls optimal Platz. Wem ein Sekretär zu klein ist, kann bei wenig Platz auch auf einen Schreibtisch mit großer Arbeitsfläche ausweichen, der mit Scharnieren und umklappbarer Tischplatte schnell verschwindet. 

Wohlfühlfaktor: Pflanzen

Pflanzen sind wahre Alleskönner, wenn es um die Wohlfühlatmosphäre im Home-Office geht. Sie lockern durch ihr Grün nicht nur optisch auf, sondern verbessern auch das Raumklima und sorgen für eine höhere Luftfeuchtigkeit. Wenn im Winter die Heizung läuft, sind die Luftfeuchte in den Räumen ab, Pflanzen können dem entgegenwirken. Darüber hinaus sorgen Pflanzen dafür, dass sich Produktivität und Konzentration am Arbeitsplatz erhöhen. Dabei muss es nicht immer der allseits beliebte Kaktus sein, es gibt auch pflegeleichte Pflanzen, die sich im Home-Office wohlfühlen. 

Das passende Licht

Licht ist ein essentieller Faktor am Arbeitsplatz Zuhause. Denn je besser das Licht, desto effizienter lässt es sich arbeiten. Werden die Augen geblendet oder ist die Reflexion im Bildschirm zu stark, müssen sich die Augen zu sehr anstrengen und es kommt schnell zu Ermüdung. Ideal ist eine Oberbeleuchtung, zumindest sollte aber eine gute Schreibtischlampe für genügend Licht sorgen. Das Leuchtmittel sollte dabei über 600 Lumen aufweisen, während die Lichtfarbe sich entweder im neutralweißen (zwischen 3000 und 5000 Kelvin) oder tageslichtweißen Bereich (ab 5000 Kelvin) bewegen sollte.

 Persönlichkeit und Dekoration: Weniger ist mehr

Selbstverständlich darf der Arbeitsplatz im Home-Office Persönlichkeit besitzen, hier ist es wesentlich einfacher, dem Ganzen eine persönliche Note zu verleihen als im Büro. Der persönliche Einrichtungsstil darf sich auch hier wiederfinden, denn wer sich gerne dort aufhält, arbeitet zugleich auch produktiver. Kleine Accessoires können hier einen Unterschied machen. Dennoch sollte auf eine üppige Dekoration oder gar Erinnerungstücke weitestgehend verzichtet werden, denn in den meisten Fällen lenken diese ab und an produktives Arbeiten ist dann nicht mehr zu denken. Demensprechend gilt hier: weniger ist mehr. 

Home Office einrichten

Fazit 

Die Arbeit im Home-Office eröffnet verschiedene Möglichkeiten. Nicht nur in Hinsicht auf die Arbeitszeitgestaltung, sondern auch dekorativ. Wer es lieber klassisch mag, findet hier ebenso viele Gestaltungsmöglichkeiten wie für einen modernen oder unkonventionellen Einrichtungsstil. Dennoch sollte beim Arbeitsplatz Zuhause immer noch die Funktionalität im Vordergrund stehen. Immerhin ist das Home-Office für viele Stunden am Tag Aufenthaltsort und sollte dementsprechend ausreichend Komfort, aber auch angenehme Arbeitsatmosphäre bieten. Eine gesunde Mischung aus gemütlicher Arbeitsatmosphäre und Funktionalität bietet allen, die im Home-Office arbeiten die Möglichkeit, sich zu entfalten und zugleich effizient zu arbeiten. 

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